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Donnerstag, 24. November 2022

Drei Tage in Aufbruchstimmung - Tag 2: Die Geschichte

1967 und damit sechs Jahre nach dem Mauerbau ist der Traum von einer deutschen Einheit geplatzt. Die Fronten des Kalten Krieges zwischen Ost und West sind verhärtet und von Misstrauen und Ängsten vor dem „Klassenfeind“ geprägt.


Doch auch innerhalb der Gesellschaft gärt es. Besonders die Studenten sind unzufrieden mit den alten Strukturen an den Hochschulen. Ihre Forderungen gelten zeitgemäßen Lerninhalten, einer sozialen Chancengleichheit im Bildungswesen, besseren Lernbedingungen und vor allem auch der Entlassung von Lehrkräften mit Nazi-Vergangenheit. Außerdem erheben sie ihre Stimme für das Ende des Vietnamkrieges und den Stopp der atomaren Aufrüstung. Zusätzlichen Zündstoff bieten die von der Großen Koalition erlassenen Notstandsgesetze, weil sie damit einhergehende gravierende Einschränkungen der demokratischen Grundrechte befürchten.

Im Juni 1967 eskalieren die Ereignisse, als die Studenten in Berlin gegen den offiziellen Besuch des persischen Schahs Reza Pahlevi demonstrierten und dabei Benno Ohnesorg getötet wird. Dadurch tritt eine Radikalisierung der Aktionen ein. Mit dem Attentat auf Rudi Dutschke, der Galionsfigur der deutschen Studentenbewegung, entwickelt sich die bis dahin friedlich Protestbewegung zur Studentenrevolte, die fast alle Universitätsstädte erfasst ...


Inmitten dieses Geschehens finden sich die Zwillinge Emma Laakmann und Alice Weiß wieder, die im geteilten Berlin ihre einstige dramatische Trennung überwunden und ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut haben.

Während Emma als Dolmetscherin arbeitet und eine glückliche Ehe mit Julius führt, die allerdings nach einer Fehlgeburt von dem unerfüllten Kinderwunsch überschattet wird, schreibt die Journalistin Alice unter anderem über die sich entwickelnde Studentenbewegung und engagiert sich für verschiedene Fluchtorganisationen. Mit ihrem Mann Max, dem Vater ihrer Tochter Lisa, hat sie ein Arrangement getroffen, das ihnen beiden jede Freiheit einräumt.

Als die aus dem Ostteil der Stadt geflüchtete Sängerin Irma Assmann, die Alice aus ihrer Vergangenheit in einem DDR-Kinderheim keine Unbekannte ist, ermordet wird, geraten die beiden Paare in einen gefährlichen Strudel unterschiedlicher Ereignisse zwischen den Studentenunruhen und Geheimdienstaktivitäten.

Es stellt sich nicht allein die Frage, ob Irma im Westen als Informantin für den KGB gearbeitet hat. Gerät Alice selbst in den Fokus, weil sie wegen einer vermeintlichen Schuld ihre Unterstützung für eine Gruppe, die Flüchtlinge über ein Tunnelsystem in den Westen schleust, intensiviert? Oder sind Julius und Max wegen ihrer vielfältigen Verbindungen zur DDR Zielscheiben der Staatssicherheit und des Bundesnachrichtendienst?

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Erschienen ist der Roman im Diana Verlag.

Sonntag, 23. Oktober 2022

Drei Tage im Aller-Leine-Tal - Tag 2: Die Geschichte

Flora Kamphausen ist zu Besuch auf dem idyllisch am Waldrand gelegenen Gutshof ihrer Eltern, die dort ein Restaurant betreiben. Sie gönnt sich in ihrer Heimat eine Auszeit von ihrer Hannoveraner Studenten-WG.

Die junge Frau führt neben ihrem Studium und ihrer Arbeit als freie Mitarbeiterin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einen Newsblog. Aber die Sache mit der Selbständigkeit im Onlinejournalismus ist komplizierter als sie es vorstellt hat, denn ihr Blog www.aller-lei-online.de, mit dem sie über und für das ländliche Aller-Leine-Tal berichtet, bekommt nicht genügend Zugriffe, was wahrscheinlich daran liegt, dass in der weitläufigen Landschaft zwischen Schwarmstedt, Nienburg, Walsrode und den südlichen Ausläufern der Lüneburger Heide nichts Spektakuläres passiert.

