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Montag, 21. September 2026

Blogger für HOMER 2026 - Der Fall des Eisernen Königs


Wir schreiben das Jahr 1275. Vor zwei Jahren ist Rudolf von Habsburg zum König gewählt worden. Mit ihrer Entscheidung haben die Kurfürsten den böhmischen König Ottokar II. Přemysl übergangen, um einen zu dominanten Herrscher zu verhindern. Der angeblich schwache und lenkbare “arme Graf” entpuppt sich indes als Mann mit außerordentlich diplomatischem Geschick und einem unbändigen Willen, seiner eigenen Familie den Weg zur dauerhaften Herrschaft zu ebnen. 

Er verlangt von Přemysl Ottokar die Freigabe des Herzogtums Österreich. Jedoch ist dieser nicht bereit, seine Pfründe ohne Widerstand aufzugeben.


Zwischen beiden entbrennt ein erbitterter Kampf um die Macht, der viele Menschen unterschiedlicher Herkunft in schwere und langwierige Auseinandersetzungen und damit zwischen die Fronten zieht. Hiervon sind auch die Menschen in Steyr und im Ennstal betroffen.


In den dortigen Wäldern sind Claus, einst Knecht auf dem Hof des brutalen Rudwin in Raming, und weitere Vogelfreie gerade dabei, sich mit dem Bau eines Gehöfts eine Lebensgrundlage zu schaffen.


Ännlin, die Geliebte von Claus, unterstützt das Vorhaben, hat aber mittlerweile auf der Burg Losenstein neben ihrem Auskommen auch ein Zuhause gefunden. Daraus ergeben sich Schwierigkeiten für die Liebe der beiden. Ännlin gerät nicht nur ins Blickfeld des Irenfried von Styra, in dessen Herrschaftsbereich Claus gelebt hat, sondern weckt darüber hinaus auch die Aufmerksamkeit von Dietmar von Losenstein. Das bringt sie und die Gemeinschaft im Wald in Gefahr.


Die Adligen stehen ebenfalls vor der großen Herausforderung, sich für eine Seite zu entscheiden. Dietmar von Losenstein und seine Freunde unterstützen Rudolf von Habsburg. Ihr Gegenspieler Irenfried von Styra ist - schon allein aus familiären Gründen - Přemysl Ottokar ergeben.



Die Shortlist des HOMER-Literaturpreises steht für hervorragende historische Romane. Mit “Der Fall des Eisernen Königs”, dem finalen dritten Band der Österreich-Saga, beweist Ana Pawlik eindrucksvoll, warum das Werk zu den Nominierten gehört.


Obwohl jedes einzelne Buch der Trilogie unabhängig voneinander gelesen werden kann, weil wesentliche Eckpunkte der Geschichte immer wieder aufgegriffen werden, empfehle ich interessierten Lesenden, die Reihe mit dem ersten Band zu starten, um sich das Vergnügen nicht zu versagen.


Schon auf den ersten Seiten entfaltet der Roman dank des Könnens der Autorin hinsichtlich Verarbeitung des historischen Stoffes ihrer Wahlheimat Österreich eine narrative Wucht, die uns unmittelbar in das späte 13. Jahrhundert hineinsaugt. 


Ana Pawlik verknüpft mehrere wechselnde Handlungsstränge, wobei zwei im Mittelpunkt stehen. Auf der einen Seite befinden sich mit Ännlin und Claus Menschen aus dem einfachen Volk, deren Wege das Schicksal auseinander geführt hat. Während Ännlin als Zofe von Euphemia von Losenstein auf der Burg lebt, hat sich Claus gezwungenermaßen für das Dasein als Vogelfreier entschieden.


Ihnen stellt die Autorin die Adligen und Mächtigen gegenüber, die sich in verschiedenen Lagern befinden. Irenfried, der mit einer Tochter von Přemysl Ottokar verheiratet ist, unterstützt selbstverständlich seinen Schwiegervater, auch in der Hoffnung, dass er bei einem Sieg des Herzogs von Österreich an dem verhassten Dietmar von Losenstein seine Rachegelüste befriedigen und dessen Burg übernehmen kann.


Ana Pawlik bringt uns nicht nur die mit Intensität recherchierten historischen Hintergründe näher, sondern schildert die Veränderungen der Gegebenheiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit erheblichem Spannungspotential und ohne jedwede Idealisierung. Sie stellt sich und uns die Frage, wie das Geschehen die Gesellschaftsschichten berührt, wie der Kampf in einer sich stetig ändernden Welt aussieht.


Diese einzelnen Sichtweisen ermöglichen einen weitreichenden und ausführlichen Einblick in eine unbekannte Epoche mit komplexen politischen Verhältnissen und Allianzen. Neben den historisch belegbaren Ereignissen, zu denen eine anspruchsvolle und realistische Beschreibung der Schlacht auf dem Marchfeld gehört, füllt sie die Handlung mit fiktiven Entwicklungen, so dass sich ein detailliertes Bild von hoher Aussagekraft ergibt.


