
Montag, 3. August 2026
Drei Tage im Havelland - Tag 3: Der alte Hof im Havelland. Ein Zuhause für die Liebe

Donnerstag, 30. Juli 2026
Drei Tage im Havelland - Tag 2: Interview mit der Autorin
Du bist im Havelland Zuhause. Was macht für dich die Faszination dieses Landstrichs aus? Und gibt es etwas, das dich bei deinem Recherchen trotz all deines Wissens überrascht hat?
Liebe Anke, zunächst freue ich mich sehr über dein Interesse an meiner schönen Heimat.
Was mich am Havelland fasziniert, ist die Schönheit, der Wasserreichtum mit seinen vielen Seen und die Havel selbst natürlich. Es gibt so viele Plätze, an denen man sich ausruhen und entschleunigen kann, wo die Zeit von einem abfällt, die geheimnisvoll wirken, weil sie so still und so magisch daliegen. Wie von selbst werden mir da Geschichten zugeflüstert, die ich dann zu Romanen plotte.
Das ist das Wunderbare, dass ich bei der Recherche immer wieder überrascht werde. Besonders wenn es um Heimatgeschichte geht, um Ereignisse, wie die Landung eines Zeppelins im Jahre 1914 in Rathenow. Mir haben es auch Gebäude angetan, die so viel über sich preisgeben könnten. Spontan fällt mir da das Apollo Theater in Rathenow ein, das leider im zweiten Weltkrieg vernichtet wurde. Das ist so tragisch, denn alte Fotos belegen, wie großartig der Theatersaal aussah. Es war das größte Haus im Brandenburger Land und dort fanden etliche Uraufführungen statt. Kino, Theaterstücke, Opern und Operetten – es muss herrlich gewesen sein.
Welchen Part (es können auch mehrere sein) beim Schreiben deiner Geschichten magst du und welchen gar nicht?
Ich liebe es Figuren und Schauplätze zu erschaffen. Außerdem schreibe ich leidenschaftlich gerne Dialoge - am liebsten solche, wo Stimmungen umschlagen und Emotionen spürbar werden.
Was ich nicht mag: Exposés zu schreiben. Zwar fällt es mir heute ungleich leichter, aber es ist immer noch Schwerstarbeit. Am allerschlimmsten finde ich jedoch, einen Pitch zu verfassen. Meine Geschichte in maximal drei Sätzen auf den Punkt zu bringen, als Verkaufsargument, ist immer wieder furchtbar. Wenn es nach mir ginge, sollten das getrost die Agenturen übernehmen, die ja die eigentlichen Verkäufer der Ideen an die Verlage sind.
Wie gehst du beim Schreiben vor? Hast du ein klares Konzept für die Handlung und Personenführung? Wenn ja, gelingt es dir, dieses einzuhalten, oder gibt es während des Schreibens des Öfteren Abweichungen?
Ja, ich schaffe die Figuren, mit ihren Lebensläufen und Stammbäumen und den oder die Schauplätze und arbeite dann den Plot nach dem Modell der Heldenreise aus. Die meisten Details davon bringe ich tatsächlich auch im Manuskript unter. Aus dem Handlungsverlauf ergeben sich aber immer auch überraschende Szenen, die so nicht bedacht oder geplant worden waren. Aber diese kleinen Abweichungen mag ich sehr, sie machen die Handlung oft runder, authentischer. Für mich soll ein Roman so wirken, als wäre er in der Realität
passiert.
Die Gestaltung und Entwicklung der Figuren ist ja ein wesentlicher Bestandteil eines Romans. Ist es für dich wichtig, dass deine Leser mit den Protagonisten mitfühlen können und/oder Entscheidungen von ihnen mittragen? Gibt es in "Der alte Hof im Havelland. Ein Zuhause für die Liebe" Personen, die du sehr gemocht oder bei deren Ausarbeitung du dir die "Haare gerauft" hast, weil sie schwierig waren oder gar ein Eigenleben entwickelten?
Es hat meiner Meinung nach sogar oberste Priorität, dass Leserinnen und Leser alle Emotionen meiner Figuren fühlen, sich in sie hineinversetzen oder deren Entscheidungen mittragen können. Meine Figuren sollten echt wirken. Nur so wollen die Leser doch Seite für Seite weiterblättern und mitfiebern.
Oh ja, meine Lieblingsfigur ist hier eindeutig Jakob. Dicht gefolgt von Tina – natürlich. Wer mich aber zum Haare raufen gebracht hat, ist eine Nebenfigur, die ich eigentlich gar nicht geplant hatte. Cosima. Im Verlauf des Schreibens ist sie mir aber so sehr ans Herz gewachsen, dass sie eine eigene Geschichte bekam. Das ist auch so eine Kuriosität, du planst einen Roman und wie von Geisterhand entsteht daraus eine Buch Reihe.
Bist du sehr kritisch mit deinen eigenen Werken?
Ja, bin ich. Besonders hinsichtlich Authentizität, Glaubwürdigkeit und vor allem will ich keine langweiligen Geschichten schreiben. Ich werde zum Glück nicht von Selbstzweifeln zerfressen, denn ich erzähle die Geschichten so, wie ich sie selbst gern lesen möchte. Ich liebe meine Romane. Das halte ich auch für wichtig. Ich muss an sie glauben, wie will ich sonst eine Agentur oder einen Verlag überzeugen.
Zu guter Letzt würde ich gern noch Folgendes wissen: Jeder kennt sie, die Tage, an denen nichts läuft. Gerade in dieser angespannten Zeit ... Wie motivierst du dich, wenn dich die Schreibunlust überfällt?
Nun, da gibt es genug andere Arbeiten zu erledigen; recherchieren, eine neue Idee plotten oder einfach mal die Seele baumeln lassen und NICHTS tun. Alles sacken lassen, spazieren gehen in der Natur, schwimmen, Fahrrad fahren, mit Freundinnen quatschen – das Leben genießen mit dem Wissen: Alles kommt zur rechten Zeit zu dir.
Liebe Britta, danke nochmals für diese wunderbare Interview.
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Wie schafft man sich ein Zuhause – und eine Familie?
Schon lange träumt Tina von einem Mehrgenerationenhof auf dem Land. Wie schön es wäre, den Lärm der Stadt hinter sich zu lassen und sich als Alleinerziehende von drei Kindern nicht ständig Sorgen machen zu müssen! Bei einem Ausflug nach Bützer, einem hübschen kleinen Ort an der Havel, entdeckt sie einen alten Bauernhof, der zum Verkauf angeboten wird. Doch allein kann sie den Preis nicht stemmen – Mitbewohner müssen her, die genauso viel Lust auf Landleben haben wie sie. Auch ihre Kinder sind noch lange nicht überzeugt. Und dann ist da noch der Vorbesitzer Jakob, der nicht wegziehen möchte und Tina mit seinem finsteren Blick und seiner Art wahnsinnig macht … Kann sie trotz aller Hindernisse ihr Glück finden? (Quelle: Verlag)
Erschienen ist der Roman bei dotbooks.
Dienstag, 28. Juli 2026
Drei Tage im Havelland - Tag 1: Der Ort des Geschehens




