Dienstag, 11. Juni 2013

Neue Häkelmuster XI

Heute zeige ich euch mal wieder etwas Neues von der Häkelnadel. Nicht dass ihr denkt, ich bin diesbezüglich nicht mehr dabei. Weit gefehlt. Ohne Häkeln geht es nicht. Auch in der "Auszeit" nicht. Deshalb hatte ich mir ein neues Projekt - eine Sommerdecke in Pastellfarben - vorgenommen, an der ich fleißig arbeite.


Praktisch dabei ist, dass ich die einzelnen Grannys einfarbig häkele und ein fertiges dann sofort an das vorangehende anfüge. So sehe ich quasi Stück für Stück, wie die Decke wächst...

Dieses Mal häkele ich mit Nadelstärke 3,5 und verwende Drops Cotton Light, da ich neben Rosa als Hauptfarbe noch weitere Pastelltöne in meinem Wollvorrat hatte. Ich muss allerdings sagen, dass es höchste Aufmerksamkeit erfordert, da das Garn durch die vielen Einzelfäden die Tendenz zum Teilen hat. Inzwischen bin ich da aber geübt...

Montag, 10. Juni 2013

Der Echte

Viele von euch haben es richtig erkannt.


Im Fotorätsel war THYMIAN gesucht.


Und zwar handelt es sich bei dem Exemplar um den "Echten Thymian". Er wurde von meinem Vater selbst gezogen und hat vor drei Jahren einen Platz auf meiner Terrasse gefunden. Ich finde die sanften rosafarbenen Blüten einmalig schön. Mal vom Nutzen der Pflanze als Heil- und Würzkraut abgesehen.


Da ihr alle so fleißig mitgeraten habt, verlose ich im Laufe der Woche unter den richtigen Stimmen eine kleine Überraschung...

Freitag, 7. Juni 2013

Kleines Fotorätsel am Freitag

Na, erkennt ihr mich?


Ich bin eine vielseitig verwendbare Pflanze.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Durchblick

 Täuscht euch mal nicht.


Ich habe euch voll im Blick.


Gebt zu, dass ihr auf meine Haarpracht schon ein bisschen neidisch seid?!

Übrigens heiße ich SIGMA und wohne im Nachbarland Polen. Ich bin äußerst robust und kräftig. Hunde sollten mir nicht zu nahe kommen. Wenn sie meinen, mich jagen zu müssen, täusche ich erst einmal einen Wahnsinnsgalopp an (dass man meint, ich würde "durchgehen"). Doch dann komme ich zum Stehen und lasse sie meine Hufe spüren. Fragt mal die Chefin, die hat das miterlebt...

Mittwoch, 5. Juni 2013

Das Buch des Kurfürsten

Eine Rezension habe ich noch nachzureichen, die wegen meiner kleinen Auszeit liegengeblieben ist. Über Blogg dein Buch hatte ich "Das Buch des Kurfürsten" bekommen. Es stammt aus der Feder von Marlene Laus und wurde vom Dryas Verlag herausgegeben. In der Regel sind die Taschenbücher von dort ansprechend gestaltet. Auf dieses hier trifft es erneut zu.


In und um Heidelberg des Jahres 1595 liegt im November bereits Schnee. Das junge Ehepaar Hedwig und Philipp Eichhorn hat ihr Glück mit der kleinen Tochter Juliana (Juli genannt) gekrönt. Sie arbeitet als Magd beim wohlwollenden und großmütigen Tuchhändler Belier, er ist Knecht in der Kanzlei des Kurfürsten. Ihr Leben ist ruhig und beschaulich. Bis zu dem Tag, an dem Hedwig und ihre Tochter entführt und Philipp erpresst wird. Er soll ein bestimmtes Buch zunächst aus der Kanzlei entwenden, den Entführern übergeben und sodann zurückbringen, andernfalls er seine Familie nicht wiedersieht. So geschieht es auch, doch scheitert die "Rückgabe" am Nichterscheinen der Entführer. Philipp ist verzweifelt und verstrickt sich in Lügen, gegenüber allen und jedem. Währenddessen gelingt Hedwig und Juli mit Hilfe des Walisers Ryss die Flucht...