Ihre sprachliche Gestaltung und Ausdrucksweise ist dabei anschaulich, mitreißend und von großer Empathie und Dynamik. Auch das Zeitkolorit punktet mit solcher Lebendigkeit und Energie, dass der Leser fast den herannahenden Sturm über dem Herzogtum Österreich zu spüren glaubt.


Zwar stolpert der historisch versierte Leser direkt zu Beginn über einen winzigen architektonischen Anachronismus – eine “Balustrade” ist als Begriff und Bauelement eigentlich erst der italienischen Renaissance vorbehalten. Doch genau solche winzigen Details schmälern die atmosphärische Dichte nicht im Geringsten. Das Erzähltempo und die visuelle Kraft des Stils sind so grandios, dass man gern darüber hinwegsieht. Hier zeigt sich die eigentliche Brillanz des Romans.


Hinzu kommt die meisterhafte und akribische Figurenzeichnung unterschiedlicher Klassen, Geschlechteridentitäten, Beziehungsformen und Gefühlswelten gerade im Kontext des 13. Jahrhunderts. Auch in “Der Fall des Eisernen Königs” sind überzeugende Charaktere in Aktion, die nicht fehlerfrei und schöngefärbt agieren. Vielmehr begeistern sie mit Authentizität sowie wahrhaftigen und nachvollziehbaren Reaktionen, einerlei, ob sie eher dem “guten” oder “bösen” Lager zugeordnet werden.


Ein umfassendes Nachwort dient dazu, geschichtliche Realität und kreative Freiheit voneinander abzugrenzen. Des Weiteren bietet das Personenregister eine vollständige Übersicht.


“Der Fall des Eisernen Königs” fesselt von der ersten Szene an und hält das Niveau bis zum Schluss. Ana Pawlik ist mit diesem historischen Roman eine würdige Kandidatin für den GOLDENEN HOMER, weil sie zeigt, wie Geschichte zu einer packenden Literatur wird.


Montag, 3. August 2026

Drei Tage im Havelland - Tag 3: Der alte Hof im Havelland. Ein Zuhause für die Liebe


Tina will sich endlich ihren Traum von einem Mehrgenerationenhof auf dem Land erfüllen und den Lärm der Stadt hinter sich lassen. Als sie in Bützer, einem gemütlichen Dorf im Havelland, einen alten Bauernhof entdeckt, scheint ihr Ziel in greifbare Nähe gerückt. Doch wer gibt einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern Kredit? Die Banken schon einmal nicht. Tina ist nicht auf den Kopf gefallen. Es müssen Mitbewohner her, die genauso begeistert von einer Gemeinschaft und Landleben sind wie sie. Die rührige Pflegekraft findet wirklich die ersten Interessenten. Doch da ist noch der misslaunige Eigentümer Jakob, der auf dem Hof eine Wohnung hat und diese auch nicht aufgeben will. Hinzu kommt, dass Tinas Teenager-Kinder Feli und Tom überhaupt nicht begeistert von den Aussichten sind, in der vermeintlichen Einöde zukünftig auf die Annehmlichkeiten der Stadt und ihre Freunde verzichten zu müssen.

Es bleiben Tina also genug Stolpersteine auf dem Weg zum neuen Zuhause und ins Glück …


Und genau diese Stolpersteine machen den Roman zu einem echten Lesevergnügen. Britta Orlowski versteht es hervorragend, die Hürden des Landlebens darzustellen und ihrer Heimat einen hohen Stellenwert einzuräumen.

DER ALTE HOF IM HAVELLAND ist - wie der Name verrät - im Brandenburgischen Landstrich angesiedelt, und das Mehrgenerationenhaus, das im Mittelpunkt von inzwischen vier Geschichten steht, befindet sich in Bützer, einer kleinen Oase der Ruhe direkt an der Havel. Das alte slawische Fischer- und Bauerndorf fängt das Lebensgefühl der Region ein und bietet damit die perfekte malerische Kulisse für EIN ZUHAUSE FÜR DIE LIEBE.

Ob es den alten Hof auf dem sehr schönen Cover tatsächlich gibt, ist im Grunde nicht wichtig. Denn der Autorin gelingt es, ein beachtenswertes Bild von den Örtlichkeiten zu zeichnen, das sehr einladend auf die Leserschaft wirkt. Dazu tragen auch eine schwungvolle Erzählweise mit Krimi-Elementen und ein angenehmer, heiterer Schreibstil bei. Dies alles wird durch einige Überraschungen und Wendungen gestärkt. Bei der Schilderung legt Britta Orlowski Augenmerk auf das Leben auf einem Mehrgenerationenhof mit all seinen Facetten in unterschiedlichen Situationen und verdeutlicht auf charmante Art, dass nicht nur Freundschaft und Zusammenhalt die Grundlage zum Glück sein können, sondern natürlich auch die Liebe.

