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Dienstag, 2. September 2025

Blogger für HOMER 2025 - TANKRED ... Was bisher geschah


Mit dem vierten Band seiner Reihe TANKRED ist der Autor Michael Römling ein weiteres Mal für den Literaturpreis Goldener HOMER nominiert. Ich habe - wie im letzten Jahr - die Buchpatenschaft übernommen.

Heute möchte ich euch zunächst ein wenig das Geschehen in den ersten drei Bänden in Erinnerung rufen.


Mit "Weihrauch und Schwert" hat Michael Römling die Reihe um seinen Helden Tankred gestartet und führt in das Jahr 882.

Die Dänen sind nach ihrer Vertreibung von der englischen Insel auf Beutezug im Rheinland und haben es vor allem auf die reichen Klöster, wo sie überhaupt keine Gegenwehr erwarten, und auf die schlecht gesicherten und kaum verteidigten Städten abgesehen.

Eines Tages stehen sie auch vor den Toren des Klosters Prüm in der Westeifel. Während alle Mönche fliehen, bleibt einer zurück: Tankred, der Bibliothekar, der sich um die Bücher der Abtei sorgt und diese retten möchte.

Es ist ein entscheidender Tag, denn an diesem 6. Januar wird aus Tankred, dem Benediktinermönch und Bibliothekar wieder Tankred, der Sohn des Grafen Thegan, ein zum Kämpfen erzogener und ausgebildeter Krieger, der vor zwölf Jahren wegen der Tötung eines Menschen in die klösterliche Verbannung geschickt worden war und dort zum Manne gereift ist.

Tankred hat in der Vergangenheit gelernt, seinen Hass und seine Wut zu verarbeiten. Mit dem Verlassen des Klosters bietet sich die Gelegenheit, seinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Außerdem brennt ihm noch etwas auf der Seele: Der Gedanke an seine Halbschwester Judith, die ihm viel bedeutet und von der nur er weiß, dass sie am Leben ist.

Doch er kommt zu spät nach Aachen. Judith wurde vom Dänen Ivar entführt.

Gemeinsam mit seinem neuen Gefährten Gauzbert folgt er der Spur der Nordmänner, immer in der Hoffnung, dass Judith wegen ihrer Besonderheit – zwei verschiedenfarbige Augen –, nicht als Sklavin verkauft wird.
 
Eine beschwerliche Reise beginnt, nicht nur wegen der winterlichen Witterungsverhältnisse, sondern auch im Hinblick darauf, dass sie ständig auf der Hut vor den Dänen, die ihren Weg kreuzen, sein müssen.
 
Schließlich entdecken sie Judith in den Fängen des unberechenbaren und gewalttätigen Unholds Ivar, der selbst von seinen eigenen Leuten als irre betrachtet wird, und ihnen gelingt die mehr als schwierige Befreiung.
 

„Hammer und Kreuz“ führt die Erlebnisse des titelgebenden Helden Tankred fort.

Nachdem Tankreds Schwester Judith aus der Gefangenschaft des Dänen Ivar befreit wurde, denkt Tankred vor allem an die Verwirklichung seiner eigenen Ziele, nämlich die Vertreibung seiner Stiefmutter Uta, die ihn um sein Erbe betrogen hat.
 
Wenn es ihm gelingt, dass die Ehe seiner Eltern für gültig erklärt und folglich seine Ehre wiederhergestellt wird, bedeutet es im Gegenzug, dass Uta und somit auch Halbbruder Gerold keinerlei rechtliche Ansprüche auf Land und Titel mehr haben. Dann wäre auch für das gemeinsame Leben mit seiner geliebten Fidi gesorgt.
 
Ohne die Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten ist dies schier unmöglich, zumal Tankred seine Zukunft mit legalen Mitteln sichern will.

Aus diesem Grund muss er einen neuen Auftrag annehmen, der seinen Einsatz als Krieger fordert. Erneut widmet er sich dem Kampf gegen die Dänen, die sich in die Festung Asselt an der Maas zurückgezogen haben.