Doch das ändert sich, als jemand telefonisch nach Floras Tante Helene Blume fragt. Diese soll nach ihrer Scheidung im Jahr 2015 ins Ausland verzogen sein, und seitdem existiert es von ihr kein wirkliches Lebenszeichen. Die Anruferin, Katrin Harms, sucht nach ihrer verschwundenen Mutter, Vivian, die 2013 vom Joggen nicht zurückkehrte. Das Interessante: Helene und Vivian waren zu Schulzeiten Freundinnen. Und es stellt sich heraus, dass auch die Dritte im Bunde – Corinna Stadler – seit 2014 vermisst wird.

Ist den Frauen, die einst als Beauty, Smarty und Sporty ein unzertrennliches Trio bildeten, etwas zugestoßen?

Flora begibt sich auf die Suche und beginnt mit Hilfe ihres Großvaters Carsten, eines ehemaligen Kriminalhauptkommissars, der als Pensionär inzwischen seine Kraft in die Ahnenforschung steckt, und ihrer Mutter Anna den Verbleib der Frauen zu ergründen. Was nicht ohne Ergebnis bleibt.

Allerdings verfolgt nicht nur die Ermittlerfamilie die Spuren. Auch der „Aller-Wolf“ hat Witterung aufgenommen und legt sich auf die Lauer ...


Im Roman spielt das Geochaching ein große Rolle. Für alle, die damit noch nicht in Berührung gekommen sind, biete ich hier eine kleine Einführung:

Im Grunde ist Geochaching ein Suchspiel, dessen Ziel es ist, mit Hilfe eines Smartphones oder GPS-Geräts in einem unbekannten Gelände ein Versteck aufzuspüren, quasi einen „Schatz“ zu finden. Der „Cache“ ist in der Regel ein kleiner Behälter mit einem Logbuch und häufig auch mit einem Geschenk. Wer mag, trägt sich in das Buch ein, nimmt das Präsent als Andenken mit und hinterlässt gleichzeitig eine andere Gabe für den nächsten Geochacher.

Auf entsprechenden Portalen werden die in verschiedene Kategorien eingestuften Caches beschrieben. So erfahren Suchende im Vorfeld etwas über die Größe, das Gelände und die Schwierigkeit, ihn zu entdecken. Außerdem gibt es meist hilfreiche Tipps für die Suche.

Traditionelle Geocaches bestehen aus nur einer Station und sind deshalb besonders für Anfänger zu empfehlen. Die nächste Stufe sind "Multis", die an der ersten Station Hinweise auf einen oder mehrere weitere Stationen enthalten. Für die Knobelfreunde werden Rätsel- oder Mystery-Caches angeboten, bei denen ein Rätsel gelöst werden muss, bevor der eigentliche Cache gefunden werden kann. Zu guter Letzt seien auch die beliebten Nachtcaches erwähnt: Mit Taschenlampen mit Reflektoren wird markierten Strecken gefolgt und damit "Lost Places", die für verlassene Gebäude oder Orte stehen ...

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Der Kriminalroman ist im Gmeiner Verlag erschienen.

Mittwoch, 31. August 2022

Blogtour Jana Paradigi - Kitty Carter: Vorstellung der Figuren

 

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England 1862, das Jahr der Weltausstellung in London. Die 49-jährige Kitty Carter hat in ihrem Leben auf Liebe und Familie verzichtet, um als Frau einem Beruf nachgehen zu können. Sie arbeitet als unscheinbare Bürokraft bei der City of London Police. Ihr Talent für treffgenaue Vorahnungen ist das Einzige, was ihr den öden Alltag versüßt - bis sie das erste Mal stirbt und überraschend von Gott persönlich einen Auftrag erhält.

Durch die Chance auf ein zweites Leben beginnt Kitty nachzuholen, was sie im ersten Anlauf verpasst hat. Ihre neu gewonnene Abenteuerlust und ungeahnte Begierden lenken sie bald von der eigentlichen Aufgabe ab: der Jagd nach einem mörderischen Dämon. Während Kitty der immer länger werdenden Spur aus Leichen folgt, geraten die Grundfesten ihres Seins weiter ins Schwanken und sie muss sich fragen: Wie göttlich ist ihre Mission wirklich?