Auf dem Havellandhof treffen Persönlichkeiten gemischten Alters und Geschlechts aufeinander, werden ernste Themen angesprochen, die Sorge um das Geld fokussiert, das Augenmerk auf eigensinnige Kinder und einen griesgrämigen Nachbarn gelegt, ohne dass es zu einer Überladung kommt. Bei allem begegnet einem Tina, die trotz der Widrigkeiten optimistisch bleibt, weiter kämpft und sich ihren Traum nicht vermiesen lässt.

Ihre überwiegend sympathischen Protagonisten agieren mit Herz und Gefühl und sorgen für jede Menge emotionaler Erlebnisse. Auch wenn manche Lösung am Ende etwas zu glatt oder vorhersehbar wirkt, tut das dem Lesespaß keinen Abbruch.

EIN ZUHAUSE FÜR DIE LIEBE ist ein warmherziges Gute-Laune-Buch, das auch bei ein paar Wolken am Himmel für ausreichend Sonnenschein sorgt.

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Erschienen ist der Roman bei dotbooks. Ich danke für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Dienstag, 7. April 2026

Je tiefer der Wald

Vor zehn Jahren beginnt ein Albtraum für die Eltern der dreijährigen Leni, als das Mädchen während eines Ausflugs im oberbergischen Wald verschwindet. Seitdem befinden sich Julia und Sebastian in einer Spirale zwischen hoffnungsvoller Verzweiflung und Schuld.

Sie reagieren unterschiedlich auf den Verlust, die Ungewissheit und den seelischen Schmerz. Hieran scheitert ihre Beziehung. Denn während Sebastian die Suche nicht aufgibt, spürt Julia Erleichterung von dem Druck, der als Mutter auf ihr lastete.


Unverhofft taucht jedoch ein unbekanntes Mädchen auf und sagt nur ein Wort: Leni.


Ist sie Julias und Sebastians kleine Tochter? Die Ähnlichkeit ist verblüffend. Aber Leni zeigt sich unzugänglich und ängstlich.


Deshalb widmet sich Dr. Vinzenz Reker, ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe, dem Kind. Er versucht behutsam und immer im Interesse des Mädchens, Licht ins Dunkel der Identität und Ereignisse zu bringen.


Für Julia und Sebastian werden hingegen alte Dämonen wachgerüttelt, der damalige Albtraum scheint wieder gegenwärtig zu sein. Wäre da nicht einerseits ihre Hoffnung, dass Leni ihre vermisste Tochter ist, auch wenn dieser die klar wahrnehmbaren gravierenden Veränderungen und Geheimnisse, die das Mädchen umgeben, gegenüberstehen …



In “Je tiefer der Wald” geht Daniel Kohlhaas vordergründig einem rätselhaften und ungeklärten Vermisstenfall auf den Grund und verwendet hierbei einen intensiven und empathischen Schreibstil, der den Handlungsverlauf dank kurzer Kapitellänge dynamisch vorantreibt, einen durchgängig kontinuierlichen Spannungsbogen beibehält, eine in Teilen bedrückende Stimmung vermittelt und uns als Leser unweigerlich in das Geschehen hineinzieht.


Doch die im elegischen Grundton erzählte Geschichte bietet noch einiges mehr. Sie fokussiert weniger das Verbrechen an sich, sondern befasst sich akribisch mit der psychologischen Seite der Vorfälle inmitten von Halbwahrheiten, Lügen und Geheimnissen, insbesondere den Empfindungen eines Elternpaares, die sich auf verschiedene Weise äußern.


Außerdem sind wir Zeugen von behutsamen Gesprächen des Psychologen mit einem traumatisierten Kind, in denen der Schmerz fast greifbar wird und die diesem emotional zusetzen. Auch aus diesem Grund legt er alles daran, das Schicksal von Leni zu ergründen und dem schweigsamen Mädchen dauerhaft helfen zu können.

Dabei wagt sich Daniel Kohlhaas auch an ein sozial eher tabuisiertes Thema: das Bedauern der Mutterschaft (“Regretting Motherhood”), einem anhaltenden Zustand, in dem eine Frau bereut, Mutter geworden zu sein, und zudem die Rolle als Mutter negativ erlebt.


Das lässt Julia zu einer Figur werden, bei der Annäherung schwierig ist, die allerdings im Verlauf der Handlung immer deutlicher Verständnis hervorruft.


