Mittwoch, 11. August 2010

Spillinge und Marmelade

Ihr Lieben,

derzeit genieße ich noch eine weitere Woche Urlaub,
und da habe ich die Gelegenheit genutzt,
Marmelade zu kochen.

Von einem Berliner Gärtner habe ich
eine ordentliche Portion Spillinge geschenkt bekommen.

Spillinge sind Wildpflaumen,
man kann sie oft an Straßenrändern finden,
oder auch in der Stadt.

Oft sind sie gelb,
es gibt sie aber ebenso in gelb-rot oder rot.

In vielen Gärten sind sie inzwischen heimisch,
weil sie als robuste Pflaumen
jedes Jahr reichliche Ernte versprechen
und sich hervorragend zur Verarbeitung
für Marmelade & Co. eignen.

Ich habe eine "Ladung"
pur verarbeitet (links im Bild)
und eine mit Pfirsichen angereichert.

Die "reine" Spillingsmarmelade wurde schon verkostet.
Sie ist nicht zu süß und hat einen kräftigen Geschmack.

Donnerstag, 5. August 2010

Heute vor einem Jahr...

... begann mit einem Wiegenlied mein Bloggerleben.

Und da ich letzter Zeit an einem Tauschangebot für Luna
und ihren jüngsten Enkel Valentin gewerkelt habe,
lag es nahe,
mit diesem Lied meinen

einjährigen Bloggeburtstag

zu feiern.


Ich will dich aus eine Decke aus Wind hüllen.

Ich will dich in einer Wiege aus Träumen schaukeln.

Ich werde dir ein Wiegenlied vom Gras singen.


(Wiegenlied der Comanchen)


Hier findet ihr noch mehr Babydeckenfotos.