Alle, die Sherlock Holmes, Mystik und Romance gleichermaßen lieben, haben mit Kitty Carter eine faszinierende neue Heldin gefunden. Die Detektivin aus dem Jenseits erforscht bei der Dämonenjagd ihre magisch-mystischen Fähigkeiten ebenso wie ihre lang verdrängten Träume und erotischen Begehren. (Quelle: Verlag)

Seid ihr neugierig geworden. Heute darf ich euch nämlich wesentliche Figuren der Geschichte näher vorstellen.

Wir beginnen – natürlich – mit Kitty Carter, die unzweifelhaft eine faszinierende Persönlichkeit darstellt, neben der all die anderen mit kleinen oder größeren Auftritten bestehen müssen.

Kitty ist eine adrette Neunundvierzigjährige. Zugegeben, sie punktet nicht einem modischen Kleiderstil. Zur hochgeschlossener Spitzenbluse und gemustertem Kleid trägt sie einen bezaubernden Hut auf frisch gefärbtem Haar. Das Leben hat in ihrem Gesicht bereits einige Kerben hinterlassen, aber mit ihren vollen Lippen, etwas glänzendem Rouge ist sie eine gepflegte, wenn auch unauffällige Schönheit. Bereits in der ihrer Kindheit zeigte sich ein ausgefallenes Talent oder vielmehr eine außergewöhnliche Fähigkeit: Beim bloßen Berühren von Gegenständen oder Personen entstehen Bilder in Kittys Kopf, die ihr Dinge offenbaren, die die Arbeit auf der Polizeistation enorm unterstützen, Verbrechen aufzuklären. Mit hoher Quote wohlgemerkt. Kitty geht einem Beruf nach, nicht gerade von der dominierenden Männerwelt mit Euphorie bedacht, eher geduldet. Ja, Kitty hat sich ein bisschen Freiheit und Selbstbestimmung erkämpft, sich indes dann damit begnügt. Die eintönige Alltagsroutine hat sie völlig im Griff, auf der Strecke geblieben sind ihre Träume für ein erfüllteres Leben. Bis Kitty eine tödliche Begegnung mit einem metallenen Ungetüm hat und als sich plötzlich als Dämon mit göttlichem Auftrag wiederfindet …

Tessi – Kittys engste und älteste Vertraute – ist eine handfeste gestandene Frau und mit dem eifrigen, jedoch bisher wenig erfolgreichen Erfinder William verheiratet. Einst ging sie in ihrer Mutterrolle auf, inzwischen sind ihre Kinder erwachsen und aus dem Haus. So vertreibt sie sich die Zeit zumeist mit oberflächlichem Klatsch und abergläubischen Geschichten. Kitty mag sie trotzdem, denn im Grunde ist sie eine treue Seele, die mit dem Leben, das die Gesellschaft für sie standesgemäß vorgesehen hat, zufrieden ist. Und obwohl Tessi versteht, warum sich Kitty so vehement gegen das Eheleben stemmt, wird sie nicht müde, ihr stets ins Gewissen zu reden, sich einen Mann zu angeln. Trotz ihrer „fortgeschrittenen“ Alters.

Übrigens ist die Tatsache, dass Kitty keinerlei Ambitionen offenbarte, einen sie versorgenden Ehemann zu akzeptieren, ein Umstand, der ihren Vater – Barnabas Carter – schier zur Verzweiflung getrieben hat oder weiterhin treibt. Seine Bemühungen, sie Männern vorzustellen, die seiner Meinung nach genug Geld für ein passables Leben bieten, stellte er erst ein, als Kitty längst die Vierzig überschritten hatte. Außerdem zeichnet sich der alte Carter generell nicht durch Liebenswürdigkeit aus, und einen Anflug von Gefühlen verscheucht er wie eine lästige Fliege. Er behandelt seine Tochter ständig wie ein Kind statt wie eine gleichberechtigte Erwachsene. Sie kann es ihm nie recht machen.

