Donnerstag, 24. November 2011

Teufelswerk

Man hat schon sein Tun, so als Dorfherr zweier Dörfer, deren eine Burg - Merode mit Namen - ebenso geteilt ist und auf der einen Seite von Konrad und auf der anderen vom zehnjährigen Knaben Rikalt und dessen Burgvogt und Vormund Paulus "regiert" wird.

"Hühner, die der Nachbar angeblich gestohlen hatte, fremde Säue, die mutwillig Gemüsegärten ruiniert haben sollten, ein dubioses Testament, das auf geheimnisvolle Weise aufgetaucht war und diesen und jenen enterbte, was die Betroffenen wiederum in rasenden Zorn versetzte..."

Wenn dann noch erst ein Mord und später ein zweiter hinzukommt, ist es wohl zu verstehen, dass Mathäus - eben jener Dorfherr - keine Zeit und Muße für etwas Anderes als die Aufklärung der Verbrechen findet, schon gar nicht für ein "Hobby" wie die Schnitzerei. Und so legt er des Öfteren den Lindenklotz, der sich in eine Skulptur der Heiligen Jungfrau Maria mit dem kleinen Jesus verwandeln soll, wieder beiseite, um erneut auf den Spuren des oder der Täter zu sein.

Dabei erhält er Unterstützung von seiner "Geliebten" Jutta und seinem Freund Hein. Und Störungen erfährt er vom grimmigen Paulus und Dorfbewohnern, die schnell einen angeblichen Mörder entlarvt glauben und gar das Geschehen als Werk des Teufels sehen wollen.

Der Schreibstil ist angenehm, ich habe das Buch "in einem Ritt" durchgelesen. Gefallen hat mir die genaue Beschreibung des Dorfgeschehens, gefehlt hat mir eine solche jedoch für den Protagonisten Mathäus. Nach rechnerischen Überlegungen schätze ich ihn auf Anfang Dreißig, da er wie sein Freund Hein im Prolog "blutjunger" Soldat war und die Haupthandlung elf Jahre später spielt. Dass die Eisen der Zugbrücke auch nach mehrfacher Ermahnung nicht eingefettet wurden, fand ich etwas strapazierend. Dagegen habe ich als Pferdefreundin Julius sofort ins Herz geschlossen, der nämlich "beißt, wenn man ihn grob behandelt".

Der Einband hebt sich von der sonstigen Machart historischer Werke wohltuend ab. Schließlich spielen der Wald und ein junges Mädchen im weißen Kleid eine Rolle. Allerdings erinnert mich der Schnitt des Gewandes eher an die Römerzeit, doch ich will (auch hinsichtlich der "Schminke") nicht kleinlich sein. Die Ausgabe ist eine Neuauflage des ersten Teiles der Merode-Trilogie, und hier kann sie jederzeit erworben werden. Ich hatte das Glück, dass das Buch mir vom Dryas Verlag für eine Rezension bei www.bloggdeinbuch.de zur freien Lesestunde übersandt wurde.

Kommentare:

  1. klingt echt spannend, liebe Grüße von Kathrin

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  2. liebe Anke,
    ja das hört sich wirklich oberspannend an, leider komme ich selten zum Lesen, mein Stapel, der auf mich wartet, wird immer größer, aber ich baue auf die langen Winterabende nach Weihnachten, in denen ich mal so gar nichts vorhabe... und dann arbeite ich den Bücherberg ab.
    Übrigens sind deine Grannies total schön, die Farben so klasse, und so fein gehäkelt, das hast du mal wieder richtig schön gemacht, auch das Häkeln liegt noch als Ferienbeschäftigung an...;o)) zum Schluß mache ich wieder gar nix!!!;o)))
    Herzliche abendgrüße, cornelia

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  3. Liebe Anke,
    ich wünsche Dir einen fröhlichen 1. Advent.
    GLG
    Jeannette

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  4. Liebe Anke,
    Dein Buch hört sich wirklich spannend an. Ich habe schon immer sehr gerne gelesen und bedauere es sehr, dass ich in letzter Zeit überhaupt nicht mehr dazu komme ;-(
    Ich wünsche Dir einen schönen 1. Advent.
    LG Annette
    PS. Die Fliegenpilze bestehen nur zur Hälfte aus Holz - Der Stiel ist aus Holz und die Haube ist aus Metall

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