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Mittwoch, 3. September 2025

Blogtour - Bocksbeutel-Verschwörung: Würzburg

 
Heute starten wir bei mir mit einer bunten Blogtour zum neuen Kriminalroman von Susanne Beck, und ich stelle euch mit Würzburg den Ort des Geschehens vor.

Die Frage, warum Susanne ihre dritte kriminelle Geschichte in der unterfränkischen Stadt angesiedelt hat, lässt sich gut mit einem Blick in ihre Biografie beantworten. Diese offenbart nämlich deutlich ihre Verbindung: Susanne hat an der Julius-Maximilians-Universität, der ältesten Universität Bayerns, studiert und gearbeitet.
 
Ich habe weitere Würzberger Informationen für euch zusammengetragen.
 
Die kreisfreie Stadt Würzburg ist mit über 100.000 Einwohnern nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt in Franken.

Würzburg liegt umgeben von Spessart, Rhön und Steigerwald im sogenannten Maindreieck im mittleren Maintal. Der Main selbst fließt durch den westlichen Teil der Stadt.
 
Begünstigt durch die Hanglage und die klimatischen Verhältnisse zeigt sich das Gebiet um Würzburg bestens geeignet für den Weinanbau.
 
 

Eine typische Form der Abfüllung des Frankenweins ist seit mindestens 250 Jahren der Bocksbeutel, der das Cover von Susannes Buch gleich dreifach ziert. Deshalb spare ich mir ein weiteres Bild.
 
Auf einer Anhöhe, dem Marienberg, steht die Festung gleichen Namens, eines der berühmten Wahrzeichens der Stadt.
 
 
 
Als Befestigungsanlage „Virteburh“ findet die urkundliche Erwähnung dieses Fleckens Erde im Jahr 704 erstmals statt. Sie entwickelt sich bereits im Mittelalter zu einem bedeutenden wirtschaftlichen, geistlichen und hoheitlichen Zentrum. Vermutlich wegen der Lage an vielen Verkehrswegen wie eben dem Main, wird Würzburg 741 Bischofssitz, und Ludwig der Fromme verleiht den Würzburger Bischöfen um 820 ein Zollprivileg. Markt- und Münzrecht gibt es allerdings erst seit 1030.
 
Nicht vergessen werden soll, dass 1127 das erste Ritterturnier auf deutschem Boden in der Stadt ausgetragen wird. Um 1130 erfolgt der Bau der steinernen Mainbrücke, eine technische Meisterleistung seiner Zeit.

Am 17. Juni 1156 heiratet Friedrich I. Barbarossa in Würzburg in zweiter Ehe die noch sehr junge Beatrix von Burgund.
 
1402 wird die Hohe Schule zu Würzburg als Vorläuferin der späteren Julius-Maximilians-Universität gegründet. Daneben bieten heute aber auch die Technische Hochschule und die Hochschule für Musik verschiedene Studiengänge an, wodurch Würzburg zu den klassischen deutschen Universitätsstädten zählt.

Bedeutung für die Würzburger Geschichte erlangt der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Positiv sind die Stiftung des Juliusspitals, die Neugründung Universität und der Ausbau der Festung auf dem Marienberg als Renaissanceschloss. Jedoch ist er ebenso weit über Würzburg hinaus bekannt und berüchtigt als Gegenreformator und Hexenverfolger.
 
 

In den Jahren 1631 bis 1634 hat Würzburg unter den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden, denn die Schweden besetzen die Stadt. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 wird unter anderem durch Errichtung neuer Festungs- und Stadttore, der barocke, sternförmige Ausbau der Befestigung Würzburgs geschaffen.

Von 1802 bis 1814 wechseln die Würzburger viermal ihre Staatszugehörigkeit, seit Juni 1814 sind sie endgültig bayerisch.
 
Noch bis zur Industriellen Revolution Anfang des 19. Jahrhunderts kann die Stadt auf eine hohe überregionale Bedeutung verweisen.


1823 wird der Pegel Würzburg in Betrieb genommen, er ist damit der älteste noch betriebene Pegel am Main. 1892 eröffnet die Straßenbahnlinie als Pferdebahn, bereits acht Jahre später fährt in Würzburg die erste elektrische Straßenbahn.