Möglich wird dies durch die vom Autor gewählte Struktur aus zwei Erzählperspektiven. Neben den Szenen, die wir mit Vinzenz Reker bei den behutsamen Begegnungen mit Leni begleiten, sind wir an Julias Seite und werden in ihre Gedankengänge eingebunden.


Julia und Sebastian sind zwei vom Autor geschaffene Charaktere, die durch die zurückliegenden Ereignisse unter seelischer Erschütterung leiden, verunsichert und überfordert sind, die Erfahrungen der Vergangenheit zu bewältigen.


Erleichternd für die Schwere des Romans ist es, dass es seinem Verfasser in einigen Momenten gelingt, die düstere Grundstimmung etwas aufzuhellen, wozu die Dialoge mit Abir,  der Taxifahrerin von Dr. Reker, beitragen.


Mit “Je tiefer der Wald” hat Daniel Kohlhaas einen außergewöhnlichen und ambitionierten Thriller geschrieben, der den Leser auf Grund eines klugen Plots, des psychologisch fesselnden Geschehens sowie den komplex ausgearbeiteten Figuren in den Bann zieht und auch nach der Lektüre beschäftigt.


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Der Roman ist bei Niemeyer Buchverlage erschienen, ich danke dotbooks für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.


Donnerstag, 29. Januar 2026

Mord im Wattenmeer

Femke Janssen wäre gern wie ihr Ex-Freund Lasse, der im gehobenen Polizeivollzugsdienst als Kommissar arbeitet, Polizistin geworden. Doch eine nicht bestandene Prüfung verhinderte die Ausbildung, und deshalb studiert die 28-Jährige inzwischen - wenn auch mit wenig Begeisterung - Pädagogik und Englisch im zehnten Semester. Vielmehr möchte sie eine eigene Detektei eröffnen.

Femke ist in Dangast an der Nordsee aufgewachsen, liebt die Gegend und will nirgendwo anders leben. Schließlich kann sie in ein paar Minuten am Meer sein. Darum nimmt sie die Fahrten zu ihrem Studienort Oldenburg in Kauf und putzt nebenher zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes Ferienhäuser.

Als die junge Frau während jener Tätigkeit im Ferienhaus “Wattenmeer” eine Frauenleiche findet, ist nicht nur ihre Neugier geweckt. Femke sieht ihre Chance, mit der Unterstützung ihrer Nachbarin und Vermieterin Grete Flottbeek durch eigene Ermittlungen den Ursachen des Todesfalls auf die Spur zu kommen, obwohl Lasse ihr klarzumachen versucht, dass dies Aufgabe der Vareler Kriminalpolizei ist …


Daniela Gesing lädt uns mit “Mord im Wattenmeer” ins beschauliche Nordseebad Dangast ein und präsentiert den Entwurf eines Kriminalfall, der im Ansatz durchaus solide erdacht ist, im Verlauf des Geschehens einige Spannungsmomente bereithält und mit ein paar Überraschungen und Richtungsänderungen aufwartet, allerdings auch mit unglaublichen Zufällen.

Bei der Schilderung der örtlichen Gegebenheiten beschränkt sich die Autorin größtenteils auf die bekannten Sehenswürdigkeiten, so dass es schwierig ist, der eigentlich vorhandenen Atmosphäre des Küstenortes nachzuspüren. Hier hätte ich mir weniger steife Bilder fernab der Urlaubsprospekte mit Touristenattraktionen gewünscht.

“Der erste Fall für Reinigungskraft Femke Janssen” hat mich hinsichtlich der Protagonisten enttäuscht. Zwar punkten diese zunächst und überwiegend mit sympathischen Wesenszügen. Sie sind hingegen nicht konstant entwickelt.

Im Mittelpunkt steht Femke. Auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind für sie bereits ein paar Träume geplatzt. Sie wird als hübsch, ein bisschen chaotisch, lebensfroh und klug beschrieben. Daneben ist sie bodenständig, mag englische Krimis und möchte ihre Ambitionen, eine eigene Detektei zu eröffnen oder ein Buch zu schreiben, verwirklichen. Hierfür würde sie ohne zu zögern ein zukünftiges Dasein als Lehrerin in einer festen Beamtenstellung opfern.

Ob ihre in Teilen überschäumende Impulsivität sowie ihr im Grunde gutgläubiges und naives Wesen die besten Voraussetzungen sind, ihr Ziel zu erreichen, mag dahingestellt bleiben. Zudem stößt ihre Erwartungshaltung gegenüber ihrem Ex-Freund Lasse, in jeder Hinsicht unterstützt und wertgeschätzt zu werden, bei mir auf Irritation.

Nach meinem Empfinden mangelt es Lasse nämlich nicht an Wertschätzung. Er sorgt sich um ihr Wohlergehen, was die 28-Jährige mit Bevormundung verwechselt, und es ist logisch, dass er sich offiziell nicht mit einer Einmischung durch Femke einverstanden erklären kann, im Gegenzug jedoch akzeptiert, dass ihre Beobachtungen die Ermittlung weiterführen und vorantreiben.