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Wie schafft man sich ein Zuhause – und eine Familie?
Schon lange träumt Tina von einem Mehrgenerationenhof auf dem Land. Wie schön es wäre, den Lärm der Stadt hinter sich zu lassen und sich als Alleinerziehende von drei Kindern nicht ständig Sorgen machen zu müssen! Bei einem Ausflug nach Bützer, einem hübschen kleinen Ort an der Havel, entdeckt sie einen alten Bauernhof, der zum Verkauf angeboten wird. Doch allein kann sie den Preis nicht stemmen – Mitbewohner müssen her, die genauso viel Lust auf Landleben haben wie sie. Auch ihre Kinder sind noch lange nicht überzeugt. Und dann ist da noch der Vorbesitzer Jakob, der nicht wegziehen möchte und Tina mit seinem finsteren Blick und seiner Art wahnsinnig macht … Kann sie trotz aller Hindernisse ihr Glück finden? (Quelle: Verlag)
Erschienen ist der Roman bei dotbooks.
Samstag, 25. Juli 2026
Blogtour - Aus der Asche: Thriller
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Eine Botschaft aus dem Jenseits? Svenja Paulus zweifelt an ihrem Verstand, als ihr ehemaliger Freund sich bei ihr meldet. Als Polizistin weiß sie, was sie mit ihren eigenen Augen sah: der Mann ist seit Jahren tot! Er verlor sein Leben in einem Inferno, dem Svenja selbst nur knapp entkam. Deshalb beginnt sie das zu tun, wovor der Tote sie eindringlich warnt: sie forscht nach.
Dienstag, 12. Mai 2026
Selfpublishing Buchpreis 2025/26 - Die Siegertitel
Dieser Bildband zieht dich mit atemberaubenden Fotos, packenden Geschichten und einem Blick hinter die Kulissen der Whisky-Herstellung in seinen Bann.
Marc A. Hoffmann, begeistert von Schottland und seinen herzlichen Menschen, nimmt dich mit auf eine unvergessliche Entdeckungsreise. Hier wird das Kultgetränk Whisky seit Generationen gefeiert, und die Geschichten der Brennereien sowie die Gastfreundschaft der Bewohner lassen jeden Besuch zu einem besonderen Erlebnis werden ...
Freitag, 10. April 2026
DELIA Literaturpreis 2026 - Die Siegertitel

