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Eine Botschaft aus dem Jenseits? Svenja Paulus zweifelt an ihrem Verstand, als ihr ehemaliger Freund sich bei ihr meldet. Als Polizistin weiß sie, was sie mit ihren eigenen Augen sah: der Mann ist seit Jahren tot! Er verlor sein Leben in einem Inferno, dem Svenja selbst nur knapp entkam. Deshalb beginnt sie das zu tun, wovor der Tote sie eindringlich warnt: sie forscht nach.
Je tiefer sie jedoch in die Vergangenheit eintaucht, desto mehr zerbricht Svenjas Wirklichkeit. Menschen schneiden sie, Erinnerungen verschwimmen und unerklärliches Unheil geschieht. Treibt jemand ein grausames Spiel mit ihr, oder hat sie die Wahrheit über ihre Vergangenheit schlicht verdrängt? War sie bei dem Brand mehr als eine Zeugin?
Arne M. Boehler hat einen psychologischen Thriller über Manipulation und Schuld, Wahrheit und Selbsttäuschung, Trauma und Erinnerung geschrieben. Ich erzähle euch heute im Rahmen der Blogtour ein paar wissenswerte Fakten über das literarische Genre THRILLER.
Das Wort “Thriller” stammt vom englischen Begriff thrill ab, was übersetzt so viel wie Schauer, Nervenkitzel oder Erregung bedeutet. Und genau darum geht es, denn diese Gattung lebt von einer permanenten Achterbahnfahrt der Gefühle, wobei die Spannung hier fast nie pausiert – oder dies zumindest nicht sollte.
Ein Thriller, der seinen Namen verdient, ist ein konstantes, psychologisches Spiel zwischen extremem Druck und kurzer Erleichterung, das sich durch die gesamte Handlung zieht. Um diesen Zustand zu erreichen, schöpfen Autoren aus dem Vollen und nutzen weite Spannungsbögen, fiese Cliffhanger und falsche Fährten (sogenannte Red Herrings), die uns bewusst in die Irre führen.
Obwohl sich Thriller, Mystery und klassische Krimis oft überschneiden, wird der ausschlaggebende Unterschied durch die Dynamik bestimmt.
Im typischen Kriminalroman steht die logische Ermittlung im Vordergrund. Höhepunkt ist die Aufklärung des Falls. Ein Thriller hingegen zielt direkt auf das Überleben ab. Die Helden müssen sich permanent gegen massive psychische oder physische Gewalt ihres Gegenspielers wehren. Das Finale ist kein klassisches Verhör, sondern in der Regel der meist haarscharf erreichte, finale Sieg über den Schurken, um sich selbst oder gar die ganze Welt zu retten.
Während Standard-Thriller stark auf Action und äußere Handlung setzen, dringt der Psychothriller tief in den Verstand der Figuren ein. Dabei steht nicht die Verfolgungsjagd im Fokus, sondern ein emotionaler, vielfach toxischer Konflikt zwischen den Charakteren oder der Kampf einer Figur mit den eigenen inneren Dämonen und Traumata.
Um diesen psychologischen Schrecken spürbar zu machen, nutzen Autoren bestimmte Techniken wie den Bewusstseinsstrom, bei dem wir ungefiltert die häufig wirren Gedanken einer Figur miterleben. Wiederholt kommen auch unzuverlässige Erzähler oder eine tiefgehende Aufarbeitung der Vorgeschichte zum Einsatz. Anders als beim klassischen Suspense, bei dem das Publikum einen Wissensvorsprung vor den Figuren hat, wissen wir im Psychothriller genauso wenig wie die Protagonisten. Dadurch entsteht eine extrem starke Identifikation, und wir tappen gemeinsam mit ihnen im Dunkeln.
Ganz andere Saiten zieht der Politthriller auf. Er bricht aus dem persönlichen Überlebenskampf aus und hebt die Bedrohung auf die staatliche Ebene. So bestimmen Spionage, Terroranschläge und kriminelle Verschwörungen in den oberen Machtetagen das Geschehen. Autoren jagen ihre Figuren durch ein Netz aus Korruption und Staatsaffären, das sich in realen oder fiktiven Ländern entfaltet. Die Storys gewinnen ihre erschütternde Intensität dadurch, dass sie fiktive Szenarien mit echten historischen Ereignissen verweben, wodurch die Grenze zwischen Fiktion und Realität gefährlich verschwimmt.
Technothriller bewegen sich oft im Grenzbereich zur Science-Fiction. Kennzeichnend sind die tragende Rolle technischer Innovationen sowie ein von Fachjargon geprägter Stil. Die Abgrenzung zur Science-Fiction erfolgt dadurch, dass die Handlung in der Gegenwart spielt und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Technologie ausgeblendet werden. Steht bei einer solchen technologischen Bedrohung direkt das globale Schicksal auf dem Spiel, wird auch von einem epischen Thriller gesprochen.
Ökothriller etablierten sich in den 1980er Jahren. Im Zentrum der Handlung steht hierbei der dramatische Konflikt zwischen ökologischen Interessen und ökonomischen Profitgelüsten.
Ein weiterer Bereich sind Erotikthriller, die die klassische Hochspannung mit expliziten erotischen Elementen und psychologischen Machtspielen verknüpfen. Kippt die Bedrohung hingegen ins Übernatürliche oder Monströse, ist die Rede von Horrorthrillern, die den Nervenkitzel des Genres mit purem Grauen und Schockmomenten anreichern.
