Dienstag, 18. Februar 2014

Gesa und der Verrat im Kastell Bürgel

Die Römische Provinz im September 356. Die junge Bauersfrau Gesa entkommt den Männern, die ihr Dorf überfallen und nicht nur ihren Ehemann Bernulf und ihre beste Freundin Osrun getötet haben. Doch gerät sie quasi vom Regen in die Traufe und wird innerhalb kürzester Zeit mehrmals vergewaltigt. Zunächst von Soldaten, die sie im Wald aufgreifen. Später begegnet sie Ulfert, den Drillmeister des Kastells Bürgel, in dessen Schatten Gesa wie viele andere Flüchtlinge Schutz und Nahrung sucht. Gegen einen trockenen Platz zum Schlafen und das Versprechen, dass niemand sie anrührt, der es nicht darf, lässt sie sich zur Prostitution zwingen. Währenddessen reift im Kopf des Tribuns Rikulf, des Befehlshabers über die Soldaten des Kastells Bürgel ein Plan zur Ermordung des Neffen und Nachfolgers des Kaisers...

Der Einstieg in den Roman ist "gewaltig", und das Geschehen liest sich zügig und ohne Hänger. Der Autor hat einen flotten, leichten Schreibstil. Die Schilderungen waren für mich sehr deutlich, und mittels meiner Vorstellungskraft hatte ich auch all die üblen Gerüche in der Nase, die genau beschrieben werden. Manchmal stellte sich das ständige Beschreiben von Körperflüssigkeiten doch als anstrengend und damit zu viel heraus. 

Die handelnden Personen sind überschaubar und überfordern den Leser nicht. Denn alle Hauptfiguren hätten eine deutlich vertiefende Charakterisierung vertragen.

Da ist zunächst Gesa. Bewundernswert finde ich, dass sich die 17-Jährige nicht unterkriegen lässt und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Ihr Lebenswille scheint ungebrochen zu sein.  Bis auf die Tatsache, dass Gesa viel Durchhaltevermögen beweist und mir deshalb sympathisch ist, konnte ich jedoch keine wirkliche Verbindung aufbauen. Ein bisschen mehr Hintergrundinformation über das Wenige und Bekannte über die junge Frau (17, blond, Ehemann, Freundin) hinaus wäre - für mich persönlich - wünschenswert gewesen. Vielleicht würde es erklären, warum sie ihre Situation nicht verzweifeln lässt und woher sie die Kraft nimmt, mit den Geschehnissen klar zu kommen.

Daneben fällt Kreka, die Ehefrau Ulferts, auf, deren Vergangenheit als Kriegerin angedeutet, aber dennoch im Dunkeln bleibt und von der ich den Eindruck habe, dass sie vor allem den "Schutz " ihres Ehemannes in dieser von Männern dominierten Zeit und Gegend zu schätzen weiß und darum alles daran setzt, dieses Schutz nicht zu verlieren. 
Ansonsten treten viele Männer auf, die - so scheint es mir - bis auf wenige Ausnahmen nur daran denken, bei Gesa Befriedigung zu finden. Zu diesen erfreulichen Ausnahmen gehört Lutto, der damit trotz seiner blutigen und grausamen Vergangenheit ein Lichtstrahl am Horizont ist.
Zum Ende hin geht dann alles sehr schnell. So schnell, dass gar nicht mehr ins Gewicht fällt, dass der Verlag im Klappentext ankündigt, Gesa würde den Verrat aufdecken. Denn wer dies erwartet, wird enttäuscht werden. Und zum weiteren Schicksal von Gesa fällt mir nur "Vom Winde verweht" ein?

Den Einband finde ich in Ordnung. Er passt zum Inhalt. Hilfreich war für mich die handgezeichnete (mal etwas anderes) Karte, mit der ich eine guten Blick bezüglich des Aufbaus eines Kastells bekam. 
Alles in allem lässt sich die Geschichte gut lesen, sie ist unterhaltsam, stellt jedoch keine große Leseherausforderung dar.