Außerdem hat Bischof von Lüttich einen zusätzlichen "Wunsch" an ihn: Wegen seiner Erfahrung mit Geiseln soll er Osmund, des Bischofs Sohn, aus dänischer Gefangenschaft befreien. Gerade Franco kann Tankred die Hilfe nicht verweigern, ist er doch derjenige, der über die Gültigkeit der Ehe seiner Eltern entscheidet.

Allerdings hat der Kirchenmann auch Halbbruder Gerold in die Spur geschickt, und so erwarten Tankred neben neuen Kämpfen wieder Ärger und anderes Ungemach.
 

In dritten Band der Reihe "Krone und Kelch" ist Tankred anfänglich guter Stimmung.

Er sieht einer vielversprechenden Zukunft entgegen. Seinem Ziel, sein Erbe zurückzuerhalten, ist er ein Stück nähergekommen. Das Unrecht, das die vergangenen fünfzehn Jahre seines Lebens vergiftete, wird durch das Pergament, das Bischof Franco, mit dessen Urteilsspruch Tankreds Misere vor vielen Jahren begann, ihm überreicht, aufgehoben. Denn damit ist die Annullierung der Ehe von Tankreds Eltern null und nichtig und deren beiden Söhne rechtmäßige Nachfolger.

Tankred  ist inzwischen ein bekannter Mann, dessen seine Leistungen entsprechend gewürdigt werden. Innerhalb von wenigen Monaten entwickelte er sich von einem Mönch auf der Flucht zu einem Ratgeber des Kaisers. Dessen Anführer schenken ihm Gehör und schätzen seine Pläne so sehr, dass sie sie als ihre eigenen ausgeben.

Zwar ist die Dänenplage vorerst vorbei – mit Kisten voller Gold und Silber sind die Invasoren nach jahrelangen Drangsalierungen der Menschen und wochenlang ausgesessener Belagerung  ihrer Inselfestung Asselt abgezogen.

Zu Tankreds Leidwesen hocken hingegen Uta und Gerold immer noch auf dem Familienanwesen, und es ist offensichtlich, dass sie das Feld nicht freiwillig räumen werden.

Tankred braucht deshalb Unterstützer, die ihm Bewaffnete zur Verfügung stellen. Andererseits hatte es sich bereits in der Vergangenheit abgezeichnet, dass er nicht den versprochenen und erforderlichen Beistand in dem Maße erhält, wie er ihn gegen seinen Halbbruder Gerold benötigt.

Stattdessen soll er zunächst einmal im Geheimen eine Gesandtschaft nach Rom führen, die für den Kaiser bei Papst Johannes um die Erfüllung eines delikaten Anliegens nachsucht.

Tankred tritt also in Begleitung seiner Freunde Lupus und Gauzbert eine gefährliche Reise an. Weitere Reisegefährten sind Nantbert, ein Mönch aus Fulda, der in theologischen Fragen bewandert ist wie kein Zweiter, und Hunold, ein Priester aus Utrecht, der angeblich sämtliche Erlasse, Dekretalen und Verträge der letzten hundert Jahre sowie den zugehörigen Schriftverkehr im Schlaf runterbeten kann.

Mehr als einmal geraten alle in große Bedrängnis. Aber es wird sehr schnell deutlich, dass es jemand besonders auf Tankred abgesehen hat.

So vergeht einige Wochen und Monate, bevor sich Tankred und Gerold endlich gegenüberstehen und die Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt ...

Montag, 27. Januar 2025

Verlagstage - Kanon Verlag: Vorstellung

In diesem Jahr möchte ich ein Projekt realisieren, das ich bereits seit Längerem geplant habe. Und zwar stelle ich euch immer mal wieder einen Verlag vor, dessen Bücher ich gern lese. Das kann ein namhafter oder auch ein weniger bekannter Verlag sein, und meine Beiträge werden neben Wissenswertem und einem Einblick ins Programm auch die Präsentation einiger Bücher mit entsprechender Rezension beinhalten.

