Donnerstag, 1. Dezember 2016

Dezember



Ich wünsche euch einen guten Start in den letzten Monat dieses Jahres.


Dienstag, 11. Oktober 2016

Tierische Begegnungen: Nachmittagspause... beendet

Leute, munter werden.


Schaut mal, wir haben Besuch.


Lass uns ein Stück vorgehen.


Hey du!


Wer bist du denn?


Ich hab dich hier noch nie gesehen.


Du siehst komisch aus.


Findest du nicht auch, Bruno?


Muss ich mir mal genauer betrachten.


Echt jetzt...


Was die nur wieder haben.


Wahrscheinlich noch nie 'nen Menschen gesehen...

Montag, 10. Oktober 2016

Zwei Frauen in Norwegen

Mit ihrem neuen Roman bleibt Christine Kabus ihrer Linie treu und führt den Leser erneut nach Norwegen. Im Mittelpunkt des Geschehens, das im Jahr 1895 beginnt, stehen zwei unterschiedliche junge Frauen, die bei näherer Betrachtung doch einige Gemeinsamkeiten aufweisen.

Da ist einerseits die fünfundzwanzigjährige Clara. Die Deutsche ist ein Findelkind und eine Waise und scheint ihr Glück trotz aller Widrigkeiten gefunden zu haben. Schließlich hat sie es vom mittellosen Dienstmädchen zur Ehefrau eines aufstrebenden Juristen gebracht. Ihr Mann Olaf Ordal ist grundsolide und einer von der stillen Sorte, der seiner Frau mit Achtung und Respekt begegnet und für sie und Sohn Paul sorgt. Vor zehn Jahren hat Olaf seine Heimat verlassen, und als er mit seiner Familie zu einem Leben in die Südsee aufbrechen will, ruft ihn eine Nachricht zurück nach Norwegen. Mit offenen Armen werden die jungen Ordals dort nicht empfangen. Und als ein Unglück geschieht und Olaf stirbt, verschlechtert sich für Clara und Paul die Situation zusätzlich. Denn sie befinden sich nicht nur in einem unbekanntes Land, sondern sehen sich zudem Menschen gegenüber, die sie nicht willkommen heißen und akzeptieren wollen, ja sogar vehement ablehnen. Doch bei aller Verzweiflung gibt es auch Lichtblicke...

Im Gegensatz zu Clara ist Sofie als Tochter des Bergwerkdirektors Ivar Svartstein in ein privilegiertes, sorgenfreies Leben hineingeboren. Sie möchte sich nicht mit ihrem vorbestimmten Schicksal als Frau abfinden und nutzt jede Gelegenheit, ihrer Welt zu entfliehen, auch um ihren Wissensdurst und ihre Neugier zu stillen. Sie glaubt daran, dass in einer Ehe Zuneigung zärtliche Gefühle herrschen können und dass eine Liebesheirat keine romantische Utopie sein muss, sondern wahr sein kann. Jedoch das Schicksal macht keinesfalls vor Sofies Familie nicht halt, und Sofie verliert ihre geliebte Mutter bei der Geburt des erhofften Sohnes. Bei deren Eltern findet sie liebevolle Aufnahme, Verständnis und Zuspruch. Gestärkt beschreitet sie neue Wege, findet Erfüllung in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Bibliothekarin, engagiert sich für ein Theaterstück und scheint die Liebe zu entdecken...

Das Geheimnis der Mittsommernacht als Taschenbuch

Christine Kabus verfügt über eine einprägsame Art des Schreibens, die es dem Leser möglich macht, eine Geschichte so zu erleben, als wäre er unmittelbar vor Ort, obwohl einem das Land und die Menschen eigentlich völlig fremd erscheinen. Ihre ausführliche Recherche des historischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergrundes fügt sich gekonnt in die Geschichte ein, ohne ausufernd zu sein. Sie schafft es, mit bildhaften und intensiven Beschreibungen, detaillierte Vorstellungen beim Leser zu erzeugen.

Eine weitere Stärke der Autorin sind die differenziert ausgearbeiteten Figuren. Sie wirken natürlich, lebensnah und glaubwürdig und haben viel Raum, sich zu entfalten und zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen natürlich Clara und Sofie.