„Es gibt Liebesromane. Und dann gibt es diese eine Geschichte, die dich mit der ersten Zeile packt, dir das Herz öffnet und es dir auf den letzten Seiten völlig neu zusammensetzt. Dieser Roman ist kein leises Flüstern. Er ist ein Puls. Ein Beben. Eine Erinnerung daran, dass Liebe nicht nett ist, sondern notwendig. Dass sie weh tut, rettet, zerstört und heilt. Jede Szene trägt dieses Knistern in sich, dieses ‚Jetzt passiert etwas, das alles verändert‘. Dieser meisterhaft komponierte, eindrucksvolle Liebesroman berührt nicht nur durch die fein ausgearbeitete, sprachliche Finesse, sondern auch durch seine besondere Emotionalität und eine fast schmerzhafte Nähe zu den Figuren. Man liest nicht, man erlebt mit. Und wenn man das Buch schließt, hat man nicht einfach eine Geschichte gelesen. Man hat eine große Liebe erlebt.“

Aufwühlend, romantisch und intensiv, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren: Ein Kleinod und Meisterwerk zugleich.“
Dienstag, 7. April 2026
Je tiefer der Wald

Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer Spirale zwischen hoffnungsvoller Verzweiflung und Schuld.
Sie reagieren unterschiedlich auf den Verlust, die Ungewissheit und den seelischen Schmerz. Hieran scheitert ihre Beziehung. Denn während Sebastian die Suche nicht aufgibt, spürt Julia Erleichterung von dem Druck, der als Mutter auf ihr lastete.
Unverhofft taucht jedoch ein unbekanntes Mädchen auf und sagt nur ein Wort: Leni.
Ist sie Julias und Sebastians kleine Tochter? Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Aber Leni zeigt sich unzugänglich und ängstlich.
Deshalb widmet sich Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, dem Kind. Er versucht behutsam und immer im Interesse des Mädchens, Licht ins Dunkel der Identität und Ereignisse zu bringen.
Für Julia und Sebastian werden hingegen alte Dämonen wachgerüttelt, der damalige Albtraum scheint wieder gegenwärtig zu sein. Wäre da nicht einerseits ihre Hoffnung, dass Leni ihre vermisste Tochter ist, auch wenn dieser die klar wahrnehmbaren gravierenden Veränderungen und Geheimnisse, die das Mädchen umgeben, gegenüberstehen …
In “Je tiefer der Wald” geht Daniel Kohlhaas vordergründig einem rätselhaften und ungeklärten Vermisstenfall auf den Grund und verwendet hierbei einen intensiven und empathischen Schreibstil, der den Handlungsverlauf dank kurzer Kapitellänge dynamisch vorantreibt, einen durchgängig kontinuierlichen Spannungsbogen beibehält, eine in Teilen bedrückende Stimmung vermittelt und uns als Leser unweigerlich in das Geschehen hineinzieht.
Doch die im elegischen Grundton erzählte Geschichte bietet noch einiges mehr. Sie fokussiert weniger das Verbrechen an sich, sondern befasst sich akribisch mit der psychologischen Seite der Vorfälle inmitten von Halbwahrheiten, Lügen und Geheimnissen, insbesondere den Empfindungen eines Elternpaares, die sich auf verschiedene Weise äußern.
Außerdem sind wir Zeugen von behutsamen Gesprächen des Psychologen mit einem traumatisierten Kind, in denen der Schmerz fast greifbar wird und die diesem emotional zusetzen. Auch aus diesem Grund legt er alles daran, das Schicksal von Leni zu ergründen und dem schweigsamen Mädchen dauerhaft helfen zu können.
Dabei wagt sich Daniel Kohlhaas auch an ein sozial eher tabuisiertes Thema: das Bedauern der Mutterschaft (“Regretting Motherhood”), einem anhaltenden Zustand, in dem eine Frau bereut, Mutter geworden zu sein, und zudem die Rolle als Mutter negativ erlebt.
Das lässt Julia zu einer Figur werden, bei der Annäherung schwierig ist, die allerdings im Verlauf der Handlung immer deutlicher Verständnis hervorruft.
Möglich wird dies durch die vom Autor gewählte Struktur aus zwei Erzählperspektiven. Neben den Szenen, die wir mit Vinzenz Reker bei den behutsamen Begegnungen mit Leni begleiten, sind wir an Julias Seite und werden in ihre Gedankengänge eingebunden.
Julia und Sebastian sind zwei vom Autor geschaffene Charaktere, die durch die zurückliegenden Ereignisse unter seelischer Erschütterung leiden, verunsichert und überfordert sind, die Erfahrungen der Vergangenheit zu bewältigen.
Erleichternd für die Schwere des Romans ist es, dass es seinem Verfasser in einigen Momenten gelingt, die düstere Grundstimmung etwas aufzuhellen, wozu die Dialoge mit Abir, der Taxifahrerin von Dr. Reker, beitragen.
Mit “Je tiefer der Wald” hat Daniel Kohlhaas einen außergewöhnlichen und ambitionierten Thriller geschrieben, der den Leser auf Grund eines klugen Plots, des psychologisch fesselnden Geschehens sowie den komplex ausgearbeiteten Figuren in den Bann zieht und auch nach der Lektüre beschäftigt.
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Mittwoch, 25. Februar 2026
Preis der Leipziger Buchmesse - Die Nominierten