(Am Rande sei angemerkt, dass sich Kitty eigentlich selbst als das schwarze Schaf der Familie sieht, das ertragen und von der Gesellschaft abschottet werden muss, um die „Schande“ so gering wie möglich zu halten. Wobei Kitty auch zugeben muss, dass sie bei aller Entscheidungsfreiheit, die sie sich für ihr eigenes Leben erkämpft hat, dies nur so gestalten kann, weil sie privilegiert ist. Weil ihr Vater ihr den Weg dafür bereitet hat und immer noch für sie zahlt.)

Kitt mag ihren Chef, Inspector Patt Wallet, diesen kräftigen Kerl von ernsthafter Natur, der ein grobschlächtig, aber über ein gutes Herz verfügt. Vielleicht hätte aus ihnen ein Paar werden können, wenn Kitty forscher und nicht zu feige gewesen wäre, den ersten Schritt zu wagen. Ob sich ihre wenig sittsamen Träume doch noch erfüllen?

Ganz in Weiß hat Amari seinen Auftritt. Er ist der Sendbote Gottes und geleitet Kitty vor seinen Thron, also genauer vor ein Wesen namens Ruff. Richtig gelesen – so nennt sich der Wächter über die Seelen der Verstorbenen, die sich auf der anderen Seite des Diesseits im Jenseits versammeln, um ein neues Dasein zu beginnen. Ruff bietet Kitty an, dass ihre Seele für einen Auftrag zurückkehren darf, allerdings nur in der Form eines Dämons.

Hier kommen Eliza und Rose ins Spiel und sollen deshalb nicht unerwähnt bleiben. Die beiden weiblichen Dämonen begegnen Kitty auf unterschiedliche Weise. Während die eine von zierlicher Gestalt ist und langes blondes Haar besitzt, ist die andere im Gegensatz dazu schwarzhaarig und erweist sich als rau und frivol. Die eine umgibt ein schwacher glühender oder funkelnder Schimmer, die andere macht in einem weißen, golddurchwirkten Kleid mit passender Jacke, teichgrünen Augen und grellroten Lippen Eindruck auf unsere "frische" Dämonin und reizt sie mit ihrer provozierenden Art.

Bald weiß dass Kitty nicht mehr, ob es auch aus diesen Gründen in der Tat so eine ausgezeichnete Idee war, den Auftrag anzunehmen ...


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Erschienen ist der Roman Novelarc Verlag. Die Blogtour wurde organisiert von Literaturtest. Weitere lesenswerte Artikel und ein Gewinnspiel findet ihr auf den folgenden Blogs:

Montag, 6. April 2020

PIPER WUNDERVOLL

"Geschichten kennen kein Format, aber es gibt Geschichten, die ihre Wirkung am besten digital entfalten können.." schreibt der Piper Verlag und veröffentlicht unter bisher vier digitalen Labels Lektüre für unterschiedliche Stimmungen der Leserschaft: PIPER GEFÜHLSVOLL, PIPER SCHICKSALSVOLL, PIPER SPANNUNGSVOLL und PIPER HUMORVOLL.

Hinzu kommt nun PIPER WUNDERVOLL.


PIPER WUNDERVOLL richtet sich an all jene, die sich für Fantasy begeistern können und auch von Romantik verzaubern lassen möchten. Daher präsentiert PIPER WUNDERVOLL fantastische und romantische Geschichten und öffnet ein breites Themenspektrum von aufregenden Zeitreisen, mitreißenden Zukunftsgeschichten und wundervoller Urban-Fantasy.

Die ersten Titel sind heute sowohl als E-Book als auch als Taschenbuch erschienen, weitere werden monatlich folgen...


Es wird sich zeigen, ob PIPER WUNDERVOLL für Lesefreunde Titel bietet, die sich ein wenig Magie in ihrem Alltag erhoffen. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg und stelle euch morgen "Die Aschebringerin" von P. J. Ried vor...


Freitag, 31. Januar 2020

IMPRESS Challenge 2020 - Januar

In diesem Jahr starte ich erneut den Versuch, an einigen Lesechallenges teilzunehmen. Zu diesem gehört die


Ziel ist es, nicht nur Bücher nach entsprechenden Jahresaufgaben zu lesen und zu rezensieren, sondern auch weitere Monatsaufgaben zu erfüllen. Ich bin motiviert, was die Lektüre betrifft, denn einige Impress-Titel befinden sich in meinem SUB, auf die ich nach und nach zurückgreifen werden. Ich bin selbst neugierig, wie viele Bücher ich schaffen werde.


