Dienstag, 17. Februar 2015

Zuckerschnutentag

Resada, meine Beste, heute wirst du schon 27. Und siehst immer noch gut aus. Vielleicht liegt ein wenig mehr Grau in deinem Fell, aber das kann eine alte Lady wie dich nicht erschüttern. Mit deinem Temperament zeigst du oft den Jüngeren, was du mit deinem "großen schönen Herz" (O-Ton Tierärztin) drauf hast.


Ich hoffe, wir haben noch viele gemeinsame Momente, so wie am letzten Freitag, als wir nur zu zweit eine Stunde zusammen verbracht haben. Das gibt mir jedes Mal sehr viel.


Danke, dass du so viel Vertrauen zu mir hast, und danke auch dafür, dass du meinem Ruf immer folgst, damit ich nicht durch den Modder waten muss...

Dienstag, 10. Februar 2015

Eine (Zeit)Reise nach Kastilien

Isaura, eine deutsche Journalistin, hat ihr Leben lang schon Visionen und Träume, in denen sie fremden Gestalten aus vergangener Zeit begegnet. Bislang sträubt sie sich allerdings, sich damit intensiv auseinanderzusetzen. Vielmehr ist sie mit der Frage beschäftigt, ob sie, nachdem sie von ihrer spanischen Großtante ein kleines Anwesen geerbt und sich von ihrem Ehemann nach dessen Untreue getrennt hat, ihren Lebensmittelpunkt ganz nach Kastilien verlegen soll. Denn da gibt es den Arzt Marco, der für sie tiefe Gefühle hegt, die sie - noch etwas unsicher - erwidert. Als sie mit ihm auf eine Reise geht, um für einen lange fälligen Artikel zu recherchieren, häufen sich die unerklärlichen Ereignisse, bis sie mit einem tragischen Unfall enden: Bei der Erkundung des jahrhundertealten Palastes in Cordoba "sieht" sich Isaura von einem Mann bedrängt, stürzt von einer Balustrade in die Tiefe und verliert das Bewusstsein. Nach ihrem Erwachen muss sie erschreckt feststellen, dass sie sich nunmehr in einer anderen Zeit befindet, nämlich im 15. Jahrhundert. Als Hofdame Teresa lebt sie am Hof der Königin Isabel von Kastilien. Gibt es für sie die Möglichkeit, in die Gegenwart und damit zu Marco zurückzukehren?

Wie bereits im ersten Roman der Triologie, "Das kastilische Erbe", erzählt Ulrike Schweikert auch in "Das Vermächtnis von Granada" die Geschichte abwechselnd auf zwei Zeitebenen.

In der Gegenwart erhält der Leser Einblick in das Leben von Isaura, die von Visionen verfolgt wird und mit Marco nach bitterer Enttäuschung eine neue Liebe gefunden hat. Während sie im Koma liegt, begibt sich ihre Seele auf eine Wanderung in die Vergangenheit.

Im Mittelpunkt des historischen Teils steht das kastilische Königreich in den Jahren von 1476 bis 1504. Isabel von Kastilien ist seit zwei Jahren Königin und hat den Anspruch auf die Krone gegen ihre Nichte Juana La Beltraneja gesichert und kann sich nun der inneren Befriedung des Reiches, unter anderem durch die Einführung der Santa Hermandad, einer Polizei- und Militärorganisation, widmen.

Die Jahre sind daneben geprägt von der Wiedererrichtung der Inquisition unter königlicher Kontrolle und dem entschlossenen Vorgehen gegen bekehrte Juden, die im Verdacht stehen, insgeheim noch ihrem früheren Glauben anzuhängen. Außerdem betreibt Isabel planmäßig die Rückeroberung des letzten muslimischen Reiches der Halbinsel. 1491/1492 fällt Granada, die Reconquista ("Rückeroberung") ist beendet. Tausende Muslimen verlassen das Land. Ebenso werden die Juden erfolgreich vertrieben. Beides bedeutet sowohl einen wirtschaftlichen als auch künstlerischen Aderlass.

Ulrike Schweikert liefert eine Fülle an historischem Hintergrund, beschränkt sich jedoch auf wesentliche Ereignisse und weiß diese für den Leser fesselnd aufzubereiten, ohne ihn zu überfordern. Gleiches gilt für die Einführung historisch belegter Personen. Insgesamt entsteht so ein farbenprächtiges Bild einer Zeit, die mit der brutalen Verfolgung und Vertreibung von muslimischen und jüdischen Menschen im Namen des katholischen Glaubens einen grausamen Höhepunkt aufweist.  