An Femkes Seite agiert ihre Vermieterin Grete, deren verstorbener Ehemann einst Leiter der Spurensicherung war und einen Juwelenraub nicht restlos aufklären konnte. Ihr wird von der Autorin der Part einer “Miss Marple" zugedacht. Leider erfüllt sie das Bild der Agatha-Christie-Persönlichkeit nicht. Mir fehlen hier die Kompetenz, die Vorausschau, ja ein adäquates Denken und Handeln. Grete wirkt eher zögerlich und ängstlich und zögerlich. Ihre Versuche, Ordnung in das Leben ihrer Mieterin zu bringen, mögen amüsant gedacht sein, sind indes im Angesicht der Kuppelversuche unpassend.

Auch wenn der kauzige Fiete Pannkok Fiktion ist und für unfreiwillige Komik sorgt, gelingt mir nicht die Vorstellung, dass solcherart bequeme Kripobeamten existieren. Es sei denn, er ist als Karikatur für diejenigen gedacht, die mit Mitte vierzig versuchen, nach einer Scheidung “eine ruhige Kugel zu schieben”, aber an Erfolgen partizipieren wollen. Ihm gegenüber befindet sich sein Partner Lasse: jung, ehrgeizig, vermeintlich überkorrekt. Was für ein Klischee. 

Im Ergebnis ist “Mord im Wattenmeer” eine Geschichte, mit der Daniela Gesing meine Vorstellungen bezüglich einer unterhaltsamen und fesselnden Lektüre nur in geringem Maße erfüllt hat.

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Der Roman ist im Maximum Verlag erschienen, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Schneeflöckchen Weißpfötchen

Weihnachten ist gut einen Monat vorbei, aber sicher erinnern wir uns noch daran, dass die Zeit vor den Feiertagen für alle, die ihren Familien und Freunden Gutes tun wollen, besonders stressig sein können. Auch bei Santa Claus geht es stets turbulent zu, schließlich hat er jedes Jahr zahlreiche Wünsche zu erfüllen. Allerdings gibt es auch in der Weihnachtsmannzentrale ab und an Probleme, zum Beispiel sobald ein überdimensionaler Wunsch einen Absturz der Software verursacht und den Posteingang verstopft. Dann passiert es, dass ein Wunsch aus dem vergangenen Jahr auftaucht und unbedingt abgearbeitet werden muss.

Wichtig ist es vor allem, wenn es um die Liebe geht. Santas Frau findet zwar, dass die Wünsche nach Liebe immer am schwierigsten und gefährlichsten sind, doch davon zeigt sich der Weihnachtsmann in keiner Weise irritiert.

Der Herzenswunsch, von dem hier die Rede ist, stammt von Xander. Der Fotograf und Reiseblogger liebt Ellie. Soweit so gut. Ellie ist Xanders beste Freundin, und genauso sieht Ellie das auch. Zum Vier-Freunde-Kleeblatt gehören noch Jelena und ihr Bruder Arian, mit ihnen baut Ellie eine Beauty-Oase bestehend aus Friseursalon, Kosmetik- und Nagelstudio auf.

Von Xanders Rückkehr und seiner Ankündigung, nunmehr im Heimatort sesshaft werden zu wollen, um eine Galerie und ein Fotostudio einzurichten, sind die Freunde begeistert. Hingegen hofft Xander auch darauf, dass Ellie endlich seine Gefühle erwidert, sollte er dauerhaft in ihrer Nähe sein.

Dass Ellie im Baumarkt den sympathischen Anwalt Patrice kennenlernt, stellt sich als großes Hindernis heraus.

Jedoch wäre Santa Claus nicht er selbst, hätte er nicht ein paar Tricks auf Lager. Also sorgt er dafür, dass sich die Wege von Ellie und Xander mit denen der weißen Schäferhündin Amara kreuzen. Das Tier ist offensichtlich ausgesetzt worden und lebt seitdem auf der Straße, ständig auf der Suche nach einer Mahlzeit und einem trockenen Schlafplatz. 

Von einem wesentlichen Problem hat der Weihnachtsmann aber keine Ahnung: Ellie wurde als Kind durch den Biss eines Hundes schwer verletzt und hat neben Narben von diesem Ereignis enorme Angst zurückbehalten. Kann sie ihre Furcht überwinden? Und wird Xanders Wunsch erfüllt?


Petra Schier schreibt regelmäßig einen Weihnachtsroman, in dem nicht allein ein Menschenpaar das (Liebes)Glück findet, sondern auch ein Hund. “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist Band zehn der Santa-Claus-Reihe und wie seine Vorgänger als Adventskalender aufgebaut. Vierundzwanzig Türchen, sprich Kapitel nebst Bonus, können wir “öffnen” und lesen.

