Donnerstag, 3. Juni 2010

Projekt Kuscheldecke

Bei den Großmütterchen bin ich in der bunten Gruppe, da ist aber noch ein wenig Warten angesagt, bis ich euch ein Ergebnis zeigen kann.

Das heißt jedoch nicht, dass ich abends untätig in meinem Berliner Zimmer sitze.

Das "Projekt Kuscheldecke" ist mal ganz für mich allein, und - wie sollte es anders sein - in meinen liebsten blauen Farben.

Diese sechs Farbvarianten sind fertig. Jetzt folgen noch vier Grannys je Musterbeispiel, macht dann nach Adam Ries insgesamt 30, bei denen Fäden vernäht werden müssen (oh Graus), bevor ich sie miteinander verhäkeln kann.

Ein bis zwei schaffe ich an drei wöchentlichen Häkelabenden, wenn ich auch mal ein Wochenendstündchen einschiebe, dürfte ich in vier Wochen fertig sein. So viel Zeit gebe ich mir, dann habe ich eine wunderbare Kuscheldecke für die kühlen Sommerabende (obwohl, im Mai hätte ich sie schon gut brauchen können).

Mittwoch, 2. Juni 2010

Kastanienblüten

Duftige Kastanienblüten
Gleiten, schwirren leuchtend nieder...

(Hugo von Hoffmannstal, Auszug Prolog zu "Anatol")

Dienstag, 1. Juni 2010

Internationaler Kindertag

Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken; denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Haus geben, aber nicht ihrer Seele; denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst - nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen; denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden...
Lass die Bogenrundung in deiner Hand Freude bedeuten.

(Kahlil Gibran)


Liebe und Glück zum Kindertag
für alle Kinder!


Lucas und Hennes im Apfelbaum ihrer Oma/Uroma

P. S. für Frau Großmutter und alle,
die es noch nicht wissen und die es interessiert:

Der blonde Lucas ist mein Sohn und wollte hier mal wieder gezeigt werden.
Er ist der Onkel (!) von Hennes,
dessen Mutter die große (Halb)Schwester von Lucas ist.

Wurde das jetzt klar genug ausgedrückt?!

Montag, 31. Mai 2010

Rosa Blüten und Zirbenholz

Letztes Wochenende war nicht nur Rosenrosa
ganz hin und weg vom Inhalt des Päckchens

Bei ihrer Verlosung habe ich dieses traumhaft schöne Bild,
das Bea auf Holz aufgezogen hat,
gewonnen
und bin ich vollkommen begeistert.

Auch Rosenrosa mag sich gar nicht davon trennen.

Du hast mir eine große Freude gemacht, liebe Bea,
jetzt habe ich den Frühling immer im Blick.


Und dann nutze ich auch gleich noch die Gelegenheit,
mich bei der lieben Ingrid zu bedanken.

Von ihr, die keinen eigenen Blog hat
und die ich über mein Heimatquiz kennengelernt habe,
bekam ich "einfach so" dieses wunderbare Zirbenkissen geschenkt.

Ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe
und bedanke mich von Herzen dafür.

Sonntag, 30. Mai 2010

Rüganer Sonnabend

Für alle, die es noch nicht wissen, sei hier noch einmal kundgetan: Ich bin ein geborenes Inselmädchen, eine Rüganerin, stamme also von Deutschlands größter (und schönster) Insel.

Am Sonnabend war endlich mal wieder so weit, und wir haben ein Tag bei meinen Eltern verbracht. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und die Sonne zum Scheinen verpflichtet, auch wenn es mit 17 Grad doch recht frisch war.

Aber in diesem wundervollen Garten kann man so herrlich relaxen. Meint ihr nicht auch?!

Schon auf der Hinfahrt sind uns Rapsfelder en gros begegnet und auf unserer Rücktour hielten wir an, um ein paar Fotos zu schießen. Die Familienfotos sind in der Kamera meines Mannes gelandet, aber diesen Anblick musste ich euch einfach noch zeigen.

Ich liebe diese Weite...

Donnerstag, 27. Mai 2010

Pusteblumen

Was gestern leuchtendgelb hier stand,
ich heute weiß und flockig fand.
Ein Meer von Pusteblumen
steht da, zum Flug bereit,
und eine leichte Brise,
trägt übers Land sie weit.
An jedes Schirmchen hänge
ich meine Sehnsucht dann,
damit vielleicht auch eines
dein Herz erreichen kann.

