Donnerstag, 30. Oktober 2014

Aufgetaucht

Ich versuche es jetzt wie dieser Geselle hier:


Ich tauche aus der Versenkung auf...


... und lasse mich (in aller Pracht und Herrlichkeit)...


... endlich wieder in der Bloggerwelt sehen.


Dabei war die Blogpause eher unfreiwillig. Nun, von meiner Erkrankung hatte ich euch schon erzählt. Danach waren einige Tage Urlaub angesagt. Davon werde ich noch berichten.

In der letzten Zeit hatte ich in der Woche kein Internet bzw. nur sporadisch bei Freunden. Und am Wochenende quälte mich die große Unlust...

Nun hoffe ich, dass ich das Tief überwunden habe, danke allen LeserInnen, die mir nach wie vor treu geblieben sind und starte frischen Mutes in die letzten zwei Bloggermonate dieses Jahres.

P. S. Das Tagpfauenauge ist kein Überbleibsel des Sommers, sondern es genoss vor gut zehn Tagen in der Nachbarschaft von Bienen und einer Hornisse, die ebenfalls ein paar letzte Nektartröpfchen sammelten, einen Ausflug zu den Blüten im herbstlichen Sonnenschein.

Sonntag, 21. September 2014

18

Es war ein milder Nachmittag im September, als wir zwei mit der Straßenbahn in den Berliner Friedrichshain fuhren. Ich hatte eine beige Hose und eine weiße Hemdbluse an, trug ein rot gemustertes Nickituch. Du hattest dich bis zu diesem Zeitpunkt noch für kein Outfit entscheiden können. Leider hatte ich nur einen Apfel gegessen, bekam aber vor Ort gleich etwas. Du hattest damit keine Probleme, schienst satt und zufrieden zu sein. Erst war es ein bisschen unbequem für mich. Doch nur kurze Zeit später konnte ich mich entspannen. Du warst die Ruhe selbst (hattest es ja mollig warm), hast dich nur ab und an gereckt und gestreckt. Aber das kannte ich schon von dir. Gemeinsam sind wir eingeschlafen, konnten die Geräusche um uns herum ausblenden. Am Morgen hat uns die Dusche wirklich erfrischt. Das war auch nötig, denn danach wurde es heftig. Wir mussten uns nämlich trennen, und das war nicht so einfach wie geplant. Mit Hilfe konntest du aber überredet werden, und so hielt ich dich nach 19 Stunden Warterei endlich in meinen Armen. Es war der 21. September 1996, 10.11 Uhr, und ist nun 18 Jahre her...
 

 Lieber Lucas Maximilian,


"mein schöner Junge",
sagte deine Uroma Else, wenn sie dich sah.

Und auch dein Großvater Heinz
konnte sich deinem Charme nicht entziehen.



Beide leben nicht mehr,
aber sie wären wie wir stolz auf dich.

Darauf, dass du mit offenen Augen durchs Leben gehst, dich neuen Herausforderungen mutig stellst und dich nicht unterkriegen lässt, daran arbeitest, deine Schwächen und Stärken im Gleichgewicht zu halten.


Du bist das Beste in unserem Leben.
Wir sind dankbar, dass es dich gibt.

Wir hoffen, dass du auch weiterhin
in allen Dingen Vertrauen zu uns hast.
Wir versprechen dir stets offene Ohren.



Wir sind an deiner Seite.


Wir haben dich lieb, Großer.

Deine Eltern

Donnerstag, 18. September 2014

Volles Programm

Wieder sind ein paar Tage ins Land gegangen, und ich habe mich im Bloggerland nicht sehen lassen. Doch heute erlebt ihr mich dafür gleich doppelt. Ich hatte ein "volles Programm" in der letzten Zeit...


Es ist vollbracht. Ziyad, der Jüngste in der Familie meiner Schwester, wurde eingeschult. Traditionell bekam auch er wie seine Geschwister Lara-Sophie und Omar eine von Tante Anke gebastelte Schultüte. "Star Wars" fand großen Gefallen. Ich drücke die Daumen, damit dem jungen Mann der Start ins Schülerleben gelingt.


Und Lara ist seit Dienstag ein "Gymi". Ich hoffe und denke, dass sie die neuen Herausforderungen mit viel Fleiß und auch Freude meistern wird.