Mittwoch, 4. August 2010

Zum Todestag von Hans Christian Andersen

Die Schnecke und der Rosenstock
Rings um den Garten zog sich eine Hecke von Haselbüschen, außerhalb derselben war Feld und Wiese mit Kühen und Schafen, aber mitten in dem Garten stand ein blühender Rosenstock; unter diesem saß eine Schnecke, die hatte vieles in sich, sie hatte sich selbst.
"Wartet nur bis meine Zeit kommt!" sagte sie, "Ich werde mehr ausrichten, als Rosen ansetzen, Nüsse tragen oder Milch geben wie Kühe und Schafe!"
"Ich erwarte sehr viel von Ihr!" sagte der Rosenstock. "Darf ich fragen: wann wird es zum Vorschein kommen?"
"Ich lasse mir Zeit!" sagte die Schnecke. "Sie haben nun solche Eile! Das spannt die Erwartungen nicht!"
Im darauffolgenden Jahr lag die Schnecke ungefähr auf derselben Stelle im Sonnenschein unter dem Rosenstock, der wieder Knospen trieb und Rosen entfaltete, immer frische, immer neue. Und die Schnecke kroch halb aus ihrem Haus heraus, steckte die Fühlhörner aus und zog sie wieder ein.
"Alles sieht aus wie im vorigen Jahr! Gar keinen Fortschritt; der Rosenstock bleibt bei den Rosen, weiter kommt er nicht!"
Der Sommer, der Herbst verstrich, der Rosenstock trug Rosen und Knospen, bis der Schnee fiel, bis das Wetter rau und nass wurde; der Rosenstock beugte sich zur Erde, die Schnecke kroch in die Erde.
Es begann ein neues Jahr; die Rosen kamen zum Vorschein, die Schnecke kam zum Vorschein.
"Sie sind jetzt ein alter Rosenstock!" sagte die Schnecke. "Sie müssen machen, dass Sie bald eingehen. Sie haben der Welt alles gegeben, was Sie in sich gehabt haben, ob es von Belang war, das ist eine Frage, über die nachzudenken ich keine Zeit gehabt habe; so viel ist aber klar und deutlich, dass Sie nicht das Geringste für Ihre innere Entwicklung getan haben, sonst wäre wohl etwas anderes aus Ihnen hervorgegangen. Können Sie das verantworten? Sie werden jetzt bald ganz und gar nur Stock sein! Begreifen Sie, was ich sage?"
"Sie erschrecken mich!" sagte der Rosenstock. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht."
"Nein, Sie haben sich wohl überhaupt nie mit Denken abgegeben! Haben Sie sich jemals Rechenschaft gegeben, weshalb Sie blühen, und wie der Hergang beim Blühen ist; wie und warum nicht anders?"
"Nein!" sagte der Rosenstock. "Ich blühte in Freude, weil ich nicht anders konnte. Die Sonne schien und wärmte, die Luft erfrischte, ich trank den klaren Tau und den kräftigen Regen; ich atmete, ich lebte! Aus der Erde stieg eine Kraft in mich hinauf, von oben kam eine Kraft, und deshalb musste ich immer blühen; das war mein Leben, ich konnte nicht anders!"
"Sie haben ein sehr gemächliches und angenehmes Leben geführt!" sagte die Schnecke.
"Gewiss! Alles wurde mir gegeben!" sagte der Rosenstock. "Doch Ihnen wurde noch mehr gegeben! Sie sind eine dieser denkenden, tiefsinnigen Naturen, eine dieser Hochbegabten, welche die Welt in Erstaunen setzen werden!"
"Das fällt mir nicht im entferntesten ein!" sagte die Schnecke. "Die Welt geht mich nichts an! Was habe ich mit der Welt zu schaffen? Ich habe genug mit mir selbst und genug in mir selbst!"
"Aber müssen wir alle hier auf Erden nicht unser bestes Teil den anderen geben, das darbringen, was wir eben vermögen? Freilich, ich habe nur Rosen gegeben! Doch Sie? Sie, die so reich begabt sind, was schenken Sie der Welt? Was werden Sie geben?"
"Was ich gab? Was ich gebe? - Ich spucke sie an! Sie taugt nichts! Sie geht mich nichts an. Setzen Sie Rosen an, meinetwegen, Sie können es nicht weiterbringen! Mag die Haselstaude Nüsse tragen, die Kühe und Schafe Milch geben, die haben jedes ihr Publikum, ich habe das meine in mir selbst! Ich gehe in mich selbst hinein, und dort bleibe ich. Die Welt geht mich nichts an!"
Und damit begab die Schnecke sich in ihr Haus hinein und verkittete dasselbe.
"Das ist recht traurig!" sagte der Rosenstock. "Ich kann mit dem besten Willen nicht hineinkriechen, ich muss immer heraus, immer Rosen ausschlagen. Die entblättern nun gar, verwehen im Winde! Doch ich sah, wie eine Rose in das Gesangbuch der Hausfrau gelegt wurde, eine meiner Rosen bekam ein Plätzchen an dem Busen eines jungen schönen Mädchens, und eine ward geküsst von den Lippen eines Kindes in lebensfroher Freude. Das tat mir so wohl, das war ein wahrer Segen. Das ist meine Erinnerung, mein Leben!"
Und der Rosenstock blühte in Unschuld, und die Schnecke lag und faulenzte in ihrem Haus. Die Welt ging sie nichts an.
Und Jahre verstrichen.
Die Schnecke war Erde in der Erde, der Rosenstock war Erde in der Erde; auch die Erinnerungsrose in dem Gesangbuch war verwelkt - aber im Garten blühten neue Rosenstöcke, im Garten wuchsen neue Schnecken; sie krochen in ihre Häuser hinein, spuckten aus - die Welt ging sie nichts an.
Ob wir die Geschichte wieder von vorne zu lesen anfangen? - Sie wird doch nicht anders.

Wissenswertes über Hans Christian Andersen findet ihr in den Kunstschätzen.

Dienstag, 3. August 2010

Balance

Arbeit ist das, was ich am wenigsten liebe.
Und dennoch arbeite ich nicht schlecht.
So von Widersprüchen ist alles durchzogen.
Würde mein Leben geradegebogen,
Ich glaube, daß kaum etwas bliebe,
Was eindeutig wäre und lotgerecht.

Ich bin nicht anders als alle die meisten.
Die Unschuld verlor ich im Paradies.
Ich unterliege den Lebenszwängen,
Die mich wie alle alltäglich bedrängen:
Ich will essen und muß dafür gegenleisten
Im Schweiß - wie es Gottvater verhieß.

