Dienstag, 20. September 2011

Ein Männlein steht im Walde...

... ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

Das Männlein dort auf einem Bein
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur die Hagebutte sein.

Habt ihr euch schon einmal überlegt, dass der Text dieses Liedes von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben ein Rätsel aufgibt. Die Hinweise deuten einerseits auf die Hagebutte, allerdings lässt das Lied auch den Fliegenpilz als Lösung zu. Schließlich wächst die Hagebutte nicht im Wald allein, sondern meistens am Waldesrand, „am Rain“, und ihre Früchte sind zahlreich. Vom Dichter wird in der ersten Strophe ein falschen Weg gewiesen, jedermann denkt zuerst an den Fliegenpilz. Erst als in der zweiten Strophe das „schwarze Käppelein“ bekannt wird, ist klar, dass es sich um die Hagebutte handelt.

***

Die Lösung des gestrigen Rätsels ist nicht ganz so poetisch. Tatsächlich handelt es sich bei dem "Busch" um das Kraut des Gemüsespargels (Asparagus officinales). Das Besondere an diesem Exemplar ist, dass er am Rand eines Weges bzw. Feldes steht. Ich weiß nicht, wie er dahin gekommen ist. Denn wir sind kein Spargelanbaugebiet, auf unseren Feldern wachsen meistens Getreide und Raps. Irgendwann scheint er aus einem Garten in die freie Natur "ausgewandert" zu sein...

Kommentare:

  1. Liebe Anke,
    auch ich denke immer sofort an einen Fliegenpilz.
    Aber nachdem ich jetzt deine passenden Bilder dazu gesehen habe kann auch ich mir hoffentlich merken, dass es doch die Hagebutte ist.

    LG Moni

    AntwortenLöschen
  2. Die Hagebutte ..jaja...ich gestehe, ich denke auch an den Fliegenpilz....
    LG von Luna

    AntwortenLöschen