Sonntag, 29. Januar 2017

Ein Bilderbuch mit Botschaft

Herr Rock ist ein brummiger Zeitgenosse. Ihn stört der Lärm, der ihn umgibt, und er wünscht sich nichts mehr als seine Ruhe. Doch er glaubt, die Lösung gefunden zu haben: Aus einer verfallenen Burg hoch oben auf einem Berg soll eine Festung mit dicken Wänden werden. Doch leider steht diesem Ziel seine Unfähigkeit im Wege, die Festung selbst zu bauen. Also benötigt er Hilfe, und diese findet er unter anderen bei der Architektin Frau Tasar, dem Bauunternehmer Herrn Batir, der Malerin Frau Dipingere..., und jeder gibt ihm Tipps und Ratschläge, wie das Bauwerk schöner werden könnte. Ehe Herr Rock sichs versieht, ist seine Festung fertig. Nur hat er sie sich so vorgestellt?


"Die Festung des Herrn Rock" ist ein zauberhaftes Bilderbuch des Autors und Illustrators Boris Zatko, das nicht nur Kindern Freude bereitet, sondern Erwachsene gleichermaßen zu begeistern vermag, vermittelt die Geschichte doch eine zurückhaltende Botschaft für Offenheit, Gelassenheit und Rücksichtnahme im Umgang miteinander, egal wie unterschiedlich die Menschen in der Herkunft, dem Wesen und ihren Ansichten sind. Erst das bunte Miteinander bereichert unser Leben. Damit spricht sie mir persönlich sehr aus dem Herzen.

Die zeichnerische Umsetzung finde ich hervorragend. Die farbenfrohen Bilder überzeugen mit Klarheit und Detailverliebtheit, unterstreichen den Inhalt der Geschichte und wecken so ganz nebenbei Erinnerungen an die eigene Kindheit ("Räuber Fürchtenix"). Nicht nur das "Wimmelbild" am Anfang lädt den Betrachter immer wieder ein, Neues zu enden.


Dabei erhellt so manches Schmunzeln das Gesicht, das einen während des Lesens und Anschauens nicht verlassen mag, während Herr Rock sich von einem mürrischen alten Mann in einen sympathischen Herrn wandelt, der völlig vergisst, dass er sich ein ruhiges Leben gewünscht hat.

Ein wundervolles Bilderbuch mit eindeutiger, aber unaufdringlicher Botschaft, das unsere Welt ein wenig fröhlicher macht.

Ich danke Boris Zatko für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, dieses hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.

Dienstag, 24. Januar 2017

Neues vom Pferdehof - Warten

Haaallo!

Wann kommst du denn mal wieder her und bringst uns ein paar Leckerli?

 
  
Am Freitag sehen wir uns, denn endlich sind Schnupfen und Ohrenschmerzen erledigt.

Sonntag, 22. Januar 2017

Köstliche Liebesgeschichte

Es ist die Leidenschaft für das Kochen, die die Helden von "Taste of Love - Geheimzutat Liebe" verbindet. Doch während Andrew Knight  das Handwerk von der Pike an gelernt hat und nach jahrelangen Mühen nun erfolgreich sein eigenes Restaurant in Boston führt, kämpft Brooke Day an der Küste Maines um das Überleben des Restaurants ihres Vaters, der sich um ihre kranke Mutter kümmert. Und während Andrew ausgebrannt und unzufrieden ist und die Lust am Kochen größtenteils verloren hat, steht Brooke mit Hingabe am Herd, nachdem sie ihren Job als Journalistin aufgeben und ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt hat, um ihrer Familie zu helfen.

Das Kennenlernen ist holprig, und beide halten zunächst nicht sehr viel voneinander. Aber Drew ist zum Aufenthalt in dem kleinen Küstenort gezwungen und erhält bei Brooke Unterschlupf. In ihrer Küche nähern sich die beiden langsam an. Hier lernt Andrew, wieder Spaß an seiner Arbeit zu haben und findet gleichzeitig Gefallen an der vermeintlich herrischen und zickigen "Kratzbürste" mit frechem Mundwerk, die sich als humorvoller, willensstarker und fürsorglicher Mensch entpuppt. Und auch Brooke entdeckt, dass Drew doch nicht so ein überheblicher Großstadtsnob ist wie gedacht.
Allerdings hat Drew nicht offenbart, dass er ein erfolgreiches Restaurant führt, und es es fraglich, was geschieht, wenn Brooke dies erfahren sollte...