Ulrike Schweikert ist eine ausgezeichnete Erzählerin. Sie schildert überzeugend, lebendig, bildreich und emotional menschliche Schicksale, schafft glaubwürdige Figuren.

Allen voran beeindruckt Isaura mit ihrer Fähigkeit und ihrem Willen, sich in der Vergangenheit der neuen Situation zu stellen, gleichwohl nicht alles hinzunehmen. Zwischen Hoffen und Bangen versucht sie, ihren Weg auch im kastilischen Königreich zu finden. An ihrer Seite steht eine bemerkenswerte Person: Jimena, deren im "Kastilischen Erbe" begonnene Geschichte nunmehr hier seine Fortsetzung erfährt. Ihr lebhaftes, freimütiges und aufrichtiges Wesen nimmt den Leser von Beginn an für sie ein. Nicht zu vergessen: Isabel von Kastilien. Sie ist eine energische Frau, gebildet und intelligent, tatkräftig, hat Rückgrat und einen festen Willen. Sie kann ausgezeichnet reiten, was ihr bei den vielen Reisen durch das Land zugute kommt. Zwischen Königin und Hofdamen herrscht ein sehr persönlicher, ja freundschaftlicher Umgang. Isabel ist offen gegenüber Meinungen, die auch Bedenken enthalten und zur Mäßigung raten, nur in der Frage des christlichen Glaubens erscheint sie unnachsichtig. Trotz dieser Widersprüchlichkeit hat sie eine außerordentliche Präsenz, der man sich schwerlich zu entziehen vermag.

In der Gegenwart überzeugt Marco besonders durch seinen Zwiespalt, neben wissenschaftlich Belegbarem auch Unerklärliches zuzulassen. Die Seelenwanderung wird im Großen und Ganzen plausibel und nachvollziehbar geschildert, so dass es dem Leser leicht fällt, sich diesem fantastischen Element zu öffnen.


Das Erscheinungsbild des Buches ist äußerst gelungen. Nicht nur das Cover punktet mit einem passenden Blick auf die Alhambra von Granada. Auch die Karte der iberischen Halbinsel um 1480, ein umfangreiches Personenregister und ein geschichtlicher Abriss runden das Lesevergnügen ab. Erwähnt sei, dass "Das Vermächtnis von Granada" durchaus unabhängig vom Vorgängerroman "Das kastilische Erbe" gelesen werden kann und auf Grund seiner tiefgründigen Darstellung der Geschichte und ihrer Protagonisten die Vorfreude auf den Abschluss der Triologie erhöht.

4,5 Sterne

Donnerstag, 5. Februar 2015

Bitte zu Tisch!

Im Winter mutiert Herr Schwanenweiß immer zum Vogelmann. Das werden die gefiederten Freunde zu festen Fütterungszeiten, die sie auch schon kennen, versorgt. Wenn Schnee liegt, sind sie über die Leckereien besonders erfreut. Und unser Hausamselmännchen erlaubt dann gerne ein paar Fotos.








Übrigens sind die Bilder nach dem Schneefall Ende Dezember 2014 entstanden. Die letzten Tage hat es zwar auch geschneit, aber wie ihr wisst, bin ich in der Woche nicht daheim. Und heute hatte ich angesichts der Sonne draußen mal wieder Lust zu posten und habe deshalb auf die Fotos zurückgegriffen.

Dienstag, 27. Januar 2015

Flaute

Ihr Lieben, der Sturz und die Schmerzen in der Schulter haben mir doch mehr zu schaffen gemacht, als ich dachte. Deshalb wurde mein Blog von mir zunächst in einen kleinen Dämmerschlaf versetzt.

Als es dann immer besser wurde, überkam mich ein große Unlust für das Bloggen. Es fehlte der Wind, der mich aus der Flaute treibt, auch wenn es zwischendurch im Norden durchaus stürmisch zuging. Selbst Herr Schwanenweiß zog schon die Stirn kraus, als er das bemerkte.

Ein wenig hänge ich immer noch im Winterblues fest (obwohl wir hier ja keinen echten Winter haben), das Sonnenlicht fehlt mir.

