Samstag, 11. Juni 2011

Wider der Schafskälte

... war das Motto der von Annette organisierten Wichtelei, bei der es Kleinigkeiten zum Thema Schaf zu verschicken galt.

Zu mir sind diese Nettigkeiten ins Haus geflattert.

Vielen Dank, liebe Katja, ich habe mich sehr über deine Zeilen und die Schäfchen gefreut.

Ich habe Funkelsteinchen bewichtelt, unter anderem mit diesem Gedicht...

Gesetzt den Fall, ihr habt ein Schaf gekränkt

Gesetzt den Fall, ihr habt ein Schaf gekränkt -
("Gesetzt den Fall" heißt "Nehmen wir mal an") -
gesetzt den Fall, es hat den Kopf gesenkt
und ist euch böse - ja, was dann?

Dann solltet ihr dem Schaf was Liebes sagen,
ihr könnt ihm dabei auch den Rücken streicheln,
ihr dürft nicht "Na, warum so sauer?" fragen,
ihr müsst dem Schaf mit Freundlichkeiten schmeicheln.

Sagt mir jetzt nicht: "Ich wohn doch in der Stadt,
wo soll ich da um Himmels Willen Schafe kränken?"
Ich gebe zu, dass das was für sich hat,
doch bitte ich euch trotzdem zu bedenken:

Ein gutes Wort ist nie verschenkt,
nicht nur bei Schafen, sondern überall.
Auch trefft ihr Schafe öfter als man denkt.
Nicht nur auf Wiesen. Und nicht nur im Stall.

(Na wo denn noch?)

Robert Gernhardt


... und mit dieser kleinen himmelblauen Häkelei.

Erholsame Pfingstfeiertage wünsche ich euch.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Verunglückt?

Ihr denkt hoffentlich nicht, dass ich zur Zeit gar nicht häkele.

Zugegeben: ich habe die Nadel etwas ruhen lassen. Aber nun glüht sie wieder mächtig, denn noch sind einige Blumengrannies für die dritte Runde bei den Grannylieseln zu fertigen.

Zunächst wollte ich ja verschiedene Muster und Farben nehmen und habe daher mal dieses aus einem englischen Buch ausprobiert.

Die nächste Testung sollte japanischen Ursprungs sein, ist aber "verunglückt".

Ich habe nämlich quasi gleich mit der zweiten Runde begonnen und das erst bemerkt, als ich ein neues Granny anfangen wollte.

Nun ist dieses Granny - da ich auch herumtüfteln musste, damit die Größe von 13 x 13 cm erreicht wird - "Marke Eigenbau", und das Ergebnis gefällt mir so gut, dass ich dabei bleibe.

Ich variiere jetzt nur die Farben, zunächst erst einmal die vier, mit denen ich begonnen habe.

Schon in der nächsten Woche präsentiere ich euch dann die "Gesamtproduktion".

Mittwoch, 8. Juni 2011

Rote Rosen...

... aus einem Berliner Hinterhof habe ich mit ins Büro gebracht.

Schaut einmal genau hin.

Es sind zwei Paar verschiedener Rottöne.

Dienstag, 7. Juni 2011

In Erinnerung

"Man braucht nur eine Insel

Allein im weiten Meer.

Man braucht nur einen Menschen,

Den aber braucht man sehr."


Mascha Kaléko


7. Juni 1907 bis 21. Januar 1975



Das bißchen Ruhm


Was ähnelt wohl dem bißchen Ruhme

So sehr wie eine Treibhausblume?

Soll dir das arme Pflänzchen sprießen,

Mußt du es täglich brav begießen.

Und Dünger streun. Und Unkraut jäten.

Aufs Wetter sehn. Und leise treten.

Doch pfeifst du drauf, so wirst du nie

Gekrönt von der A-ka-de-mie.


Montag, 6. Juni 2011

Rückkehr aus der Idylle...

... mit Libellen ...

... und Wildentenpärchen...

... Abtauchen, Innehalten und Genießen.

Sonntag, 5. Juni 2011

Über Kopf...

... ist die Aussicht...

... in der Auszeit etwas ganz Besonderes.

Montag, 30. Mai 2011

Blogpause

Ich nehme eine Woche Auszeit.

Lasst es euch gut gehen.

Dienstag, 24. Mai 2011

Pusteblumen II

Vor fast genau einem Jahr blühten hier im Blog
schon einmal Pusteblumen.

Jetzt habe ich ein bisschen mit der Farbe gespielt.

Das Original

Schwarz-Weiß

Sepia

Mich fasziniert immer wieder neu,
welche Wirkung sich damit erzielen lässt.

Freitag, 20. Mai 2011

Frühlingsgrün

Mit diesem "grünen Ausblick" ...

... wünsche ich euch ein erholsames Wochenende.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, daß am Himmel Wolken ziehen

Und daß es regnet, hagelt, friert und schneit.

Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,

Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.

- Daß Amsel flöten und daß Immen summen,

Daß Mücken stechen und daß Brummer brummen.

Daß rote Luftballons ins Blaue steigen.

Daß Spatzen schwatzen. Und daß Fische schweigen.


Ich freu mich, daß der Mond am Himmel steht

Und daß die Sonne täglich neu aufgeht.

Daß Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,

Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,

Wenn auch die Neumalklugen ihn nicht sehn.

Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!

Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.

Ich freue mich vor allem, daß ich bin.


In mir ist alles aufgeräumt und heiter:

Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.

An solchem Tag erklettert man die Leiter,

Die von der Erde in den Himmel führt.

Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,

- Weil er sich selber liebt - den Nächsten lieben.

Ich freue mich, daß ich mich an das Schöne

Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.

Daß alles so erstaunlich bleibt, und neu!

Ich freue mich, daß ich... Daß ich mich freu.


Mascha Kaléko


Nachdem das Gedicht eine Woche spurlos verschwunden war, tauchte es gestern urplötzlich wieder auf. Ich freue mich...