Prima, dass ihr mich auf der Suche nach den verschwundenen Löwen der Putbusser Orangerie begleitet. Ich hatte einen heiße Spur. Die führte zunächst nach Lauterbach. Das ist ein kleiner Ortsteil von Putbus, der nur zwei Kilometer entfernt direkt am Greifswalder Bodden liegt. Putbus ist zwar die jüngste Stadt der Insel, jedoch das älteste Seebad der Insel und ganz Pommerns. 1816 hatte Fürst Malte für die Gründung gesorgt.
Damit man auch per Schiff zum Badehaus gelangen konnte, wurde um 1834 ein Landungssteg angelegt.
Erst mit dem Bau des "Hafens" entstand die Ansiedlung Lauterbach.
Und was gehört zu einem Seebad dazu. Na, ein prächtiges Badehaus. Auf Dauer waren die Badekarren für die feinen Herrschaften nicht das Wahre. 1817/1818 ließ Fürst Malte deshalb das fünfzig Meter lange Badehaus Goor errichten. Sind die Fassade und die Säulenhalle mit sage und schreibe achtzehn weißen Säulen nicht beeindruckend? Vollständig habe ich die Säulen gar nicht aufs Bild bekommen, zumindest aber siebzehn von ihnen.
Doch was ist das? Gehen wir näher heran!
Eine Löwe? Nein, doch nicht. Das ist Luna, der Hund meiner Freunde. Nur weil wir uns zu einem Besuch im Putbusser Schlosspark getroffen haben, sind wir überhaupt hier.
Aber da... ist... er... ja! Einer meiner vermissten zwei Orangerie-Löwen. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Seit der Sanierung des Badehauses zieren sie den Eingang zum Kurhotel (wie auf dem Bild oben zu erkennen), dass nunmehr in dem Gebäude sein Domicil hat.
Ein angemessener Platz, findet ihr nicht auch?!
Der Name des Badehauses folgt übrigens der Bezeichnung des umgebenden Gebietes: die Goor. Es handelt sich dabei um ein sieben Hektar großes Waldgebiet, in dem man hauptsächlich Stieleichen und Buchen findet und das zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört.
Und was ihr da am Horizont sehen könnt, ist die Turmspitze der Kirche in Vilmnitz. Die hat auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Doch davon ein anderes Mal.
Für heute ist hier E N D E !

