Dienstag, 17. April 2018

Aurikelchen auf dem Vormarsch

Primeln gehören ja zu meinen Lieblingsblumen, und viele der Aurikelchen stammen aus dem Garten meines Vaters und sind äußerst robust. Wie ihr seht, geben sie derzeit ihr Bestes...










P. S. Bitte das alte Laub nicht beachten ;-).

Freitag, 13. April 2018

Neues vom Pferdehof - Land unter

Der Schnee ist nun auch im Norden Geschichte.


Jetzt heißt es Land unter.


Wir lieben ja Wasser, aber das ist dann doch zu reichlich.


Drückt mal feste die Damen, dass es bald abtrocknet,
damit Resada und ihre Freunde wieder auf die Weide können.

Mittwoch, 11. April 2018

Echo der Toten

So klirrend frostig wie der Januar des Jahres 1947 sind auch die Herzen der Menschen, sowohl der Sieger als auch der Besiegten. Die Demokratie wollen die Briten den Deutschen beibringen, die allerdings haben damit zu tun, nicht an Hunger zu sterben. Der Schwarzhandel blüht, und wer illegal ein Schwein schlachtet, läuft Gefahr, dafür bestraft zu werden.

In dieser Zeit wird Jupp Küppers, ein Alteisen- und zugleich Schwarzmarkthändler, ermordet. Peter Assmuß, der mit seiner Mutter aus Ostpreußen geflüchtet ist, hat die Tat mit angesehen. Seitdem spricht der Sechsjährige nicht mehr. Der mit der Aufklärung des Verbrechens beauftragte Richard Davies von der Military Police ist auf Hilfe angewiesen. So wird Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln, die mit Kindern umzugehen versteht, hinzugezogen. Tatsächlich gelingt es der jungen Frau, eine Verbindung zu Peter aufzubauen. Wie der Junge stammt Friederike aus Ostpreußen, und auch sie verfolgen die Erinnerungen an die vergangenen Jahre, vor allem die abscheulichen Erlebnisse während ihrer Flucht.

Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass Richard Davies ebenfalls eine Last trägt und es ihm nicht leicht fällt, mit Menschen zusammenarbeiten, die Schuld auf sich geladen haben.

Jupp Küppers bleibt nicht der einzige Tote. Die Situation spitzt sich zu, und auch Friederike und Richard, die sich langsam annähern, geraten in Gefahr.


Beate Sauer, die bislang historische Romane geschrieben hat, führt mit „Echo der Toten“ in die nähere Vergangenheit, in das Nachkriegsdeutschland des Jahres 1947. Sie porträtiert ein Volk, das sich seine Wunden „leckt“ und dem die Verarbeitung der eigenen Schuld schwerfällt. Denn während der Wiederaufbau der zerstörten Städte überall voranschreitet und damit die Trümmer im Land langsam beseitigt werden, weicht das Gift, das die Nationalsozialisten in den Köpfen der Menschen verbreitet haben, nicht so leicht. Es gibt diejenigen, die der verachtenswerten Diktatur nachtrauern und immer noch der mörderischen Ideologie anhängen und menschliche Werte negieren. Die meisten jedoch wollen einfach nur vergessen und alles hinter sich lassen. Aber das Echo der Toten ist noch lange nicht verstummt.

Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, anschaulich, glaubwürdig und unsentimental erzählt. Beate Sauer redet nichts schön, nennt die Dinge beim Namen und beeindruckt mit ehrlichen klaren Aussagen. Sie weiß gleichzeitig zu erschüttern und zu berühren. Der Kriminalfall ist zurückhaltend in die Handlung integriert, wird allerdings mit angemessenem Maß an Spannung vorangetrieben.

Besonders überzeugt die Autorin indes mit der Schilderung des Alltags und der Situation der Menschen – Flüchtlinge, Vertriebene, Fremdarbeiter, Überlebende – vereint als Opfer, Täter und Zeugen eines alles veränderndes Krieges und voller Schuld, Scham, Wut, Schmerz, Angst.