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannte Röntgenstrahlung  und erhält dafür 1901 den (ersten) Nobelpreis für Physik.

1934 wird Würzburg Großstadt. Die Nationalsozialisten verbieten nach ihrer Machtergreifung Aktivitäten der SPD, Würzburgs und Deutschlands älteste demokratische politische Partei. Auch hier werden in den Jahren 1941 bis 1943 jüdische Bürger deportiert.

Unter der Regierung der Nationalsozialisten spielt die Stadt eine wichtige und unrühmliche Rolle bei der sogenannten "Aktion T4", bei der in Deutschland mehr als 100.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte systematisch ermordet werden.
 
Das eindrucksvolles Stadtbild von Würzburg wird bedauerlicherweise im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Die ersten Bombenangriffe treffen 1942 vor allem der Südbahnhof. Am Ende liegen 80 Prozent des Stadtkerns in Trümmern.
 
Leider werden beim Wiederaufbau zwar bedeutende Einzeldenkmäler – beispielsweise die meisten Kirchen in der Altstadt – rekonstruiert, aber nur wenige, das einstige Stadtbild prägende Bürgerhäuser.


Hingegen wird die Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz umfangreich restauriert. Sie ist das Hauptwerk des süddeutschen Barock und außerdem eines der bedeutendsten Schlösser Europas.


Von der UNESCO wird sie deshalb bereits 1981 – als drittes Bauwerk in Deutschland – in die Liste der zum Welterbe gehörenden Objekte aufgenommen.
 
Ich hoffe, ich konnte euch zu einer Reise nach Würzburg einladen. 
 
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Rauschend feiert die Würzburger Prominenz den 60. Geburtstag von Professor Wulffen, bekannter Denker und selbsternannter Weinpapst, im Weinkeller der Residenz. Bis eine Katastrophe das Fest erschüttert: Einer der Anwesenden überlebt die Party nicht. Bei ihren Ermittlungen stößt die toughe Kommissarin Ines Frank schon bald auf Widerstände, sogar innerhalb der Polizei. Trotzdem macht sie sich mit Unterstützung von Dr. Assmuth, einem technikaffinen Philosophen, auf die Suche nach der Wahrheit. Ob sie im Wein zu finden ist? (Quelle: Verlag) 

Alle Fotos: Pixabay
  

Samstag, 3. Mai 2025

Blogtour - Schatten über der Sagrada Familia: Barcelonas Geschichte

Willkommen zum heutigen Blogtour-Halt zu Susanne Becks „Schatten über der Sagrada Familia“.


Ich erzähle euch etwas über die Geschichte Barcelonas, der Stadt in Katalonien, in welcher das von Susanne Beck erdachte Mutter-Tochter-Gespann Anneliese und Clara ermittelt.


Die reichhaltige Geschichte Barcelonas ist geprägt von verschiedenen politischen Bewegungen und dem Bestreben nach Unabhängigkeit sowie der Wahrung einer einzigartigen kulturellen Identität. Sie spiegelt sich in der Architektur, den Traditionen und dem lebendigen Stadtleben wieder, was die Stadt zu einem einzigartigen Beispiel für den Dialog zwischen Vergangenheit und modernem, urbanem Leben macht.

Zahlreiche Ausgrabungen belegen, dass bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. unter Kaiser Augustus die Colonia Iulia Augusta Paterna Faventia Barcino, das heutige Barcelona, entsteht, eine der größten bekannten römischen Siedlung außerhalb Roms.


Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wird Barcelona Heimat der Westgoten und zur Hauptstadt. Doch auch dieses Reich zerbricht, und es beginnt im 8. Jahrhundert die Zeit der Eroberungen verschiedener Völker. Erst sind es die Mauren, auch wenn deren Einfluss in Katalonien nicht so groß ist wie im südlichen Spanien. Ihnen folgen die Franken, die Barcelona 801 besetzen. Kaiser Karl der Große macht Barcelona zur Hauptstadt der Spanischen Mark, wodurch sie zur Verteidigung des Frankenreichs gegen das von den Arabern besetzt restliche Spanien dient.