Um es gleich vorweg zu nehmen, “Schneeflöckchen Weißpfötchen” ist in Gänze eine Wohlfühlgeschichte, die nichts vermissen lässt und ein Wiedersehen mit bekannten Figuren der bisherigen Romane bereithält. Zwar gibt es den ein oder anderen Konflikt, daneben spricht die Autorin ebenso das Thema von Ängsten nach durchaus traumatischen Erlebnissen an. Indes sind dies nur kleine Stolpersteine, die eine unbeschwerte Lektüre für den leichten Herzensmoment, den wir alle gelegentlich benötigen, nicht mindern.


Im Vordergrund geht es um Freundschaft und das Erreichen von Zielen in einer Gemeinschaft, Vertrauen und Verantwortung, Hoffnung und Willen zur Bewältigung von Ängsten und selbstverständlich um Liebe und Zuwendung.

Petra Schier ist sowohl erfahren im Schreiben von Liebesromanen mittels anschaulicher Bilder, amüsanter Szenen und gekonnt dosierter Erotik, als auch bei der nachvollziehbaren und sensiblen Schilderung von Emotionen und Eindrücken, wozu auch das Einbinden von Magie gehört. Nicht nur Weihnachtsmann & Co. unterhalten uns mit ihren Auftritten, wir dürfen auch teilhaben an der Gedankenwelt von Amara, einer an Körper und Seele beeinträchtigten Schäferhündin, die erst den Glauben an die Menschen wiederfinden und heilen muss.

Die Charaktere mit alltäglichen Freuden und Problemen sind aus dem Leben gegriffen, sie besitzen Stärken und Schwächen und wirken natürlich in ihrem Umfeld.

Familienmitglieder gehen aufmerksam und ungezwungen miteinander um, können sich auf die Unterstützung verlassen. Freundschaften und Traditionen werden gepflegt, zu denen auch der Weihnachtsmarktbesuch und das Keksebacken gehören, der passende stimmungsvolle Rahmen für einen solchen Roman.

Und darum ist "Schneeflöckchen Weißpfötchen" eine romantische Liebesgeschichte mit Weihnachtszauber, Puderzucker, Herzklopfen und glücklichen menschlichen und tierischen Protagonisten.

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Der Roman ist bei HarperCollins erschienen, ich danke für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Blogger für HOMER 2025 - TANKRED. Adler und Dolch


Im Herbst 884 wäre Tankred mehr als froh, wenn er mit seiner Familie auf seinem Anwesen bei Maastricht mehr gemeinsame Zeit verbringen könnte. Nach zahlreichen Auseinandersetzungen ist er nämlich nicht nur rehabilitiert, sondern hat auch sein Erbe zurückerhalten. Halbbruder Gerold sowie dessen Mutter Uta vergällen ihm nicht mehr das Leben, derweil sie ihres verloren haben.

Doch das Schicksal will es anders. Erneut sind es die Dänen, mit denen sich Tankred beschäftigen muss.

Dabei hatte vor zwei Jahren der Kaiser einen kostspieligen Frieden mit den ihnen geschlossen und die dänischen Anführer Siegfried und Gottfried mit Geld überschüttet. Letzterer wurde von der Krone zudem großzügig mit friesischem Land und Ehefrau aus königlichem Geblüt bedacht. Die Hoffnung, ihn auf diese Weise an die Leine legen zu können, erwies sich schnell als Illusion.

Anstatt seine Leute von Einfällen und Plünderungen abzuhalten, verhält sich Gottfried äußerst großzügig und duldet es wohlwollend, dass weitere dänische Banden sich nicht nur die Bäuche vollschlagen und in friesischen Häfen mit Waffen und Vorräten eindecken. Nein, er sieht auch darüber hinweg, dass sie brandschatzend zwischen Maas und Rhein ins Binnenland einfallen, während Siegfrieds Leute sich zwischen Schelde, Somme und Seine herumtollen, die Menschen massakrieren und sich die Uneinigkeit bezüglich der Herrschaft im westfränkischen Reich zunutze machen.

Als das Anwesen von Tankred überfallen wird, zeigt sich, dass jemand ein ganz persönliches Hühnchen mit ihm zu rupfen hat. Wer ist bloß dieser Ragnar, dessen Rachegelüste die Zwillinge ebenfalls in Gefahr bringen?
 
Auf der Suche nach dem ominösen Dänen kommt Tankred einer Verschwörung gegen den Kaiser auf die Spur. Ein weiteres Mal ist es an ihm, für den Herrscher in die Bresche zu springen und ihn zu schützen. Nebenbei muss er auch sein eigenes Leben retten ...