Hinzu kommt, dass einer meiner Autoreifen heute früh auf der Fahrt zur Arbeit seinen Geist aufgegeben hat und nun wegen des Alters der Reifen gleich zwei ausgewechselt werden müssen, damit ein ordentliches Fahren gewährleistet werden kann. Das sind ungeplante Kosten, wofür keiner etwas kann, die einen aber zusätzlich belasten...

Doch Optimistin wie ich bin, ziehe ich mich (wenn auch langsam) selbst hoch und hoffe, dass es bergauf geht. Zumindest meinen Blog schiebe ich wieder an und motiviere mich als Erstes mit einem Bild aus der "Konserve". Die Sonne vor genau einem Monat, so, wie wir sie gern haben...


Und wer mag, schaut hier einmal vorbei. Es gibt endlich die Siegerehrung.

Montag, 29. Dezember 2014

Sonnenschein und Schnee

Noch vor zwei Tagen sah es bei uns so aus:


Eine zauberhafte Wintersonne...


... musste sich mit ein paar Schneeflocken begnügen.


Bis heute Morgen.


Bei dem Anblick muss sie gejuchzt haben.


Und nicht nur sie.


Herr Schwanenweiß und ich...


... nutzten die Gunst der Stunde...


... für einen Spaziergang...


... in Sonne und Schnee.


Ich finde ja...


... dass das des Winters schöne Seite ist.


Dann kann auch ich der kalten Jahreszeit etwas abgewinnen.


Sonntag, 28. Dezember 2014

Vielen Dank...

... für eure lieben Wünsche, ich habe mich sehr darüber gefreut. Wie es derzeit ausschaut, habe ich wirklich Glück gehabt. Von den Schmerzen beim Heben des Armes, die wegen der Prellung wohl noch ein wenig bleiben werden, lasse ich mich nicht unterkriegen. Mir geht es gut, so dass in den nächsten Tagen bei euch vorbei schauen werde.

Und darum konnte ich auch im Plan bei der Wahl des schönsten Weihnachtsbaumes 2014 einhalten und heute alle Bäumchen einstellen. Wer mag, darf gern zur Abstimmung schreiten.

Ein paar heimatliche Bilder von einem wunderbaren Spaziergang im Sonnenschein habe ich dann morgen für euch.

Freitag, 26. Dezember 2014

Nicht mein Jahr

Ehrlich gesagt, war 2014 gesundheitlich nicht unbedingt ein Knüller für mich. Denn in diesem Jahr hatte ich mehrere Blockierungen im Lendenwirbel. Und dann war da ja noch die Geschichte mit dem Iliosakralgelenk.

Und was soll ich sagen, wie es im Januar begann, endet es auch im Dezember:

Voller Freude über das herrliche Wetter (kalt, aber Sonne) war ich heute früh joggen. Leider bin ich auf dem Rückweg gestolpert und gestürzt und habe mich mit meinem rechten hochgerissenen Arm "abgefangen". Ein Glück, dass der Große dabei war...

Der Arzt im Krankenhaus hat zwar nach dem Röntgen Entwarnung für die Schulter gegeben, denn da sitzt der Schmerz. Hoffentlich bleibt es nur beim "muskulären Trauma". Möglicherweise hat mir meine recht gute sportliche Konstitution geholfen, "richtig" zu fallen. Mit Schmerzmitteln funktioniert es halbwegs, so dass ich jetzt sogar diese Zeilen tippen kann. Ich möchte es aber nicht übertreiben und den Arm noch schonen.

Deshalb lasse ich Blogbesuche auch einstweilen ruhen. Es wäre aber trotzdem schön, wenn ihr euch trotzdem an der Weihnachtsbaumaktion beteiligt. Ich würde mich freuen und danke denjenigen, die ihre Bäume bereits gemailt haben.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

24. Dezember 2014

Nach ein paar sehr feuchten und stürmischen Tagen hat es der Wind, der immer noch eifrig bläst, heute geschafft, die Wolken so zu verschieben, dass uns die Sonne lacht. So geht man gleich beschwingter die Feiertage an. 


Bei Karen habe ich im Dezember ein schönes Set von Weihnachtskugeln gewonnen. 


Und so war die Farbgestaltung des schwanenweißen Weihnachtsbaumes für dieses Jahr festgelegt.


Der Große und Herr Schwanenweiß haben das Schmücken übernommen, während ich in der Küche den Kartoffelsalat für den Abend vorbereitet habe.