988 beginnt die Unabhängigkeit Kataloniens vom Frankenreich, als Borell II. die Grafschaft Barcelona für autonom erklärt. Nachdem der katalanische Graf Berenguer IV. von Barcelona die Thronerbin von Aragon, Petronilla, heiratet, entsteht die katalanisch-aragonesische Föderation, die ihren Machtbereich bis Neapel und Sardinien ausdehnen kann.

Unter Regentschaft von Jaume I. gelingt in der Zeit von 1213 bis 1276 nicht nur eine erfolgreiche wirtschaftliche Expansion, sondern es werden von den Mauren auch die Balearischen Inseln, Valencia, Menorca und Mallorca zurückerobert.

1347 beginnt der Bau der Kathedrale von Barcelona, wobei niemand ahnt, dass dieser über 400 Jahre dauern wird.


In den Jahre 1469 bis 1492 erfolgt die Vereinigung zweier christlicher Reiche, als Fernando II. von Aragón und Isabella von Kastilien heiraten. Grenada, die letzte maurische Bastion auf der iberischen Halbinsel fällt 1492. Aber der Einfluss Barcelonas schwindet.

Weitere Kämpfe und kriegerische Auseinandersetzungen schwächen Katalonien und Barcelona.

Da sind zum einen die Revolte der Bauern und Erntearbeiter, die sogenannte Schnitter-Revolte, die mit der Ermordung des Vizekönigs am Fronleichnams-Tag am 7. Juni 1640 ihren Anfang nimmt, über das Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) hinaus bis 1659 andauert und in deren Verlauf es zu einer Teilung Kataloniens kommt.

Ebenso beuteln die Spanischen Erbfolgekriege 1701 bis 1714 das Land und die Bevölkerung. An deren Ende kapitulieren die Katalanen, die die Habsburger unterstützt haben, und verlieren nicht nur die Selbstverwaltung, sondern auch viele Sonderrechte. Der 11. September 1714 ist heute Nationalfeiertag.

Auch Napoleons Truppen machen keinen Bogen um Barcelona. Im Spanischen Unabhängigkeitskrieg 1808 bis 1814 werden große Teile der Stadt zerstört.


Im 19. Jahrhundert wird durch die kulturelle und politische Bewegung, die Renaixença, das katalanische Nationalbewusstsein wiederbelebt, was zur Renaissance der katalanischen Sprache und Kultur führt. Außerdem entwickelt sich Barcelona in dieser Zeit zur bedeutendsten Industriestadt Spaniens.

In der Epoche des Modernisme, einer der bedeutendsten Perioden in der Kunst- und Architekturgeschichte in Katalonien, entstehen in den Jahren von von 1878 bis 1920 viele Sehenswürdigkeiten, die noch heute zu besichtigen sind. 1888 findet die erste Weltausstellung in Barcelona statt, 1929 die zweite.

Die 1914 ausgerufene Provinzregierung wird durch die Militärdiktatur 1925 wieder abgeschafft, und auch der 1932 Katalonien eingeräumte Autonomiestatus endet 1936 im bis 1939 andauernden Spanischen Bürgerkrieg. Unter Diktator Franco wird die katalanische Lebensweise und Sprache fortan bis zu dessen Tod 1975 brutal unterdrückt.

Spanien tritt 1986 der Europäischen Union bei. 1992 und damit im Jahr des 500. Jubiläums der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus begrüßt Barcelona während der XXV. Olympischen Sommerspiele die Sportler der Welt. Dies gibt der Stadtentwicklung positive und sichtbare Impulse.


2010 leben in Barcelona 1,6 Millionen Einwohnern, und die Stadt fördert vermehrt den Tourismus und die internationale Kultur. Neue Verkehrsberuhigungsmaßnahmen reduzieren den Autoverkehr in Wohnvierteln und geben Fußgängern und Radfahrern mehr Raum.

Außerdem werden die Corrida, der traditionelle spanische Stierkampf, in Katalonien verboten und die einzige Stierkampfarena in Barcelona geschlossen. Papst Benedikt XVI. weiht die Sagrada Familia zur Basilika.