Bei der Gestaltung ihrer Figuren hat die Autorin viel Feingefühl bewiesen. So wird es im Verlauf des Geschehens deutlich, warum Friederike viel Verständnis für Peter aufbringt. Schließlich kann sie sich gut vorstellen, was er während der Flucht gesehen haben muss, welche Dämonen ihn bedrängen. Sie verspürt oft genug genauso den Wunsch, sich an einem sicheren Ort zu verkriechen und alles Böse auszublenden, fühlt sich ohnmächtig und dem Leben ausgeliefert.

Friederike sorgt für sich und ihre Mutter, beide haben nicht nur ihre Familie und Heimat verloren. Nur deshalb ist sie zur Weiblichen Polizei gegangen. Wirklich glücklich ist sie mit dieser Berufswahl anfangs nicht und führt ihren Dienst widerstrebend aus. Zudem fügt sie sich schwer in die Hierarchie ein, ignoriert Vorschriften und handelt mehr als einmal eigenmächtig, wodurch sie in Konflikt mit ihrer Vorgesetzten Gesine Langen gerät. Nur der Fürsprache von Richard ist es zu verdanken, dass sie nicht entlassen wird, denn er bemerkt, dass Friederike über Eigenschaften wie eine beispielsweise eine gute Intuition verfügt, die sie zu einer fähigen Polizistin werden lassen.

Richard Davies zeigt sich als zwiespältiger Charakter. Von Anfang ist ersichtlich, dass ihn ein Geheimnis umgibt. Seine Distanziertheit und Abneigung werden schnell augenscheinlich. Er reagiert einerseits hart, fast brutal und zornig, andererseits  müde und abgestumpft, dann wieder freundlich, verständnisvoll, aufmerksam und aufrichtig. Erst mit Fortschreiten des Geschehens offenbaren sich sein leidvolles Schicksal und die Hintergründe seines Handelns.

Auch Friederike und Richard hören das Echo ihrer Toten und setzen sich mit der Vergangenheit auseinander. Am Ende der Geschichte sind sie einander zugewandter und haben die Not des jeweils anderen kennengelernt. Und sie haben Hoffnung für eine versöhnliche Zukunft geschöpft.

Mittwoch, 4. April 2018

Nachlese: Osterbrot mit Quark


Bei dem ganzen Schneealarm habe ich vergessen, euch mein Osterbrot zu zeigen.





Die Flechtung ist ein wenig "aufgegangen"...



... aber ansonsten war es fluffig und geschmacklich prima.


Dienstag, 3. April 2018

Alle Vögel sind schon da...

Die Vögel lassen sich von dem Wetter nicht beirren. Sie wissen, wo sie im schwanenweißen Garten Futter finden.




Und wenn der Grünfink sich gestärkt hat, fliegt er oben auf die Birke...


... und singt.


Schließlich ist Frühling, und er sucht eine Holde zwecks Familiengründung.


Da stört so ein bisschen Schnee überhaupt nicht.


Der kleine Kerl bzw. es vermutlich eine Vogeldame, die sich hier so groß macht...


... dürfte ein Girlitz sein.


Sieht sie nicht hübsch aus? Sie gehört ebenfalls zu den Finken.


Der Gesang der Männchen ist allerdings sehr laut und ein wenig quietschig.


Dritter im Bunde unserer heutigen Finkenfamilie ist dieser Geselle.




Ein Erlenzeisig.



Mit einem Gesang hat er sich zurückgehalten, aber auch er ist hübsch anzusehen.


Sonntag, 1. April 2018

Weiße Ostern

Wir hatten in den vergangenen Jahren schon Schnee zu Ostern.
Ein paar Flocken.
Und als es gestern begann, sah es noch ganz entspannt aus.




Heute ist alles mit einer dickweißen Schicht überzogen.





Und man glaubt es kaum:


Der Schnee ist so nassschwer, dass er die Sträucher niederdrückt.






Selbst meine Weide hat sich dem Schnee "gebeugt".





Schön sieht es ja aus.
Aber das war hoffentlich die letzte weiße Überraschung in diesem Jahr.


FRÖHLICHE OSTERN!