Donnerstag, 14. Oktober 2010

Schlehe

Schon sehr früh hatte die Schlehe ihre Bedeutung für den Menschen. Schon in der neolithischen Pfahlbauzeit war sie bekannt. Araber, Griechen, Römer und die Menschen des Mittelalters nutzten die Blüten und Früchte als Heil- bzw. Nahrungsmittel.

Die Früchte sind sehr gerbstoff- und säurehaltig. Roh schmecken sie aromatisch stark zusammenziehend und hinterlassen einen pelzigen Geschmack. Er wird etwas abgemildert, wenn die Schlehen nach dem ersten Frost gesammelt werden.

"Und wer im Magen schwach ist...
koche sie im Wasser und esse sie oft,
und dies führt den Unrat und den Schleim vom Magen ab."

Hildegard von Bingen

Im letzten Jahr habe ich vier Schlehenbüsche als Teil einer Naturhecke gepflanzt, die dieses Jahr die ersten Früchte tragen. Die Ernte wird nicht groß, aber auch ein Schlehendorn fängt klein an.

Kommentare:

  1. Eine wunderschöne Hecke!
    Ganz viele liebe Grüße, Yvonne

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  2. Schlehe, das ist die Idee, ich suche dringend etwas für die Gartenbegrenzung. Vielen Dank für Deinen Beitrag, da werde ich doch mal auf Erkundungstour gehen.

    Liebe Grüße Marita

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  3. Aha. So viel Wissen? Ich staune und bin begeistert. :-)

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  4. Mein Kollegin macht daraus einen superleckeren Likör. Bis jetzt kannte ich die Schehe auch nur in dieser Form. Aber dank dir kenne ich jetzt auch die Frucht in ihrer Urform. Vielen Dank dafür.

    LG Moni

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  5. Uuiiiii Schlehen. Da kann man leckere Sachen draus machen. Meine erste Begegnung mit Schlehen war eine direkt vom Busch, VOR dem Frost und dann ein ganzes Warenlager von Pelz im Mund.
    Das Städtchen nach dem Du gefragt hast, heißt Gelnhausen und ist ca. 60 km von Frankfurt entfernt.
    Wir haben hier viele so kleine Fachwerkdörfchen. Da könnte ich stundenlang durch die kleinen verwinkelten Gassen schlendern.

    Sonnige Grüße schickt Dir
    Tanja

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  6. Es ist immer wieder Interessantes bei Dir zu finden,
    ganz liebe Grüße
    mi

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