Viele Menschen wünschen sich die katalanische Unabhängigkeit. 2012 demonstrieren dafür ca. 1,5 Millionen, und auch nach dem Referendum am 1. Oktober 2017 kommt es zu Massenprotesten und Großdemonstrationen in Barcelona, die eine schwere politischen Krise in Spanien verursachen.

Der Ausbruch der weltweiten COVID-19-Pandemie trifft auch Barcelona schwer, und die Stadt verhängt strenge Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Danach beginnt Barcelona mit der Verwirklichung eines nachhaltigen und umweltfreundlichen Tourismus und verstärkt die Bemühungen zur Förderung nachhaltiger Mobilität mittels Einrichtung von mehr Fahrradwegen und weiteren autofreien Zonen ...


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Nach einem Streit mit ihrem Lebensgefährten entschließt sich Clara, ihre Mutter Anneliese in Barcelona zu besuchen, die dort gerade bei ihrer Freundin Maria wohnt. Maria ist eine erfolgreiche Food-Bloggerin und gefeierte Instagram-Ikone der älteren Generation und bietet ihren Freundinnen die perfekte Ablenkung. Sogar auf die schillerndste Party der Gastronomie-Szene werden sie eingeladen!
Doch das Fest endet in einer Katastrophe: Eine junge Frau ist tot, und Maria gerät unter Verdacht. Von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt, sind Clara und Anneliese schon zum zweiten Mal gezwungen, auf eigene Faust zu ermitteln ... (Quelle: Verlag)

Alle Fotos: Pixabay


Montag, 3. Juni 2024

Blogtour EDDAS AUFBRUCH - Oradour-sur-Glane


Kennt ihr das französische Dorf Oradour-sur-Glane? Wenn nicht, dann geht es euch wie Edda in dem Roman von Beate Rösler „Eddas Aufbruch“. Aber seid euch gewiss, viele Menschen in Deutschland werden auf die Frage sicher ebenso mit Nein antworten. In Frankreich hingegen weiß wahrscheinlich jeder, um was für einen Ort es sich handelt.

Am 10. Juni 1944 verübten hier Soldaten der Waffen-SS ein unbegreifliches Massaker an der unbewaffneten Zivilbevölkerung, ein grausamer Höhepunkt der Terror- und Einschüchterungspolitik der deutschen Besatzer. Bei diesem zahlenmäßig größten Massaker der Deutschen in Westeuropa während des Zweiten Weltkrieges wurden 642 Dorfbewohner ermordet, unter ihnen 245 Frauen und 207 Kinder. Der von den Nationalsozialisten als "Vergeltungsaktion" bezeichneter Massenmord war eine Reaktion auf den gegen die deutsche Besatzung gerichteten wachsenden französischen Widerstand.

Wie kam es dazu?

Nachdem am 6. Juni 1944 die alliierte Streitkräfte in der Normandie landeten, wurde in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division "Das Reich" nach Norden verlegt. Bereits auf ihrem Weg zur Front begingen die SS-Soldaten mehrere Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung.

Als die SS-Division am 10. Juni 1944 den Ort Oradour-sur-Glane erreichte, ließ der verantwortliche Offizier Adolf Diekmann die Bewohner auf dem Marktplatz zusammentreiben. Zunächst wurden die Männer von den Frauen und Kindern getrennt, in fünf Gruppen unterteilt und in Scheunen und Garagen eingesperrt. Danach eröffneten SS-Angehörige das Feuer auf die wehrlosen Menschen und setzten im Anschluss die Exekutionsstätten in Brand. Fünf Männer überlebten und berichteten später, dass einige Opfer bei lebendigem Leib verbrannten.

Frauen und Kinder wurden hingegen in die Dorfkirche getrieben. Nachdem die Soldaten eine Rauchbombe am Altar zündeten, versuchten die Eingeschlossenen, sich in dem entstehenden Chaos vor dem beißenden Qualm und tödlichem Gas in Sicherheit zu bringen und wurden erschossen. Auch das Kirchengebäude wurde dann in Brand gesteckt.

Als einzige Überlebende konnte Marguerite Rouffanche das erbarmungslose Geschehen schildern. Sie hatte zusammen mit ihren beiden Töchtern, ihrem Enkel und mehr als 400 anderen Frauen und Kindern im Gotteshaus ausharren müssen, sah den Tod ihrer Töchter mit an und rettete sich mit einem Sprung aus dem Kirchenfenster.