 ©kanonverlag
 
Los geht es mit einem kleinen unabhängigen, im Berliner Bezirk Schöneberg ansässigen Verlag, der 2025 sein fünfjähriges Bestehen feiert: der Kanon Verlag.

KANON beinhaltet nicht nur eine Liste an Büchern, die gelesen werden sollen, sondern hält auch das richtige Maß, die sinnvolle Bemessung fernab der Konsumgesellschaft, des Literaturpatriarchats oder des opportunen Diskurses bereit.

©kanonverlag
 
KANON sind "die mit dem Affen", denn das Verlagssignet ist der Affe und nimmt damit beispielsweise Bezug auf Kafka und die Ansicht, "dass wir, die Menschen, lediglich erzählende Primaten seien. Nur die Fähigkeit zur Fiktion unterscheide uns von unseren nächsten Verwandten. Das gilt im Guten wie im Schlechten. Unsere Gedanken- und Wortgebäude können zu Gulags, Lagern und Krieg führen. Doch wenn sie wohlbemessen und human sind, schaffen sie freien Raum für kritisches Denken und offenes Fühlen." (Quelle: Verlagsseite)
 
KANON sind die Autorinnen und Autoren, die mit Ernsthaftigkeit schreiben und jene komplexe, zum Teil verstörenden Zeitströmungen und subjektiven Zeiterscheinungen mit den Mitteln der Kunst begreifen.
 
KANON lässt sich darauf ein, bietet eine Orientierung am Integren und nicht am Manipulativen, ist Suchender ohne fertiges Meinungbild, will Genauigkeit statt Kitsch. 
 
KANON fördern darum Erzählerinnen und Erzähler, die sich nicht dem Mainstream unterwerfen und die Welt auf eigene Weise ergründen.
 
KANON sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung und großer Leidenschaft in allen Abteilungen des Verlages.

KANON stellt "schöne Bücher" her. Ein Markenzeichen sind deshalb auch der verkürzte Buchumschlag und der bedruckte Buchkörper, so dass Kunstwerke zwischen Ordnung und Wildheit entstehen.
 
KANON veröffentlicht ein überschaubares Programm, und das soll auch so bleiben, damit sich jedem Buch intensiv gewidmet werden kann, sei es im Lektorat oder in der Vermittlung. "Zurzeit erscheinen bei Kanon etwa ein Dutzend pro Jahr, davon etwa acht belletristische Bücher und vier aus den Bereichen Erzählendes Sachbuch, Tagebuch oder Briefe. Mindestens ein deutschsprachiges Erzähldebüt pro Jahr ist neben internationalen Titeln zu finden." (Quelle: Verlag)
 
©kanonverlag
 
KANON verfügt über ein eigenes Hörbuchprogramm und produziert pro Halbjahr zwei ungekürzte Lesungen mit exzellente und authentische Sprecherinnen und Sprechern, die sich mit den eingelesenen Inhalten identifizieren,. Das Erscheinen erfolgt dann zeitgleich zum gedruckten Buch als physische und digitale Hörfassungen.

KANON möchte sichtbar sein und "sein Publikum erreichen, wo immer es sich befindet." (Quelle: Verlag)
 
Fortsetzung folgt ...

Montag, 8. April 2024

Blogtour ANIMARIS


Hey, liebe Leserinnen und Leser, ich grüße euch.

Ich bin Amalie-Evke (mit Bindestrich). Das vergesst ihr am besten gleich wieder. Meine Eltern haben mich in einem Anfall von echt fieser Anwandlung – ich weiß nicht, was sie geritten hat – so genannt. Tatsächlich kann ich damit nur leben, weil alle mich Mali nennen.

Abgesehen von meinem Namen bin ich ein fast normales Mädchen. Das „fast“ macht den kleinen, aber wichtigen Unterschied: Ich bin eine Magierin, genauer eine Seelenwandlerin. Klingt erst einmal hochtrabend, ist jedoch nichts, auf dem ich mich ausruhen kann, weil ich es selbst erreicht habe. Ich war wirklich schon so, als ich geboren wurde. Und zwar kann ich meine Seele von meinem Körper abspalten, um einen anderen Menschen zu übernehmen.