Anfänglich ist der sanftmütige Clara ihr neues Leben an der Seite von Olaf immer noch ein wenig unheimlich, und es fällt ihr nach wie vor schwer, unbefangen damit umzugehen, dass sie durch ihre Heirat zur "besseren"Gesellschaft aufgestiegen ist. Sie sieht dieses Leben nicht als selbstverständlich an. Deshalb ist ihre Verzweiflung nach dem Tod von Olaf deutlich spürbar. Sie sorgt sich um die nunmehr fehlende Geborgenheit und Sicherheit. Aber mit der Zeit wächst sie über sich hinaus und kann sich davon lösen, ohne Olaf den Anforderungen des Lebens nicht gewachsen zu sein. Etwas, was in ihrem bisherigen Leben bisher nicht hatte, verfestigt sich, die Gewissheit, dass sie mehr zustande bringen und aushalten kann, als sie sich je zutraute.

Sofie ist 19 und gilt in den Augen einiger Mitmenschen als verschlossen, grüblerisch und widerborstig. Dabei verfügt sie über einen scharfsinnigen Verstand, der sie erkennen lässt, dass die bigotten Ansichten, scharfzüngigen Verurteilungen und engstirnigen Normvorstellungen mancher braver Bürger nicht nur amüsant, sondern unangenehm sind, weil sie durchaus den guten Ruf eines unbescholtenen Mitmenschen vernichten und dem Betroffenen das Leben zur Hölle machen können. Zwar ist auch Sofie nicht frei von Vorurteilen, andererseits es ist ihr möglich, dies selbst zu erkennen und aus ihren eigenen Fehlern zu lernen.

Neben den beiden Frauen vermögen auch die anderen Charaktere zu überzeugen. Während einige wie Paul, Bodil, Per, Mathis und Frau Olsson sofort begeistert aufgenommen werden, rufen andere - beispielsweise Sofies Schwester Silje - durchaus Unbehagen hervor. Daneben gibt es Figuren wie Ivar Svartstein, der nicht unbedingt ins positive Licht gerückt wird, bei dem keinesfalls nur negative Eigenschaften vorherrschen. Hier ist der Autorin eine anschauliche Mischung gelungen.

Christine Kabus überzeugt mit einer Geschichte voller Möglichkeiten und Entwicklungen, mischt diese mit dem Gegebenheiten Norwegens und füllt sie mit beeindruckenden Menschen, die in Erinnerung bleiben.

Montag, 3. Oktober 2016

Ufos?

Auf den Gedanken könnte man tatsächlich kommen, oder?


Aber an Hand dieses "Modells" ist bestimmt zu erkennen, worum es sich handelt.


Vorrat für die Vogelfütterung im Winter...


... Sonnenblumenkerne.

Montag, 26. September 2016

Neues vom Pferdehof - Abhängen

Leute, genießt ihr auch die (vermutlich) letzten Sonnenstrahlen im September?









Also, ich kann mich herrlich entspannen und mir geht es sooo gut dabei...

Sonntag, 25. September 2016

Dein perfektes Jahr

Jonathan N. Grief gehört zu den Menschen, die wir anderen als pedantisch empfinden. Während wir im Verborgenen über Missstände meckern - wie beispielsweise die Überbleibsel von Böllern, Raketen und Chinakrachern an Silvester, vollen Mülltonnen und nicht zuletzt die Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Freunde, greift Jonathan entweder zu Papier und Stift, um seinem Unmut Luft zu machen oder zur Tüte, um den den "Nachlass" der Hunde in den Abfallbehälter zu verfrachten.

Jonathan also handelt, er nimmt die Zustände nicht als gegeben hin, auch wenn er im Gegenzug als besonders aufdringlich ordnungsliebend gilt. Und natürlich nervt er mit diesem Verhalten. Denn sind wir ehrlich: Wir Menschen sind es nicht gewohnt, oder wir mögen es nicht besonders, wenn uns vor Augen geführt wird, was so alles im Argen liegt, und seien es nur (vermeintliche) Kleinigkeiten.