Im Anschluss plünderten die SS-Soldaten die Wohnhäuser und legten Feuer im gesamten Dorf. Sie begnügten sich nicht damit, unschuldige Menschen zu ermorden, sondern verbrannten und verstümmelten die Leichen, so dass ihnen die Identität geraubt wurde. Letztlich konnten nur 52 Opfer identifiziert werden.

Das gesamte Massaker überlebten nur etwa 40 Einwohner von Oradour auf unterschiedlichste Art und Weise.

 

Die Ruinen des alten Dorfes wurden nach dem Krieg als Mahnmal erhalten und zum historischen Monument ernannt. Hier sehen sich die Besucher den Opfern dieser unvorstellbaren Barbarei gegenüber. Gedenktafeln mit den Gesichtern, Namen und Altersangaben zeugen davon, dass in Oradour Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Greise hingeschlachtet und ganze Familien ausgelöscht wurden.

 

Betroffen macht, dass zahlreiche Kinder, die aus den zur Gemeinde gehörenden 53 Weilern in der Schule in Oradour waren, zu den Getöteten gehörten, wodurch die Weiler zu den „Dörfern ohne Kinder“ wurden.

 

Ein neuer Ort wurde in den 1950er-Jahren in direkter Nähe aufgebaut.

 

Bedauerlich ist, dass kaum ein Beteiligter am Massaker juristisch zur Verantwortung gezogen worden ist.

 

Lediglich bei einem größeren Prozess vor einem Militärgericht in Bordeaux wurden 1953 21 SS-Angehörige – sieben aus Deutschland und 14 aus dem Elsass – zu langjährigen Haftstrafen beziehungsweise zum Tode verurteilt. Da es sich bei den Soldaten aus dem Elsass um zwangsrekrutierte junge Männer handelte, wurden die elsässischen Täter von der französischen Nationalversammlung amnestiert. Bis 1959 wurden auch die deutschen Täter aus der französische Haft entlassen. In der DDR wurde 1983 ein Beteiligter am Massaker vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Er kam 1997 wegen seines schlechten Gesundheitszustandes frei. Die Eröffnung der letzten Anklage wurde 2014 mangels schlüssiger Beweismittel nicht eröffnet.

 

So bleibt nur die Erinnerung am Ort des Geschehens, wenn sich am 10. Juni 2024 das Massaker von Oradour-sur-Glane zum 80. Mal jährt.

1968 – Eine junge Frau durchbricht die Mauer des Schweigens 

Um der Enge ihres autoritären Elternhauses zu entkommen, geht die 19-jährige Edda als Au-pair nach Paris. In einer politisch aufgeheizten Zeit verliebt sie sich in den Studenten Marcel, der neue Fragen in ihr weckt: Auf welcher Seite standen ihre Eltern in den Jahren des Nationalsozialismus? Zurück in Frankfurt am Main konfrontiert sie ihren Vater, doch dieser hüllt sich in Schweigen. Erst als Edda alte Feldpost im Schlafzimmer ihrer Mutter entdeckt, kommt sie den Ereignissen der Vergangenheit auf die Spur. Was sie herausfindet, stellt nicht nur ihre Beziehung zu Marcel auf die Probe. Edda muss sich zudem entscheiden, wie weit sie für Gerechtigkeit gehen will … (Quelle: Verlag)
 
 
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Erschienen ist der Roman im Aufbau Verlag. Die Blogtour wurde organisiert von prointernet bookmark.
 

Montag, 8. April 2024

Blogtour ANIMARIS


Hey, liebe Leserinnen und Leser, ich grüße euch.

Ich bin Amalie-Evke (mit Bindestrich). Das vergesst ihr am besten gleich wieder. Meine Eltern haben mich in einem Anfall von echt fieser Anwandlung – ich weiß nicht, was sie geritten hat – so genannt. Tatsächlich kann ich damit nur leben, weil alle mich Mali nennen.