Ich bin aber damit nicht einverstanden,
Daß es schwer sein soll. Ich will es leicht.
Darum übe ich mich, die Schwerkraft zu zwingen,
Übers Seil zu laufen und dabei zu singen,
Um endlich auf einer Wolke zu landen.
Bisher hab ich kaum die Balance erreicht.

(Eva Strittmatter)

Montag, 2. August 2010

Der Schmetterling

Wie soll ich nicht tanzen,
Es macht keine Mühe,
Und reizende Farben
Schimmern hier im Grünen.

Immer schöner glänzen
Meine bunten Flügel,
Immer süßer hauchen
Alle kleinen Blüten.

Ich nasche die Blüten,
Ihr könnt sie nicht hüten.

Wie groß ist die Freude,
Sei's spät oder frühe,
Leichtsinnig zu schweben
Über Tal und Hügel.

Wenn der Abend säuselt,
Seht ihr Wolken glühen;
Wenn die Lüfte golden,
Scheint die Wiese grüner.

Ich nasche die Blüten,
Ihr könnt sie nicht hüten.

(Friedrich Schlegel)

Samstag, 31. Juli 2010

Urlaub ist für mich...

... sich etwas Schönes zu gönnen. Wie diesen wundervollen getöpferten Krug mit Fischornamenten aus einer einheimischen Töpferei, in den mein Mann und ich uns sofort verguckt und ihn dann auch mitgenommen haben. Und ich sag' euch, da, wo der herkommt, gibt es noch so viele herrliche Gebrauchstöpferwaren mit diesem schlichten, aber vollkommen ansprechenden Fischen...

Wie ihr seht, habe ich meinen heutigen Spaziergang mit Klein Janosch genutzt, einen wunderbunten Wiesenblumenstrauß nach Hause zu tragen und den Krug damit zu schmücken.

Ich wünsche euch einen sommerfröhlichen Sonntag.

Freitag, 30. Juli 2010

Urlaub ist für mich...

... die Gelegenheit, nach einen doch recht bewölkten Tag, gerade eben einen wunderbaren Sonnenuntergang zu erleben.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Urlaub ist für mich...

... endlich auch die geplante maritime Dekoration umzusetzen. Schon eine ganze Weile habe ich diese Gewächshäuschen und bisher stand es etwas trostlos auf dem Schrank. Aber nach Ankunft von Piet-Fiete aus der Zwergenwelt war die Zeit reif.

Da passte es bestens, dass es bei einem Discounter bei uns im Norden gerade diese - in meinen Augen ansprechenden - Leuchttürme gab.

Und mit ein paar Steinen und Muscheln und Strandgut und einer meerblauen Glaskugel aus dem Gepäck von Piet-Fiete war das Häuschen dann in Null Komma nichts fertig.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Urlaub ist für mich...

... immer noch wunderbar und deshalb muss ich ein Bild nachschieben.

Wer schon mal da war - wie die liebe Cornelia- oder ein Fan - wie die liebe Kathrin - weiß, wo dieses Foto gemacht wurde.

Ja, ich hatte gestern einen allerwunderbarsten Strandtag in Ahrenshoop, ganz allein, denn Sohnemann lehnt es inzwischen ab mitkommen, weil Mama nackt badet und sich sonnt. Aber Leute, ich mag einfach keine weißen Streifen auf der Haut...

Dabei hat er so viel verpasst: eine Ostsee, die sauber und mit 22 Grad herrlich temperiert war. Feinster Sand. Ein paar Schönwetterwolken am Himmel, die zum Träumen eingeluden.

So habe ich nicht nur Sonne getankt, sondern auch mein Kräftebarometer aufgefüllt.

Montag, 26. Juli 2010

Urlaub ist für mich...

... ein Tag, an dem frau die Ostsee auch bei einem Wolken-Sonne-Mix mit Wind und hohen Wellen genießen kann...

den Möwen beim Fliegen

und einem Mutigen beim Windsurfen zusieht...

im feinen Sand liegt

und urige Sandgebilde entdeckt.