Zugegeben, ein Charmebolzen ist Jonathan zu Beginn der Geschichte nicht, für den Preis für Beliebtheit auf den ersten Blick würde er nicht nominiert werden.

Jonathan N. Grief, seines Zeichens Inhaber des renommierten Verlages "Griefson & Books" gehört zu den privilegierten Menschen, die Zeit haben, sich mit wichtigen Dingen zu beschäftigen, er führt ein bis ins kleinste Detail strukturiertes, sorgenfreies Leben ohne Verpflichtungen, dafür aber mit festen Abläufen und Ritualen. Allerdings damit auch ein vorhersehbares und langweiliges, in dem Jonathan mittlerweile lediglich funktioniert.

Erst der Fund eines Kalenders, den jemand an sein Fahrrad gehängt hat und der gefüllt ist mit täglichen Eintragungen für ein "perfektes Jahr", lässt ihn sein bisheriges Dasein überdenken. Nicht nur die Lektüre und das Befolgen der im Kalender enthaltenen Tipps und Anweisungen, sondern ebenfalls die Begegnung mit Leopold, einem Obdachlosen, setzt eine Entwicklung in Gang, die einerseits die Beschäftigung mit seinen eingefahrenen Mustern, der Vergangenheit und der Gegenwart beinhaltet, andererseits auch eine Veränderung in der Persönlichkeit des gestandenen Mannes bewirkt.

Als Gegenstück zu Jonathan gehört Hannah Marx zu den Sympathieträgern, mit denen wir uns gerne umgeben. Die Kindergärtnerin, die zusammen mit Freundin Lisa ihr eigenes Unternehmen, die "Rasselbande" - eine etwas andere Kinderbetreuung gegründet - hat, zeichnet ein unerschütterlicher Optimismus aus. Sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und sieht in allem das Gute, will das Hier und Jetzt genießen, spontan sein, steckt voller Energie und Lebensfreude und verfügt über eine Euphorie, die ansteckend ist. Bisher ist sie mit ihrer Alles-ist-für-irgendwas-gut-Einstellung stets klargekommen. Hannahs Überzeugungen: 'Schließt sich eine Tür, öffnet sich eine Tür, oftmals sogar eine bessere.' und 'Im Leben können nur Dinge bereut werden, die ausprobiert wurden.' haben bislang ebenso funktioniert.

Doch auch für Hannah kommt der Moment, in dem das Schicksal sie zwingt, die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

Denn da ist noch ihr Freund Simon, kein schlechter Kerl, aber das völlige Gegenteil von Hannah. Im Laufe ihrer gemeinsamen Zeit sind ihm zum Leidwesen von Hannah neben dem Elan auch die Leidenschaft und der Enthusiasmus abhanden gekommen. Und als Hannah trotz mancher Differenzen glaubt, dass Simon ihr einen Heiratsantrag macht, eröffnet er ihr, dass er sterbenskrank ist und deshalb ihre Beziehung beendet. Zunächst ist Hannah erschüttert, um sogleich wieder zu ihrer positiven Einstellung zurückzufinden. Ein Aufgeben gibt es für sie nicht, sie richtet den Blick nach vorn und will Simon mitreißen. Und so kauft sie für Simon den Kalender, um damit den Lebensmut von Simon neu zu entfachen. Es ist jener Kalender, den Jonathan entdeckt...


Charlotte Lucas gelingt es, mit "Dein perfektes Jahr" von Beginn an, uns in das Geschehen zu integrieren, indem wir die im Mittelpunkt stehenden Protagonisten Jonathan und Hannah zunächst in ihrer eigenen Umgebung kennenlernen. Dabei entwirft sie nicht bloß Bilder von Menschen mit Vorzügen und Schwächen, sondern erzählt schnörkellos und kurzweilig und sprachlich ausgereift eine Geschichte, in der der dieser inne wohnende Humor auch mit ernsten Tönen verknüpft wird. Die Autorin schafft dies in einer ausgewogenen Balance und einer wohltuenden Art und Weise, so dass zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommt, dass hier eine schnulzige Liebesgeschichte stattfindet.