Wie stets bin ich mit Freude ans Lesen gegangen und habe versucht, zu den Figuren eine Beziehung aufzubauen. Das war etwas schwierig, weil man Hedwig und Philipp nicht gemeinsam agierend erlebt. Denn bereits auf den ersten Seiten des Romans finden Entführung und Erpressung statt. Irritiert hat mich zunächst auch der Name des Kindes: Juli. Sehr modern, dachte ich und konnte mir keinesfalls vorstellen, dass um 1595 jemand sein Kind so benannte. Die Aufklärung erfolgt erst auf Seite 85 (!), oder habe ich es bis dahin überlesen?

Der Sprachstil der Autorin ist größtenteils der Zeit angepasst. Ich persönlich habe allerdings manchmal die Grobheit in den Reden der Entführer als störend empfunden. Sehr umfangreich erfolgt eine Beschreibung der Ritterschaft und des Lehenswesens der damaligen Zeit, der Arbeit der kurfürstlichen Kanzlei mit den dort archivierten sogenannten Kopialbüchern, in denen entsprechende Lehen verzeichnet wurden. Auch Heidelberg und umliegende Ortschaften finden sich ausführlich im Text wieder. Ich hätte mich jedoch über eine Karte gefreut, um eine Vorstellung der Gegebenheiten zu bekommen, da ich dieses Gebiet überhaupt nicht kenne.

Es ist zu spüren, dass sich die Autorin intensiv mit den historischen Fakten auseinander gesetzt hat und diese vermitteln will. Dies tut sie zum Teil seitenweise, das heißt absatzlos. Hier mal ein Beispiel:


Man darf quasi nicht absetzen beim Lesen, da man sonst die Stelle nicht wiederfindet. Das ist ein wenig anstrengend und im ersten Teil des Buches hat es mich auch etwas genervt und meine Lesefreude gemindert. Die kam dann erfreulicherweise im Verlaufe des Geschehens wieder, weil die Autorin nach der historischen Abhandlungen den Spannungsbogen wieder aufnimmt und entwickelt und daneben Augenmerk auf die Beziehung zwischen Hedwig und ihrem Fluchthelfer und Begleiter Ryss legt. Besonders gut hat mir hierbei gefallen, dass Marlene Klaus das Verhältnis zwischen der jungen Frau und dem anfänglich Fremden nicht zu einer Liebesgeschichte ausbaut, sondern mit viel Wärme eine Freundschaft zwischen diesen beiden Menschen erlebbar und nachvollziehbar beschreibt und uns an der Gedanken- und Gefühlswelt der beiden und auch Philipps, der sich sich damit auseinandersetzen muss, teilhaben lässt. Das empfinde ich als sehr gelungen.

Deshalb empfehle ich das Buch trotz seiner Schwächen auch gerne weiter ( wer mag, kann es hier bestellen).

Dienstag, 4. Juni 2013

Spiraea x vanhouttei


Sie macht ihrem Namen alle Ehre.


Die Prachtspiere.


Zwei Büsche sind es...


... die hier alles an Pracht aufbieten...


... was sie können.


Da musste ich natürlich... 


... wieder mehrfach fotografieren...


... und die kleinen Blüten "festhalten".


Sonntag, 2. Juni 2013

Wieder da

 
Eine wettermäßig zwar durchwachsene, aber dennoch wunderbare Woche liegt hinter mir.


Ich habe mich auch ein wenig erholt, was bei solcher Umgebung nicht schwer gefallen ist.


Ein Ort, wo man "die Seele baumeln" lassen...


 ... und in sich hineinhören kann.


Ab morgen hat mich der (Arbeits)Alltag wieder. Und dann werde ich eure Blogs nach und nach besuchen, worauf ich mich schon freue...

Sonntag, 26. Mai 2013

Ins Grüne

 Ihr Lieben, ich nehme eine kleine Auszeit.


Ich bin überzeugt, dass es dort, wo ich bis Freitag ein paar Tage verbringe...