Einschulung und Weiterschulung an einem Tag zur fast gleichen Zeit - das bedurfte einer logistischen Leistung. Während Oma und Opa, die mit nach Bayern gereist waren, zusammen mit meiner Schwester den Junior begleiteten, waren mein Schwager und ich im Gymnasium. Wie ihr am obigen Bild seht, hat es dann aber noch geklappt, auch bei der Einschulung zu erscheinen, und das sogar pünktlich.

Jetzt erhole ich mich ein paar Tage, bevor es auf die nächste Reise geht...

Mittwoch, 10. September 2014

Haiku am Mittwoch - Voller Leben

Heike Gewi ist eine wunderbare Poetin. Dass sie mit den Worten spielen kann und diese sich zu eindrucksvollen Momenten in Haiku zusammenfinden, beweist sie erneut mit der Sammlung "Lichtpunkte", in der sie ihre augenblicklichen Wahrnehmungen unter Einbeziehung des Zeitgeschehens (zweisprachig in deutsch und englisch) thematisiert.


So kann der Leser auf den Spuren von "Krieg und Frieden"

waffenstillstand -
den nächsten baum besetzt
ein schwarm kleiner grünlinge

frieden
in rosa schatten atme ich
mandelblüten

blumenfeld -
so viele köpfe
so viele meinungen

wandeln, gelangt mitten hinein in den "Arabischen Frühling"

sie lächelt,
die welt um sie herum zerbricht
Arabischer Frühling

nicht angekettet -
ich öffne meine arme
im frühlingswind


bekommt eine Ahnung von "Power und Stuff" in Aden, der Wahlheimat der Autorin,

im kerzenlicht
sich der brüder Grimm
erinnern erinnern erinnern

wind beugt die weide
noch mehr zu ihrem spiegelbild
rauhreif

ge
danken
ernten

taucht ein in "Meer und Stadt"

abendspaziergang
im warmen sommerlüftchen
kehren worte zurück




und findet zum Abschluss auch ein paar "Vergessene Zeilen" wieder.

urteilsfrei
ich starr' auf hirnteile,
die die liebe abstellt

wintergedanken
das nichts, das ist
und das nicht ist

vertieft in lyrik
den tag bewegen
kalte Winde

Die Haiku sind prägnant. Nachdenklich. Manchmal sachlich. Dann wiederum gefühlvoll. Zärtlich. Voller Leben. Nicht immer erschließen sie sich dem Leser bei der ersten Begegnung. Denn wie bei jeder Lyrik sind auch die Haiku von Heike Gewi persönliche Einblicke in ihre Welt. Und doch lassen sie Raum für eigene Interpretation und geben Gelegenheit zur Auseinandersetzung. Das Lesen regt zum Hinterfragen an, und immer wieder findet man neue Aspekte, die einem zuvor verschlossen blieben.


Zudem ist die Gestaltung sehr gelungen und beweist Heike Gewis Kunst, wenn Buchstaben, Worte und Haiku in Bilder gekleidet über das Papier tanzen und das Auge des Lesers doppelt anregen. 


Bei meinem absoluten Lieblingshaiku...

windstille
für kurze zeit
nur sein

... möchte ich die Zeit anhalten.

Vielen Dank für diesen erfüllenden Lesegenuss.

Sonntag, 24. August 2014

Nachlese

Lang ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Weiter unten lest ihr, warum so viel Zeit vergangen ist. Denn Urlaub hatte ich (eigentlich) nur in der ersten Augustwoche...

Doch zunächst einmal einen bunten Bilderreigen der Ferientage mit Lara.


Annäherung
Ja, ich bin noch etwa schüchtern,
Resada und Hermine kann ich aber sehr gut leiden.


Reittalent
Schon in der zweiten Stunde darf ich auch mal ohne Longe reiten.


Streicheleinheiten
Da genießt aber eine(r)!


Ostseefeeling
Die Sonne kitzelt.


Wasserplanscher
Vergnügen pur, fernab der "Quallenallee".


Entdeckung
Gehören die nicht in die Nordsee?


Flechtkunst
Jeden Morgen, das kann Tante Anke jetzt im Schlaf!


Verpflegung
Sehen meine Klopse nicht aus wie gemalt?!


Topfgucker
Wann kocht das Nudelwasser?


Köstlichkeiten
Johannisbeermuffins, gerade noch da, schon aufgegessen...


Radtour(en)
Auch auf dem Fahrrad mache ich eine gute Figur.