Montag, 17. Februar 2014

Von Herzen!


Rat eines PferdesTM

Nimm die Hürden des Lebens im Schritt
Lass die Zügel locker
Sei beherzt und frei
Halte die Dornen von deinem Sattel fern
Trage deine Freunde, wenn sie es brauchen
Halte dich gerade
Galoppiere zur Großartigkeit!

Ilan Shamir*
(Genehmigte Übersetzung: Svanvithe)


Zuckerschnute Resada wird 26!


Alles Liebe, meine Schöne, ich denke an dich.
(Leckerlis gibt es heute von Chefin Ines).


*(c)2008 YTN, Advice from a Horse is a trademark of Your True Nature, Inc. Reprinted by permission. www.YourTrueNature.com 1-800-992-4769

Donnerstag, 6. Februar 2014

Anker hoch!


Das heißt es bald für einen kleinen Piraten im Elfenrosengarten. Zumindest was die Kleidung betrifft.


Urte bat mich, für ihren Jüngsten eine kuschlige Weste zu stricken. Und diesem Wunsch bin ich gerne nachgekommen. Am Wochenende glühten die Stricknadeln und am Dienstagabend die Näh- und Häkelnadel, um das Werk zu vollenden.


Das hat mir wirklich viel Freude gemacht...

Mittwoch, 5. Februar 2014

Hallo!

Darf ich mich vorstellen?

Ich heiße Hermann.


Letzte Woche bin ich auf den Reiterhof gezogen und bekam einen neuen (Ruf)Namen. Findet ihr nicht auch, dass er super zu mir passt?!


Übrigens gehöre ich zu den Shetlandponys und habe ein (Stock)Maß von 96 Zentimetern. Meiner neuen Chefin Ines war ich deshalb ein bisschen zu klein. Doch ich habe meinen süßesten Blick aufgesetzt. Da musste sie mich einfach mitnehmen. 


Jetzt gewöhne ich mich auf dem Hof erst einmal ein und lerne die anderen kennen. Bestimmt kann ich allen ein bisschen Freude nach dem Abschied von Rasputin bringen. Ich bin nämlich ein putzmunterer Geselle...

Dienstag, 4. Februar 2014

Tschüss Rasputin!


Es stimmt einen immer traurig, wenn man ein lieb gewonnenes Wesen gehen lassen muss. Alle Tierfreunde können das sicher nachfühlen.



Unser Reiterhof hat sich am 16. Januar von Rasputin verabschieden müssen. Nun ist er bei all den anderen im Pferdehimmel...



Montag, 3. Februar 2014

Winter


Ja, so sah es bei uns letzten Freitag noch aus.


Der See war zugefroren...


... und wie die Felder mit einer Schneeschicht überzogen.


Am Wegesrand...


... türmte sich...


... die weiße Pracht.


Solche Gebilde...


... finde ich schon faszinierend.


Mal schauen, wie lange sie durchhalten.
Denn auch bei uns steigen die Temperaturen.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Haiku am Mittwoch


Gold liegt in der Luft.
Die Sonne strahlt zum Abschied -
Januarabend.

(Svanvithe)


Montag, 27. Januar 2014

Für die Hände

Erinnert ihr euch noch an diese Handstulpen (Paar Nummer ZWEI)? Die waren entstanden aus zwei Blautönen, die ich übrig hatte von


Paar Nummer DREI


und


Paar Nummer VIER
(das Blau ist etwas dunkler als auf dem Foto).


Beides waren Weihnachtsgeschenke für liebe Menschen. Und wenn ihr jetzt nachzählt und nach Paar Nummer EINS sucht, das findet ihr hier.