Insgesamt hat Charlotte Lucas ihre Figuren umfassend gestaltet. Nicht nur Jonathan und Hannah werden im Verlauf der Handlung immer greifbarer, ihre Entwicklung ist anschaulich, intensiv und nachvollziehbar dargestellt, auch wenn beispielsweise die Optimisten Hannah auf den Tod ihres Freundes Simon etwas heftig reagiert.

Daneben erhalten Nebencharaktere wie Simon und Lisa gleichermaßen einen Hintergrund, der sich beim Lesen erschließt. Besonders aber wächst einem Leopold ans Herz, der Jonathan so viele Denkanstöße gibt. Zum Beispiel, "dass man nur die Dinge tun sollte, für die man brennt. Alles andere ist Murks, niemand sollte gegen sein Herz und gegen seine Überzeugung handeln." (Seite 269)

Dass die Autorin die Gelegenheit nutzt, mittels des Kalenders einige kluge Weisheiten einfließen zu lassen, die auch für uns Leser das Leben bunter und schöner machen (können), rundet die gelungene Lektüre ab.

"Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben - aber den Tagen mehr Leben." (Chinesische Weisheit, Seite 42)

Charlotte Lucas zeigt, dass in uns Menschen doch mehr steckt, als wir vermuten und das Leben die erstaunlichsten Geschichten schreibt. Diese hier ist es wert, gelesen zu werden.

Sonntag, 11. September 2016

Naturfarben

Was für eine Mischung:


Ein blauer Himmel, weiße Wolkenschleier, sattes Grün.


Die Natur von ihrer schönen Seite.


Was will man mehr...

Dienstag, 30. August 2016

Tierische Begegnungen: Nachmittagspause

Irgendwo im Boddenhinterland...


Immerzu fressen ist auf Dauer anstrengend,
darum ist jetzt erst einmal ein Päuschen (zum Wiederkäuen) angesagt.


Doch halt wer kommt da?


Fortsetzung folgt...

Sonntag, 28. August 2016

Wechselbad der Gefühle

Callie ist auf dem Weg nach Hause, um dort den Sommer gemeinsam mit ihrer Schwester Holly und ihrer Stiefmutter Stella zu verbringen, als sie ihrem Stiefbruder auf dem Flughafen begegnet. Sieben Jahre hat sie ihn nicht gesehen, und sie erkennt ihn nicht. Nach dem Unfall ihres Vaters, bei dem dieser ums Leben kam, hatte die damals Dreizehnjährige Keith die Schuld zugewiesen und ihm nie verziehen, dass er die Familie ohne Erklärung verlassen hatte.

Nach wie vor leidet Callie unter dem Verlust des Vaters und straft Keith mit Ablehnung und Hass. Und doch entwickeln sich hinter der Wut und Feindseligkeit andere - verbotene - Gefühle, die so gar nicht zu denen passen wollen, die Callie sich in der Vergangenheit zugelegt zu haben glaubt. Aber kann sie sich darauf einlassen, und will sie dies überhaupt?


Was auch immer geschieht von [Iosivoni, Bianca]


Wer hinsichtlich der Geschichte von Callie und Keith in "Was auch immer geschieht" mit einer ausführlichen Beziehung zwischen Stiefgeschwistern rechnet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Denn der Konflikt der "(Stief)Geschwisterliebe" wird von Bianca Iosivoni zwar thematisiert, steht jedoch nicht im Vordergrund und spielt erst gegen Ende überhaupt eine größere Rolle.

Vielmehr beschäftigt sich die Autorin ausführlich mit der Gefühlswelt ihrer Protagonistin, und dies gelingt ihr insbesondere durch die Darstellung des Geschehens aus Callies Ich-Position heraus.

"Ich schrieb meine Gefühle aus mir heraus, brüllte sie aufs Papier, atmete sie aus und verbannte sie in diese Textzeilen." (69)

Daneben bleiben die Empfindungen der anderen Figuren zurück, wenngleich sie auf Grund der geschilderten Begebenheiten, Reaktionen und Gespräche nachvollzieh- und spürbar werden.