Größenvergleich
Ein bisschen fehlt noch.


Brombeeren
Was für ein leckerer Snack zwischendurch.


Riese
Darf ich den umarmen?


Blickwinkel
Da wird einem ja schummerig.


Pyramide
Fast so groß wie in der Heimat meines Papas...


Minigolf
Das ist definitiv (noch) nicht mein Sport, doch ich habe mich wacker geschlagen.


Abschied
Ein letzter Strandbesuch.
Tschüss bis zum nächsten Jahr!

Es war eine tolle Woche mit Lara, die uns allen gefallen hat. Wir haben viel unternommen, waren immer in Bewegung und genossen die gemeinsame Zeit. Am Montag (11. August) fuhren wir zusammen nach Berlin. Von dort wurde Lara von Mutter und Brüdern abgeholt, und ich hatte meinen ersten Arbeitstag am Schreibtisch. Von 100 Prozent Bewegung auf 10 kann man da sagen. Das hat meinem Körper gar nicht gefallen. Und so hat er am Dienstag beim Aufstehen den Dienst verweigert. Zumindest ein Teil davon, und dies äußerst schmerzhaft. Lendenwirbelsyndrom mit linksseitiger Iliosakralgelenkblockierung. Das bedeutet vor allem Schmerzen beim Sitzen. Irgendwie habe ich es trotzdem 250 Kilometer nach Hause geschafft...

Inzwischen bin ich nach zweimaligem "Einrenken", ersten Physiotherapiestunden (mit Fango) und eigenen Bemühungen (immer in Bewegung) so weit, dass ich morgen wieder mit der Arbeit beginnen möchte. Schmerzfrei bin ich zwar insbesondere beim Sitzen noch nicht. Doch ich habe ein wenig trainiert und werde mich zu Pausen zwingen, denn auf eine erneute Rückengeschichte verspüre ich keine Lust. Diesbezüglich scheint 2014 nicht mein Jahr zu sein, ist es doch die dritte Blockierung...

Startet alle gut in die letzte Augustwoche, vielleicht kommen die wärmeren Tage noch einmal zurück. Im Norden können wir uns nicht beklagen. Die Temperaturen waren zwar auch nicht optimal und der Wind ordentlich, doch Regenwolken tröpfelten nur wenig und verzogen sich rasch wieder. Ich lasse es mit dem Lesen eurer Blogs langsam angehen, das versteht ihr sicherlich...

Freitag, 1. August 2014

Freutag

Heute war ein ganz besonderer Freutag. Der Start in meine Urlaubsferienwoche mit meiner Nichte Lara-Sophie. Den haben wir natürlich gleich für einen ersten Besuch auf dem Reiterhof genutzt. Der Zuckerschnute ging es zwar nicht optimal, sie lahmte. Doch ein bisschen Bewegung im langsamen Schritt für einige Minuten tat ihr gut, und eine junge "Reiterin" (10) störte sie dabei nicht.


So konnten sich die beiden kennen lernen, und nach diesen Momenten hat Lara ihre anfängliche Scheu schon abgebaut und ist auch auf Tuchfühlung mit den Tieren gegangen. Da steht den weiteren Begnungen nichts im Wege.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 31. Juli 2014

Goldgelb und himmelblau

In diesem Jahr sind viele Felder schon abgeerntet.


 Gerste und Raps wurden bereits eingebracht.



Der Weizen dürfte bald soweit sein.



Bevor die Mähdrescher kommen...


... habe ich noch ein paar Fotos gemacht.


Jedes Jahr aufs Neue gefällt mir der Anblick.


Goldgelbe Ähren vor Himmelblau.


Das ist (auch) der Sommer.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Dorniger Tummelplatz

Am Sonnabend habe ich noch eine kleine Runde mit dem Fahrrad gemacht, unter anderem in den nahe gelegenen Wald.


Diese beidseitig des Weges wachsenden Disteln sind mir gleich ins Auge gefallen.


 
Nicht nur wegen ihrer Größe.


Nein, vor allem wegen der "Gäste".


Denen schien es nämlich...


... überhaupt nichts auszumachen...


... dass sie sich ein dorniges Plätzchen ausgesucht hatten. 


Tja, wenn der süße Nektar lockt...


... bleibt keine Zeit, auch die Schönheit der Blüte wahrzunehmen.


Oder was meint ihr?