(Annegret Kronenberg)

Mittwoch, 26. Mai 2010

Pferdeparade...

... in Form von vier kleinen Notizheftchen.

Für die Pferdefreundin.

Oder einfach so zur Freude.

Nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Reinschreiben.

Dienstag, 25. Mai 2010

Zerblättern die Apfelblüten


Wie kleines feines Papier zerblättern die Apfelblüten,
Schier ein Atemhauch entführt sie dir,
Kannst sie mit keiner Hand vorsichtig hüten.

Sind wie ein rosiger Hauch, der über Nacht entstand,
Und sie entschweben auch, eh du's gedacht;
Haben glückliche Augenblicke in die Leere gebracht.

Sind wie Liebessekunden flüchtig entschwunden.
Waren in Gedanken unendlich groß, regnen zur Erde lautlos
Und liegen dir wie ein Blättlein Papier unscheinbar im Schoß.

(Max Dauthendey)

Freitag, 21. Mai 2010

Liebenswert sind Menschen, die...

... nicht gleich am Leben verzweifeln, wenn sie einen Rückschlag erleiden. Die nicht bei jeder Schwierigkeit den anderen die Schuld geben oder dem Schicksal, dem Leben oder Gott. Die nicht meinen, alles haben oder erreichen zu müssen. Die sich Problemen stellen, statt vor ihnen davonzulaufen.

Rainer Haak

Donnerstag, 20. Mai 2010

Heute postet mein Mann

Ihr Lieben, an der Überschrift seht ihr, dass ich hier meinem Mann Platz einräume. Vorweg schicke ich aber ein herzliches Dankeschön an alle, die uns ihre lieben Wünsche übermittelt haben.

Meine Frau sagt: Schreib' mal was über deine Ablation, vielleicht kannst du anderen damit die Angst vor solch einem Eingriff nehmen. Okay, das ganze ist eigentlich keine große Sache, vor allem wenn man es hinter sich hat.

Die bei mir seit vielen Jahren ständig auftretenden Extrasystolen haben mir das Leben bis dahin oft schwer gemacht. Jetzt wollte ich es wissen und habe mich den Ärzten des Uniklinikums Rostock anvertraut. Hier werden von Professor Bänsch und seinen Spezialisten tachykarde Herzrhythmusstörungen mit Hochfrequenzstrom behandelt (Eine Ablation in Rostock und damit in Mecklenburg-Vorpommern ist erst seit Herbst 2007 möglich. Vorher mussten Patienten nach Berlin, Hamburg usw.).

Nachdem meine Leisten punktiert sind, werden über diese Zugänge vier Katheter entlang der Blutbahn ins Herz geschoben. Ich nehme alles wahr, bin nicht narkotisiert. Der Sinusknoten ist der natürliche Impulsgeber des Herzens. Die Ärzte sagen mir, dass ich einen zweiten Impulsgeber habe - den gilt es zu finden und auszuschalten. Durch den Katheter orten die Ärzte zusätzliche Leitungsbahnen oder Erregungszentren und veröden sie. Dies ist leichter gesagt als getan. Über zwei Stunden "geht" die Prozedur, ist aber verglichen mit einer lebenslangen Arzneitherapie nur ein Augenblick. Völlig ungefährlich ist das Verfahren allerdings nicht, verlangt es doch äußerste Präzision. Und über die Risiken wird man vorher ausführlich aufgeklärt.

Nach anfänglichen kleinen "Verödungserfolgen" ist dann leider Schluss. Wegen der Rhythmusstörung an einer äußerst ungünstigen Stelle, nämlich dem av-Knoten muss ich leider die Entscheidung treffen, dass nicht mehr weiter abladiert wird, weil dann die Behandlung lebensgefährlich wäre. In Zukunft müssen mir hier doch einige Medikamente helfen.

Allen Betroffenen sei an dieser Stelle gesagt: Ein Spaziergang ist das Ganze nicht, wohl aber gibt es Schlimmeres. Spätestens während meines kurzen Krankenhausaufenthalt ist mir das wieder klar geworden.