Nach den Ereignissen in den ersten drei Bänden der TANKRED-Reihe, "Weihrauch und Schwert", "Hammer und Kreuz" und "Krone und Kelch" gestattet Michael Römling seinem Helden lediglich eine kurze Atempause und stürzt ihn in "Adler und Dolch" erneut mitten hinein in ein Geschehen aus Kämpfen, Intrigen und Verrat, List und Tücke, in dem er nicht nur den Kopf für andere hinhält, sondern auch persönlich involviert ist, hat es doch jemand auf ihn und seine Familie abgesehen ...
 
Wer bisher noch keinen TANKRED-Band gelesen hat, ist gut beraten, dies nachzuholen. Obwohl jeder Roman dank einiger erklärender Rückblicke für sich allein gelesen werden kann, verpasst die Leserschar neben dem Spaß bei der Lektüre auch die Entwicklung des ehemaligen Mönches und Bibliothekars zum angesehenen Kämpfer.

Dabei gelingt es Michael Römling einmal mehr, die historischen Gegebenheiten präzise zu beleuchten und die politischen Verhältnisse und Machenschaften im frühen Mittelalter in ein für die Leser erhellendes Licht zu rücken.

Eine frische und mit fröhlichen Szenen und amüsanten Akzenten gespickte Schilderung trägt ebenso zur Unterhaltung bei wie die aktionsreiche, in verschiedenen Einzelheiten ausgestattete Darstellung der Erlebnisse und Abenteuer von Tankred, seinen Freunden und Gefährten.

Hervorzuheben sind auf jeden Fall zahlreiche Gimmicks, Anachronismen und Anspielungen, die der Geschichte in "Adler und Dolch" den aus den bisherigen TANKRED-Bänden bekannten modernen Hauch geben und die Historie entstauben. Ich mag den klassischen historischen Roman, schätze es nichtsdestoweniger, mit welcher Begeisterung Michael Römling schreibt, Absurditäten einfügt und dabei das Genre nicht zu bierernst nimmt. 

"Gib uns als deine Gefangenen aus", schlug Gauzbert vor.
"Die machen keine Gefangenen", sagte Harald. "Die würden mich fragen, warum ich euch nicht umgebracht habe, und dann müsste ich euch vor ihrer Nase erschlagen, um meine Haut zu retten, wollt ihr das?"
Nein, das wollten wir natürlich nicht. (Seite 17)

Möglicherweise ist es für einige ab und an verwirrend, sich im Dickicht der Personen zu orientieren und die oft namensähnlichen und zahlreichen historischen und fiktiven Figuren, die im Übrigen eine überzeugend ehrliche Beschreibung erfahren, durchzusortieren und einem Lager zuzuordnen.

Langeweile entsteht bei Michael Römling jedenfalls nicht, wenngleich die raumgreifenden Beratungen zu Strategien und Vorgehensweisen im Verlauf des Geschehens in etwas reduzierter Form der Handlung gut getan hätten. Es wird vielfach den Frauen nachgesagt, zu schwatzhaft zu sein. Wenn Männer allerdings unter sich sind und es um Kampf und Taktik geht, vergessen sie alles um sich herum, werden ausschweifend und verlieren sich in Diskussionen.

Die Wahl des Autors, seinen Protagonisten selbst erzählen zu lassen, erweist sich wieder als gelungenes Stilmittel, was eine mittelbare Nähe zu Tankred, seinen Gedanken und Gefühlen erlaubt.

Der ehemalige Mönch und Bibliothekar sehnt sich nach Ruhe. Er ist älter und reifer geworden, dazu Vater und Grundherr und trägt nicht mehr nur Verantwortung für sich alleine. Außerdem ist er zielstrebig, klug, mutig, wachsam und offenherzig. Manchmal sind seine Neugier und der Trotz, sich von widrigen Umständen nicht abhalten zu lassen, stärker als jede Vorsicht. Wie schon bei früheren Gelegenheiten, spürt Tankred die eine unbändige Versuchung, den Dänen auf der Nase herumzutanzen. Und findet sich so herein in seine Rolle als Spion, der auf zwei Hochzeiten tanzt.
 
Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass es auch tiefsinnige Momente gibt, wenn Tankred bestimmte Dinge hinterfragt, was für die enorme Authentizität spricht, die mich für ihn einnimmt.

An seiner Seite stehen Gauzbert und Lupus, Freunde, die im Grunde längst zur Familie gehören und ohne deren gelegentliche Unverfrorenheit im Umgang, indes ebenso dauerhaft beständige Loyalität die Handlung nicht funktionieren würde. 