"Geheimzutat Liebe" ist eines der Bücher, bei denen ich mich von Anfang an wohl gefühlt habe. Schon das Cover ist ein Hingucker. Es passt perfekt zum Inhalt der Geschichte. Diese ist gut und mit leichter Hand geschrieben und hat mich auf angenehme Art und Weise unterhalten. Ich habe sie mit Freude und so manchem Lächeln gelesen, weil ich das Geschehen und die Gefühle nachvollziehen und mich in die Figuren hineinversetzen konnte. Denn Poppy J. Anderson lässt ihre Helden mit viel Esprit agieren. Brooke und Andrew sind sympathische Zeitgenossen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und sich in ihrer Begeisterung für das Kochen, ihrem Bestreben, etwas Eigenes zu schaffen und sich zu beweisen und ihrem Wunsch, glücklich zu sein, ähneln. Dabei sind sie nicht fehlerlos, sondern sehr emotional, was sie menschlich macht.

Neben Brooke und Andrew tritt ein Ensemble in den Nebenrollen auf, das zum Erfolg des amüsanten und köstlichen Romans beiträgt. Wobei "köstlich" durchaus wörtlich gemeint ist, da die beschriebenen Gerichte, die gekocht werden, den Magen knurren lassen. So hatte ich oft das Bedürfnis, ein Kochbuch zu wälzen und etwas neues Kulinarisches auszuprobieren...

Wer sich den Tag mit einer romantischen Liebesgeschichte ohne Kitsch versüßen will, ist hier genau richtig.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Frohe Weihnachten

Ihr Lieben,

ich wünsche euch wundervolle,
entspannte und harmonische Feiertage
mit vielen Momenten zum Innehalten.




Sonntag, 11. Dezember 2016

Dritter Advent

Ich wünsche euch einen entspannten dritten Advent.






In diesem Jahr habe ich wieder einmal einen Kranz gebunden.

Montag, 5. Dezember 2016

Frostige Schönheiten

Jetzt wird es im Norden wieder milder.


Doch auch wir hatten schon frostige Zeiten.


 Diese Rosen hier werden zwar nicht mehr blühen.


Aber diese "verzuckerte" sieht einfach zauberhaft aus.


Samstag, 3. Dezember 2016

Adventskalenderzeit

Durch den Advent begleiten mich wieder Kalender:

Zum einen öffne ich jeden Tag den Teekalender von Herrn Schwanenweiß.


Und die Adventskalender-Kooperation ist ebenfalls wieder fleißig gewesen.


Unser gemeinsames Auspacken dauert dieses Jahr sogar bis zum 31. Dezember.

Vielen Dank, Mädels, es macht immer wieder Freude...

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezember



Ich wünsche euch einen guten Start in den letzten Monat dieses Jahres.


Dienstag, 11. Oktober 2016

Tierische Begegnungen: Nachmittagspause... beendet

Leute, munter werden.


Schaut mal, wir haben Besuch.


Lass uns ein Stück vorgehen.


Hey du!


Wer bist du denn?


Ich hab dich hier noch nie gesehen.


Du siehst komisch aus.


Findest du nicht auch, Bruno?


Muss ich mir mal genauer betrachten.


Echt jetzt...


Was die nur wieder haben.


Wahrscheinlich noch nie 'nen Menschen gesehen...

Montag, 10. Oktober 2016

Zwei Frauen in Norwegen

Mit ihrem neuen Roman bleibt Christine Kabus ihrer Linie treu und führt den Leser erneut nach Norwegen. Im Mittelpunkt des Geschehens, das im Jahr 1895 beginnt, stehen zwei unterschiedliche junge Frauen, die bei näherer Betrachtung doch einige Gemeinsamkeiten aufweisen.

Da ist einerseits die fünfundzwanzigjährige Clara. Die Deutsche ist ein Findelkind und eine Waise und scheint ihr Glück trotz aller Widrigkeiten gefunden zu haben. Schließlich hat sie es vom mittellosen Dienstmädchen zur Ehefrau eines aufstrebenden Juristen gebracht. Ihr Mann Olaf Ordal ist grundsolide und einer von der stillen Sorte, der seiner Frau mit Achtung und Respekt begegnet und für sie und Sohn Paul sorgt. Vor zehn Jahren hat Olaf seine Heimat verlassen, und als er mit seiner Familie zu einem Leben in die Südsee aufbrechen will, ruft ihn eine Nachricht zurück nach Norwegen. Mit offenen Armen werden die jungen Ordals dort nicht empfangen. Und als ein Unglück geschieht und Olaf stirbt, verschlechtert sich für Clara und Paul die Situation zusätzlich. Denn sie befinden sich nicht nur in einem unbekanntes Land, sondern sehen sich zudem Menschen gegenüber, die sie nicht willkommen heißen und akzeptieren wollen, ja sogar vehement ablehnen. Doch bei aller Verzweiflung gibt es auch Lichtblicke...