Abgesehen von meinem Namen bin ich ein fast normales Mädchen. Das „fast“ macht den kleinen, aber wichtigen Unterschied: Ich bin eine Magierin, genauer eine Seelenwandlerin. Klingt erst einmal hochtrabend, ist jedoch nichts, auf dem ich mich ausruhen kann, weil ich es selbst erreicht habe. Ich war wirklich schon so, als ich geboren wurde. Und zwar kann ich meine Seele von meinem Körper abspalten, um einen anderen Menschen zu übernehmen.

In dem Jahr, in dem ich mein dreizehntes Lebensjahr vollendet habe, verschwand ich am 28. September um 17:05 Uhr einfach von zu Hause und tauchte um 22:18 Uhr inmitten der Aula der Schule wieder auf, ohne zu wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nun befinde ich mich quasi in der Ausbildung. Und mit mir drei verschiedene Arten von Magiern: Seelenwandler, Zaubertränkler und Jäger. Wir sind aufgeteilt in jeweiligen Magierklassen. Die meisten von uns besitzen zwei der Fähigkeiten, im Normalfall sind das Jäger und Zaubertränkler. Einige wenige sind in allen drei Dingen gut, und ein sehr geringer Teil ist nur zu einer Sache fähig. Zu denjenigen gehöre ich, was wohl eher uncool ist, mir allerdings nichts ausmacht.

Ich habe so schon Stress genug. Mein Zaubertränkler Piräus hat sich in der letzten Woche in die Luft gesprengt, und bis jetzt wurde mir noch kein neuer zugeteilt.

Das muss ich euch erklären: Üblicherweise bilden wir eine Gemeinschaft aus drei Mitgliedern der jeweiligen Magierklassen und teilen uns ein Zimmer. Der Zaubertränkler hält dabei dem Seelenwandler den Rücken frei, und der Jäger unterstützt den Zaubertränkler. Nun ist Piräus nicht mehr am Leben, und mein Ruf hat darunter noch mehr gelitten. Ich bin nämlich Einzelgängerin und habe keine Freunde.

Davon einmal abgesehen. Kommen wir nun zum wichtigsten Merkmal unserer Lehranstalt – ihr ahnt es sicher, es gibt meiner Geschichte den Namen:

Wir haben hier einen großen magischen Stein. Der Animaris, was so viel bedeutet wie Seelenstein, regelt gemeinsam mit anderen großen magischen Steinen den Energiefluss der gesamten Welt, nicht nur den der magischen, sondern auch der menschlichen. Stellt euch eine Art Gottheit vor, die aussieht wie eine gigantische, längliche Raute, teilweise gefüllt mit irgendeiner wabernden Flüssigkeit. Habe ich euch neugierig gemacht?

Momentan scheint leider einiges schief zu laufen. Da ist der Tod von Pireäus, und auch ich begegne bei einer meiner „Seelenreisen“ Furchteinflößendem und kann die Emotionen, die dabei auf mich einprasseln, nicht abwehren.

Was das alles nun mit dem Gimpel zu tun hat, verrate ich nicht. Lest einfach die Geschichte, ich lade euch ein, mit mir und meinen unerwarteten Gefährten ein paar Abenteuer zu erleben ...


Die fünfzehnjährige Mali ist kein gewöhnliches Mädchen.
Sie ist Magierin und besucht eine Schule für Zauberei. Als Seelenwandlerin ist es ihre Fähigkeit, ihre Seele mit der von anderen zu tauschen. Damit ist sie jedoch an ihrer Schule nicht wirklich etwas Besonderes. Vielmehr fällt sie dadurch auf, dass sie keine Freunde hat.
Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen verstirbt und eine ihrer Seelenwandlungen mächtig schiefgeht, gelangt ein uraltes und unheilvolles Wesen an ihre Schule, das die Existenz der gesamten magischen Welt bedroht.
Mali begibt sich mit drei unerwarteten Gefährten auf eine gefährliche Reise, um ihrer aller Leben zu retten. Dabei muss selbst sie einsehen, dass es sich lohnt, für den Erhalt dieser Welt auf andere zu vertrauen. (Quelle: Klappentext)



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Erschienen ist das Buch im Selfpublishing, vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Leseexemplars. Die Blogtour wurde organisiert von prointernet bookmark.