Die Klappeninnenseite des Buches zeigt eine Gebietsübersichtszeichnung, Landstrich-veranschaulichkeitsdarstellung oder Geländeverdeutlichungsskizze mit den Reisewegen von Tankred. Die Namen konnten sich aber nicht durchsetzen. Noch heute verwenden wir deshalb den von Tankred erfundenen Begriff Landkarte. Oder gibt es da etwa Widerspruch?
 

Sonntag, 22. Juni 2025

Venezianisches Geheimnis

 

 

Venedig im Februar. Klirrende Kälte hält die Bewohner der Lagunenstadt in ihren Häusern. Nur wer es unbedingt muss, traut sich dick angezogen aus dem Haus. 

 

Dies ist jedoch nicht das einzige Problem. Die Gassen von Venedig sind nicht mehr sicher. Mehrere Überfälle haben sich zugetragen, bei denen vorzugsweise ältere Menschen ausgeraubt werden. 

 

Deshalb warnen die Stadtoberen, sich in den Abend- und Nachtstunden allein nach Draußen zu begeben. Allerdings lässt sich das oftmals nicht vermeiden. Und so wird auch die Nachbarin von Commissario Luca Brassoni, Signora Vasconi, niedergerannt. Sie kommt allerdings mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davon. Hingegen hat eine gute Freundin von ihr, Signora Donata, eine wohlhabende, immer perfekt gekleidete Dame, die in einem der schönsten Palazzi der Stadt wohnt und stets großzügig für notleidende Tiere und Menschen spendet, nicht so viel Glück, für sie gibt es keine Hilfe mehr. Ob dies daran liegt, dass Donata ihren teuren Schmuck – Diamantohrringe und Perlenkette – offen getragen hat? 

 

Luca ist nach seiner Elternzeit seit zwei Tagen wieder in der Questura. Noch hält sich sein Arbeitseifer in Grenzen, er hat die Zeit mit seiner drei Monate alten Tochter Valentina sehr genossen. Aber aus seinem Ansinnen, es erst einmal ruhig anzugehen, wird nichts. 

 

Der Tod von Signora Donata wirft Fragen auf. Denn nicht nur, dass es ein Einzeltäter gewesen ist, sondern auch die Brutalität des Vorgehens verwundert. Sie ist mittels eines gezielten Messerstiches ins Herz ums Leben getötet worden. Das passt nicht zur bisherigen Vorgehensweise der Straßenräuber. 

 

Und wäre das nicht genug, bittet Signora Vice Questore Silvia Bertuzzi ihn, vertretungsweise die Leitung der Dienststelle zu übernehmen, weil sie sich wegen einer Erkrankung einer längeren Behandlung unterziehen muss. 

 

Bald gerät Signora Donatas Neffe Paolo Conti ins Visier der Ermittler. Der Tierarzt hat Schulden und benötigt dringend Geld, um seine marode Praxis zu sanieren. Indes hatte seine Tante mit Enterbung gedroht ... 



Luca Brassoni und seine Mannschaft lösen in “Venezianische Geheimnisse” bereits ihren zehnten Fall. Erneut schafft es Daniela Gesing nicht nur, das atmosphärische Venedig als Ort der Ereignisse in ihre Geschichte einzubinden, die einen mit ihrem freundlichen Erzählton für sich einnimmt und geschickt konstruiert ist. Wie es sich für einen Krimi gehört, verfügt sie auch über entsprechende Spannungsmomente und Wendungen, die durchaus überraschen und zu einer nachvollziehbaren Lösung des Falles führen. Ein weiteres Stilmittel der Autorin sind die verwendeten italienischen Bezeichnungen, an die ich mich ein weiteres Mal gewöhnen musste. Außerdem gestattet sie auch in diesem Band wieder kurze Einblicke in die Gedanken des Mörders.

"Venezianische Geheimnisse" bietet ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Personen, mit denen mitgefühlt werden kann, weil sie sich alltäglichen Problemen in Beruf und Familie gegenübersehen und diese meistern. Die in großen Teilen sympathische Figurengruppe zeigt unterschiedliche Charakterzeichnungen mit der Möglichkeit, sich in diese hineinzuversetzen.

Hier steht die Arbeit zwar im Mittelpunkt des Geschehens, gleichwohl spielt der private Hintergrund der Figuren eine wesentliche Rolle, ohne von der eigentlichen Handlung abzulenken. Insgesamt macht die Autorin abermals deutlich, dass ein funktionierendes Team Hand in Hand miteinander und nicht gegeneinander zu Ergebnissen gelangen kann und dabei auch einzelne Aktionen von vorpreschenden Mitarbeitern wie zum Beispiel Ispettrice Barbara Valgoni akzeptiert. 

 

Luca Brassonis zehnter Fall überzeugt mit einem ausgezeichnet entwickelten Kriminalfall, der mit Kurzweil gelesen werden kann. 

 

4,5 Sterne



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Der Roman ist im Maximum Verlag erschienen, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.