Im Gegensatz zu Clara ist Sofie als Tochter des Bergwerkdirektors Ivar Svartstein in ein privilegiertes, sorgenfreies Leben hineingeboren. Sie möchte sich nicht mit ihrem vorbestimmten Schicksal als Frau abfinden und nutzt jede Gelegenheit, ihrer Welt zu entfliehen, auch um ihren Wissensdurst und ihre Neugier zu stillen. Sie glaubt daran, dass in einer Ehe Zuneigung zärtliche Gefühle herrschen können und dass eine Liebesheirat keine romantische Utopie sein muss, sondern wahr sein kann. Jedoch das Schicksal macht keinesfalls vor Sofies Familie nicht halt, und Sofie verliert ihre geliebte Mutter bei der Geburt des erhofften Sohnes. Bei deren Eltern findet sie liebevolle Aufnahme, Verständnis und Zuspruch. Gestärkt beschreitet sie neue Wege, findet Erfüllung in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Bibliothekarin, engagiert sich für ein Theaterstück und scheint die Liebe zu entdecken...

Das Geheimnis der Mittsommernacht als Taschenbuch

Christine Kabus verfügt über eine einprägsame Art des Schreibens, die es dem Leser möglich macht, eine Geschichte so zu erleben, als wäre er unmittelbar vor Ort, obwohl einem das Land und die Menschen eigentlich völlig fremd erscheinen. Ihre ausführliche Recherche des historischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergrundes fügt sich gekonnt in die Geschichte ein, ohne ausufernd zu sein. Sie schafft es, mit bildhaften und intensiven Beschreibungen, detaillierte Vorstellungen beim Leser zu erzeugen.

Eine weitere Stärke der Autorin sind die differenziert ausgearbeiteten Figuren. Sie wirken natürlich, lebensnah und glaubwürdig und haben viel Raum, sich zu entfalten und zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen natürlich Clara und Sofie.

Anfänglich ist der sanftmütige Clara ihr neues Leben an der Seite von Olaf immer noch ein wenig unheimlich, und es fällt ihr nach wie vor schwer, unbefangen damit umzugehen, dass sie durch ihre Heirat zur "besseren"Gesellschaft aufgestiegen ist. Sie sieht dieses Leben nicht als selbstverständlich an. Deshalb ist ihre Verzweiflung nach dem Tod von Olaf deutlich spürbar. Sie sorgt sich um die nunmehr fehlende Geborgenheit und Sicherheit. Aber mit der Zeit wächst sie über sich hinaus und kann sich davon lösen, ohne Olaf den Anforderungen des Lebens nicht gewachsen zu sein. Etwas, was in ihrem bisherigen Leben bisher nicht hatte, verfestigt sich, die Gewissheit, dass sie mehr zustande bringen und aushalten kann, als sie sich je zutraute.

Sofie ist 19 und gilt in den Augen einiger Mitmenschen als verschlossen, grüblerisch und widerborstig. Dabei verfügt sie über einen scharfsinnigen Verstand, der sie erkennen lässt, dass die bigotten Ansichten, scharfzüngigen Verurteilungen und engstirnigen Normvorstellungen mancher braver Bürger nicht nur amüsant, sondern unangenehm sind, weil sie durchaus den guten Ruf eines unbescholtenen Mitmenschen vernichten und dem Betroffenen das Leben zur Hölle machen können. Zwar ist auch Sofie nicht frei von Vorurteilen, andererseits es ist ihr möglich, dies selbst zu erkennen und aus ihren eigenen Fehlern zu lernen.

Neben den beiden Frauen vermögen auch die anderen Charaktere zu überzeugen. Während einige wie Paul, Bodil, Per, Mathis und Frau Olsson sofort begeistert aufgenommen werden, rufen andere - beispielsweise Sofies Schwester Silje - durchaus Unbehagen hervor. Daneben gibt es Figuren wie Ivar Svartstein, der nicht unbedingt ins positive Licht gerückt wird, bei dem keinesfalls nur negative Eigenschaften vorherrschen. Hier ist der Autorin eine anschauliche Mischung gelungen.

Christine Kabus überzeugt mit einer Geschichte voller Möglichkeiten und Entwicklungen, mischt diese mit dem Gegebenheiten Norwegens und füllt sie mit beeindruckenden Menschen, die in Erinnerung bleiben.