... ebenso grün wie am heimatlichen kleinen See ist...

Donnerstag, 23. Mai 2013

Die Rosengeige

So hätte ich persönlich vielleicht eher den Roman "Der Mondscheingarten" von Corina Bomann genannt. Denn eine Geige mit besonderem Rosenmuster ist Mittelpunkt der Geschichte und verbindet das Schicksal von drei Frauen miteinander.

Da ist zum ersten die junge Geigerin Heather. 1920 soll sie ein Konzert geben, doch kurz vor Beginn verlässt sie die London Hall und verschwindet.

2011 bekommt Lilly, eine junge Witwe, die einen kleinen Antiquitätenladen in Berlin hat, eines Tages Besuch von einem älteren Herrn, der ihr eben diese Geige in die Hand drückt mit dem Bemerken, sie würde die Person sein, die ein Recht darauf habe, das Musikinstrument zu besitzen. Dabei hat sie so gar nichts mit Musik zu tun.

Rose dagegen schon. Auch sie ist Geigerin. 1902 ist sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, und wir begegnen ihr auf Sumatra.

Natürlich möchte Lilly das Rätsel der Rosengeige lösen. Tatkräftige Unterstützung bekommt sie in London, Italien und auf Sumatra. Nicht nur ihre Freundin Ellen, der äußerst charmante (!) Musikexperte Gabriel und noch ein paar Leute stehen ihr hilfreich zu Seite. Wir sind immer mit dabei, oder aber auch ein, zwei Schritte voraus, weil wir insbesondere vom Schicksal der Geigerinnen Rose und Heather im weiteren Handlungsträngen erfahren.

Sympathische Figuren, nette Menschen in tollen Umgebungen beherrschen das Terrain. So wirklich böse ist niemand. Nicht der Manager von Rose, nicht die alte Frau, die Heather "belästigt". Es gibt Schicksalsschläge und Zufälle, und davon reichlich. Ich fand es wiederholend und etwas übertrieben und hätte mir stattdessen mehr Tiefe bei der Charakterisierung der Figuren gewünscht. Gerade die Liebesgeschichte zwischen Rose und Paul bot mehr Potential (verheirateter Engländer liebt "halbe" Minangkabau - der Ethnie auf Sumatra/Indonesien mit matrilinearer und matrilokaler Kultur). Dabei nicht in Klischees zu verfallen, ist natürlich äußerst schwierig...

Einfluss auf meine Meinungsbildung hatte sicher auch die Tatsache, dass ich zum ersten Mal ein Buch geHÖRt habe. Das war zwar praktisch, ich konnte es sowohl beim Fahren im Auto hören als auch zu Hause auf der Couch sitzen und handarbeiten. Jedoch gebe ich zu, dass doch lieber ein Buch in der Hand halte. Ich blättere nämlich gern, mal vor, aber noch viel mehr zurück. Um an ein oder anderer Stelle nachzulesen. Das ist dann wichtig, wenn man wie ich (hier schon einmal berichtet) mehrere Bücher parallel liest. Das klappt bei einem Hörbuch nicht bzw. nur kapitelweise (oder ich stelle mich zu dumm an). Dazu kommt, dass ich beim Lesen eine gewisse Vorstellung entwickele von Menschen und Dingen, je nachdem wie sie beschrieben sind. Ich habe dann oft auch die Stimme im Ohr. Beim Hörbuch liest jemand nach seinem Gusto. Und leider traf Elena Wilms im "Mondscheingarten" nicht durchgängig meinen Nerv. Zudem finde ich, dass einem beim Hören Wortwiederholungen deutlicher auffallen als beim Lesen. Mir als Deutsch-Fan jedenfalls.

Auf jeden Fall hat mir die Leseprobe bei vorablesen besser gefallen als das gehörte Buch. Wer eine leichte (Urlaubs)Lektüre ohne großen Anspruch sucht, ist mit dem "Mondscheingarten" aber durchaus gut beraten.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Haiku am Mittwoch



Seht ihr sie leuchten
In ihrem schneeweißen Kleid?
Im Gras. Maiglöckchen.

(Svanvithe)