Bei uns sind nach einen eisigen Wochenende mit Temperaturen von minus zwölf Grad nunmehr um die minus vier Grad. Da kann man ein paar Handstulpen (beispielsweise beim Autofahren) gut gebrauchen. Weswegen ich auch welche trage. Die stammen jedoch nicht von meiner Nadel, sondern waren ein Geschenk aus dem Haus Nummer 5.


Vielen Dank nochmals, liebe Gisa, ich trage sie sehr gern.

Freitag, 24. Januar 2014

Gemischt

So begann das Jahr 2014 für mich. Mit einem kleinen Bericht, warum das so war, melde ich mich (endlich) zurück in der Bloggerwelt.

Ihr erinnert euch? Ich war in Nürnberg, und die Tage mit der Rasselbande meiner Schwester...


... waren sehr schön und intensiv. Leider musste ich den sich geplanten Reiturlaub verschieben, hoffe jedoch, ihn bald nachholen zu können. Stattdessen hatte ich also noch ein paar geruhsame Tage mit Aufräumen und Sortieren zu Hause vor mir. Gerade einen Tag daheim, passierte ein "kleiner" Unfall: Ich stürzte und beim Fallen habe ich mit meinem rechten Handgelenk "abgefangen". Zunächst war außer einem leichten Schmerz nichts zu spüren. Abends wurden die Schmerzen stärker, so dass ich ins Krankenhaus gefahren wurde. Das Handgelenk wurde geröngt, und obwohl zwei Ärzte auf dem Bild nichts erkennen konnten, was auf eine Fraktur hindeutete, bekam ich einen signalrot verpackten Gips. Das stellte sich als Vorteil heraus, denn so "beruhigte" sich das Handgelenk, und ich kam schmerzgedämpft durch die Nacht. Am nächsten Tag war ich beim Chirurgen, der - nachdem er hörte, dass ich weniger bis kaum Schmerzen hatte - den Gips entfernte. Ich bekam dann eine Handorthese und Tabletten, weil er vermutete, dass es sich um eine Gelenkentzündung handelt, er selbst hatte auf dem Röntgenbild auch keine Fraktur sehen können. Da ich 2005 bereits einen "richtigen Bruch" hatte, konnte ich ebenfalls den Vergleich ziehen und davon ausgehen, dass ich dieses Mal bruchtechnisch verschont wurde. Um es abzukürzen: Inzwischen ist das Handgelenk wieder fit, ich trage die Orthese nur noch bei bestimmten Yoga-Übungen...

Das war der eine Grund, warum hier im Blog nichts passiert ist. Der andere ist, dass ich die letzten zwei Wochen im Büro sehr viel Stress hatte. Der betraf nicht meine Arbeit, doch belastete mich enorm und vermieste mir gänzlich die Laune zum Bloggen. Ich mochte weder Posten noch Lesen.

Mittlerweile sehe ich Licht am Horizont (okay, heute bei dem grauen Himmel gerade nicht) und denke, dass ich in der nächsten Zeit wieder zu den aktiveren Bloggerinnen zählen werde.

Schließlich warten hier ja auch noch ein paar wunderbare Preise für die Gewinner der schönsten Weihnachtsbäume des letzten Jahres...

Samstag, 4. Januar 2014

Hallo, ihr Lieben!

Gerade sitze ich mit Nichte Lara vor dem PC und schaue ein bisschen, was es Neues gibt. Ich habe meinen Feiertagsurlaub verlängert und bin ein paar Tage in Nürnberg. Am Dienstag reise ich weiter Richtung Polen, um noch einige Zeit auf dem Rücken der Pferde zu verbringen.

Ich melde mich mal zwischendurch, damit ihr euch nicht wundert, warum es derzeit so still hier auf dem Blog ist.

Hoffentlich seid ihr alle gut und gesund ins neue Jahr gestartet. Jedenfalls wünsche ich euch allen ein erlebnisreiches und vielfältiges 2014! Am nächsten Wochenende bin ich dann wieder im Lande...