In dem Jahr, in dem ich mein dreizehntes Lebensjahr vollendet habe, verschwand ich am 28. September um 17:05 Uhr einfach von zu Hause und tauchte um 22:18 Uhr inmitten der Aula der Schule wieder auf, ohne zu wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nun befinde ich mich quasi in der Ausbildung. Und mit mir drei verschiedene Arten von Magiern: Seelenwandler, Zaubertränkler und Jäger. Wir sind aufgeteilt in jeweiligen Magierklassen. Die meisten von uns besitzen zwei der Fähigkeiten, im Normalfall sind das Jäger und Zaubertränkler. Einige wenige sind in allen drei Dingen gut, und ein sehr geringer Teil ist nur zu einer Sache fähig. Zu denjenigen gehöre ich, was wohl eher uncool ist, mir allerdings nichts ausmacht.

Ich habe so schon Stress genug. Mein Zaubertränkler Piräus hat sich in der letzten Woche in die Luft gesprengt, und bis jetzt wurde mir noch kein neuer zugeteilt.

Das muss ich euch erklären: Üblicherweise bilden wir eine Gemeinschaft aus drei Mitgliedern der jeweiligen Magierklassen und teilen uns ein Zimmer. Der Zaubertränkler hält dabei dem Seelenwandler den Rücken frei, und der Jäger unterstützt den Zaubertränkler. Nun ist Piräus nicht mehr am Leben, und mein Ruf hat darunter noch mehr gelitten. Ich bin nämlich Einzelgängerin und habe keine Freunde.

Davon einmal abgesehen. Kommen wir nun zum wichtigsten Merkmal unserer Lehranstalt – ihr ahnt es sicher, es gibt meiner Geschichte den Namen:

Wir haben hier einen großen magischen Stein. Der Animaris, was so viel bedeutet wie Seelenstein, regelt gemeinsam mit anderen großen magischen Steinen den Energiefluss der gesamten Welt, nicht nur den der magischen, sondern auch der menschlichen. Stellt euch eine Art Gottheit vor, die aussieht wie eine gigantische, längliche Raute, teilweise gefüllt mit irgendeiner wabernden Flüssigkeit. Habe ich euch neugierig gemacht?

Momentan scheint leider einiges schief zu laufen. Da ist der Tod von Pireäus, und auch ich begegne bei einer meiner „Seelenreisen“ Furchteinflößendem und kann die Emotionen, die dabei auf mich einprasseln, nicht abwehren.

Was das alles nun mit dem Gimpel zu tun hat, verrate ich nicht. Lest einfach die Geschichte, ich lade euch ein, mit mir und meinen unerwarteten Gefährten ein paar Abenteuer zu erleben ...


Die fünfzehnjährige Mali ist kein gewöhnliches Mädchen.
Sie ist Magierin und besucht eine Schule für Zauberei. Als Seelenwandlerin ist es ihre Fähigkeit, ihre Seele mit der von anderen zu tauschen. Damit ist sie jedoch an ihrer Schule nicht wirklich etwas Besonderes. Vielmehr fällt sie dadurch auf, dass sie keine Freunde hat.
Als ein Mitschüler unter seltsamen Umständen verstirbt und eine ihrer Seelenwandlungen mächtig schiefgeht, gelangt ein uraltes und unheilvolles Wesen an ihre Schule, das die Existenz der gesamten magischen Welt bedroht.
Mali begibt sich mit drei unerwarteten Gefährten auf eine gefährliche Reise, um ihrer aller Leben zu retten. Dabei muss selbst sie einsehen, dass es sich lohnt, für den Erhalt dieser Welt auf andere zu vertrauen. (Quelle: Klappentext)



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Erschienen ist das Buch im Selfpublishing, vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Leseexemplars. Die Blogtour wurde organisiert von prointernet bookmark.