Die Mischung Pflaume-Silber finde ich gelungen. Ein paar weiße Akzente wurden gesetzt.


Und die Eiszapfen und gläsernen Musikinstrumente dürfen in keinem Jahr fehlen.


Nun möchte ich euch noch herzlich zu meiner Aktion

"Wer hat den schönsten Weihnachtsbaum 2014?"

einladen. Das hat in den vergangenen Jahren sehr viel Spaß gemacht, und ich würde gern an der Tradition festhalten. Wer mag, HIER geht's lang.


Euch allen wünsche ich wunderbare Feiertage.


Mögen sie vor allem geruhsam,
aber natürlich (heute Abend) auch ein bisschen aufregend für euch sein!


Sonntag, 21. Dezember 2014

Mit Julius dem Troll im Mittelalter

"Wer im Mittelalter lebte, war nicht zu beneiden. Die meisten Menschen lebten nicht sehr lange, und wurden oft nicht älter als 40 Jahre alt."


Das weiß Julius der Troll zu berichten. Denn er hat sich für die kleineren Leser auf eine Reise ins Mittelalter begeben und seine Erfahrungen in einem kleinen Büchlein festgehalten. Besser gesagt: er hat Martin Nyenstad schreiben und zeichnen lassen.


Als Ergebnis der Zusammenarbeit können nicht nur der Adel, Ritter, darunter einige berühmte wie König Artus, und ihre Waffen und Kampfspiele kennengelernt werden. Nein, der junge Leser erhält außerdem Einblicke in das Leben auf einer Burg, die Kleidung und das Essen der damaligen Zeit, begegnet Burgfräulein und Bauern.


Julius der Troll hat den Rittereid aufschreiben lassen, dessen Aussage: "Ich gelobe, die Schwachen zu verteidigen... niemals zu lügen..." wohl immer Gültigkeit besitzt. Dann finden sich im Büchlein die Anleitungen zum Bauen eines Schwertes, Nähen von Kleidung und leckere Rezepte und Kinderspiele. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung des Lesen gibt's von Julius dem Troll eine Urkunde, mit der Jungen zum Ritter und Mädchen zum Burgfräulein gekürt werden.


Julius ist ein fröhlicher Troll, die Bilder sind es auch. Es ist zu sehen, dass sie mit Liebe gezeichnet wurden. Die Texte sind kindgerecht und einfach aufbereitet, offenherzig, manchmal ein wenig burschikos (wenn zum Beispiel die Rede von den Manieren ist, "nicht bei Tisch zu pupsen oder zu rülpsen). Das ein oder andere Mal hätte am Ausdruck gefeilt werden können, um Wortwiederholungen zu meiden. Aber da Martin Nyenstad gebürtiger Däne ist und die Verständigung mit Julius dem Troll bestimmt nicht so einfach war, sei hier ein Äuglein zu gedrückt, auch was einige Rechtschreibfehler betrifft.

Denn es hält einen nicht davon ab, beim Lesen des Büchleins Spaß zu haben, weswegen ich es gern weiter empfehle.


Ich nutze die Gelegenheit und verschenke das Büchlein, das besonders für Kinder zwischen fünf und acht Jahren geeignet ist. Daher bitte ich euch, wenn ihr euch "bewerbt", schreibt im Kommentar, ob ihr es für eure eigenen Kinder, Enkelkinder, Patenkinder, Nachbarskinder, Freundeskinder... erhalten möchtet und fügt auch eine Altersangabe hinzu.

Bewerbungsschluss ist der 28. Dezember 2014, 22 Uhr.
Am 29. Dezember 2014 wird ausgelost.

Das Kleingedruckte:
Teilnehmen dürfen alle Leser (unter 18 Jahren jedoch nur mit Erlaubnis der Eltern).
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Montag, 15. Dezember 2014

Nachreichung

Nach zwei Wochen Abwesenheit hatte sich im schwanenweißen Haus einige Post angesammelt.


Darunter war mein Kalender von der Adventskalender-Kooperation.


Das war großartig, auf einen Schlag zwölf Päckchen zu öffnen.


Die Mädels der Kooperation haben sich bei der Auswahl...



... der Überraschungen alle so viel Mühe gegeben.


Dann konnte ich auch noch dies erledigen:  


Ich habe den Adventskranz fotografiert.


Schlicht und dezent dekoriert, so dass viel Grün zu sehen ist.


Ich wünsche euch eine gute letzte Adventswoche.