Impress ist ein digitales Imprint für Fantasy-Lektüre, das der Carlsen Verlag 2013 eingeführt hat. Im Oktober 2016 kam als weiteres Label Dark Diamonds hinzu, das sich vor allem an an Leserinnen zwischen 18 und 25 Jahren richtete und das beliebte Genre New Adult Fantasy bediente.

Im Dezember letzten Jahres erfolgte der Zusammenschluss beider Labels, und zukünftig werden alle romantischen und fantastischen E-Books für junge Erwachsene (oder jung gebliebene) in den Genres Romantasy, Coming-of-Age oder New Adult Romance bei Impress veröffentlicht. 


Es wurde also auch Zeit für ein neues Logo. Mir gefällt, dass die Punkte beibehalten wurden, die aber einen unterschiedlichen Farbverlauf zeigen, der auch wie früher von Buch zu Buch variiert. Dass nun Großbuchstaben verwandt werden, finde ich persönlich sehr gut, weil ich für mich einprägsamer ist.

Freitag, 28. Februar 2014

RESADA-Freutag

Freitag ist für mich ein Freutag. Einerseits weil ich nach Hause zur Familie fahre, anderseits sehe ich dann die Zuckerschnute. Und weil hier ein paar Fragen zu meiner "Beziehung" zu Resada aufkamen, erzähle ich euch ein bisschen mehr darüber.

Oooh, Madame ist noch nicht geputzt, also nicht so genau gucken!

Resada gehört mir nicht im eigentlichen (rechtlichen) Sinne. Doch sie ist "mein" Pferd, weil ich mich in der Regel mit ihr beschäftige. Seit gut fünf Jahren sind wir ein Team und arbeiten intensiv miteinander. Jeden Freitag. Selbst die Reiterhofchefin Ines (und damit Eigentümerin), die sich hervorragend mit Pferden auskennt, hätte nicht gedacht, dass sich eine solch vertrauensvolle Beziehung zwischen uns aufbaut, bei einmal Sehen in der Woche. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich kein eigenes Pferd besitze. Ich halte es für wichtig, sich um ein Tier mehrmals in der Woche zu kümmern, kann dies aber wegen meiner Auswärtstätigkeit nicht.

Bleib doch mal stehen, Süße, ich will ein Foto machen!

Resada ist eine Mecklenburgische Warmblutstute mit Trakehnerblut und hat durchaus ihren eigenen Kopf. Eine "Frau" halt. Sie ist temperamentvoll, was sich vor allem beim Galopp zeigt. Rangeleien in der Herde geht sie stets aus dem Weg. Rufe ich sie, kommt sie, auch in Erwartung einer Leckerei. Doch nicht nur deswegen. Wenn jemand anders sie putzt und sie mich nicht sieht, aber hört, reagiert sie und sucht nach mir. Arbeiten wir zusammen, weicht sie nicht von meiner Seite. Manchmal soll sie jedoch genau das. Stehenbleiben und erst auf Zuruf zu mir kommen, ist deshalb bei uns ein Problem. Das üben wir immer wieder fleißig. Denn beispielsweise bei einem Ausritt in der Natur ist es einfach erforderlich, dass im Falle eines ja durchaus möglichen, wenn auch nicht wünschenswerten Unfalls das Pferd stehen bleibt und wartet. In der Beziehung Wallache echt sturer. Die stehen brav.

In Ordnung, erst das Leckerli...

Davon einmal abgesehen, habe ich wirklich viel Freude an jeder Arbeit mit ihr, ob Boden- und Freiarbeit oder beim Reiten. Wenn ich mal strenger sein muss, denn ich bin ihre Herdenführerin und gebe den Ton und das Tempo an, oder sie oder ich einen Fehler machen, nehmen wir es einander nicht übel. Positive Ergebnisse beflügeln uns beide.

... dann das Foto!

Ich bin sehr verbunden mit der alten Dame (26 ist ja wahrlich ein stolzes Alter) und hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleibt. Das Zusammensein mit ihr macht einfach glücklich. Resada hat - denke ich - von Anfang an gespürt, dass ich sie in mein Herz geschlossen habe. Und erwidert diese Zuneigung mit viel Vertrauen.

Wir sind halt FAMILIE.


Bis nachher, Zuckerschnute!