Insgesamt gelingt der Autorin mit ihrer Art des Schreibens, die mit bildhafter und ausgewogener Sprache die Vorgänge in Szene setzt, im Großen und Ganzen eine gute Zeichnung der Figuren.

Callie macht zunächst den Eindruck, mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen, sie wartet mit Charme und Humor auf. Es kristallisiert sich jedoch schnell heraus, dass sie einen wunden Punkt hat, der ihre unversöhnliche Seite zeigt. Nach dem Unfall, den sie und Keith überlebten, ihr Vater jedoch nicht, gibt sie ihrem Stiefbruder die Schuld und geht nach dem Wiedersehen sofort auf Konfrontationskurs. Entgegen all ihrer Bemühungen hat sie den Tod ihres Vaters weder verarbeitet noch überwunden und klammert sich an ihre negativen Gefühle wie Hass und Verzweiflung. Dabei entsteht manchmal der Eindruck, dass Callie sich in der Wiederholungsschleife befindet, weil sie sich immer und immer wieder mit ähnlichen Überlegungen beschäftigt, ohne vorwärts zu gelangen. Folglich tritt der Leser zeitweise gleichermaßen auf der Stelle und ist bemüht, Callie einen Schubs zu geben. Denn sie ist so in ihrem Trauma gefangen, dass sie darüber vergisst, dass auch andere einen Verlust erlitten haben.

Keith ist ein junger Mann, für den sich schnell Sympathie entwickelt lässt, obwohl er eine durchaus provozierende Art an den Tag legt, vor allem im Umgang mit Callie. Seine kleinen Bemerkungen fordern Callie heraus, bringen sie aus der Fassung und lassen sie die Beherrschung verlieren, aber verletzend sind sie nicht wirklich. Und sie setzen ein Denken und Nachdenken in Gang, das für Callie in letzter Zeit ohne Bedeutung war. Von Anfang an spricht vieles dafür, dass er nicht die Person ist, für die Callie ihn hält und das mehr hinter seinem Verhalten steckt, als der Leser zu diesem Zeitpunkt begreift. Immer mehr entpuppt sich Keith als feinfühliger junger Mann, der für Callie da ist und sie festhält, als sie ihn braucht, um ihr inneres Gleichgewicht und Ruhe zu finden. Das ist es, was ihr nach dem Unfall gefehlt hat. 

Die widerstreitenden Gefühle werden begreifbar geschildert, beide spüren die gegenseitige Anziehung, sträuben sich aber dagegen. Der Zwiespalt, in dem sie sich befinden, wird deutlich. Es ist verständlich, dass es besonders für Callie beunruhigend ist, wie sich ihre negative Einstellung plötzlich verändert und anderen Empfindungen Platz machen.

Die anderen Figuren fügen sich harmonisch ins Geschehen ein. Hierbei fallen nicht nur Callies Schwester Holly mit ihrer erfrischenden Art und Stiefmutter Stella, die mit Warm- und Offenherzigkeit punktet, positiv ins Gewicht, sondern auch ihre Freunde Faye und Parker, die ihre eigene Geschichte haben. Offen bleibt, wie es beispielsweise mit ihnen weitergeht, was Spielraum für die eigene Fantasie lässt. Möglicherweise gibt es mit ihnen ein Wiedersehen.

Insgesamt schafft es die Autorin, das Wechselbad der Gefühle zwischen Callie und Keith so zu verdeutlichen, dass es eine Freude ist, sie zu begleiten, "Was auch immer geschieht".

Montag, 22. August 2016

Späte Überraschung

Das ist eine Sauerkirschblüte.


Und sie blüht jetzt im August.
Eine späte Überraschung, aber eine erfreuliche.


Erfreulich deshalb, weil das Bäumchen ein selbst gezogenes ist,
und nach gärtnerischer Aussage sollte es (mangels Veredelung) niemals Früchte bekommen. 




Trotz dieser Aussicht durfte es im schwanenweißen Garten bleiben.
Und hat seine Chance genutzt.


Klar, mit Früchten wird es dieses Jahr nichts mehr
doch vielleicht klappt es im nächsten...