Samstag, 29. Februar 2020

IMPRESS Challenge 2020 - Februar: Die Nacht der fallenden Sterne




Bei "Die Nacht der fallenden Sterne" von Jennifer Alice Jager fiel mir zuerst das Cover auf. Sein blauer Grundton ist einfach magisch. Genauso wie die Geschichte, die dahinter steckt, meiner Liebe zu Märchen eine neue Facette hinzugefügt hat...

Als zukünftige Regentin des Inselreiches Havendor, dessen Himmel stets wolkenfrei und mondbeschienen und das voller wundersamer und magischer Legenden ist, wächst Luna Lightgrow behütet auf und wird von ihrem Vater auf ihre kommende Aufgabe vorbereitet, den silbernen Thron als Vorsitzende des Parlaments der Zwölf Familien zu besteigen.

Doch eine Revolte der Familie Hallender ändert unerwartet Lunas Leben und ihre Zukunft. Und auch die Sterne, die vom Himmel fallen und zu Kriegern der Mondkönigin werden, kennen nur ein Ziel: Luna. In ihrer höchsten Not findet sie dort Freunde und Helfer, wo sie es nie vermutet hätte, und sie muss sich mit einem Mann verbünden, dessen Familie ihr Ende herbeiführen will. Kann sie Hayes Hallender wirklich vertrauen?



Jennifer Alice Jager adaptiert in „Die Nacht der fallenden Sterne“ das Grimmsche Märchen vom Sterntaler und reichert dieses mit fantastischen Elementen an. Sie kreiert eine neue Welt und stattet sie mit ausführlichen und anschaulichen Details aus, die verständlich und durchaus vergleichbar mit realen sind. Havendor ist eine Klassengesellschaft, in der die privilegierten Magnaten die Macht inne haben, über Wohlstand und Reichtum verfügen, während die Thrall, die arbeitende Bevölkerung, in Armut lebt.

Das Geschehen vermittelt uns Luna aus ihrer Sicht, wodurch die Ereignisse besonders von ihren Gefühlen geprägt sind. Der Erzählton ist angenehm und mühelos, enthält ebenso märchenhafte Poesie, allerdings verhätschelt die Autorin den Leser auch nicht, wenn sie die Geschichte von Macht und Intrigen, Hass und Neid, Selbstbestimmung und Manipulation, Liebe und Freundschaft, Hoffnung und Magie schildert. Der Verlauf weist einen ordentlichen Spannungsbogen auf, der kontinuierlich gesteigert wird. Allein das Ende wirkt etwas abrupt.

Gelungen ist der Autorin die vielfältige Ausformung und glaubwürdige Darstellung ihrer Hauptcharaktere, die mit ihren Ecken und Kanten im Verlauf der Handlung ihre sie prägenden Eigenschaften entfalten.

Luna zeigt sich als intelligente, sensible, aufgeschlossene und wissbegierige Person, die anfangs noch mit Naivität auffällt und den Einschränkungen, denen sie auf Grund ihres Standes unterworfen ist, zuwiderlaufen will, weil sie sich nach mehr sehnt. Sie möchte frei sein, die Welt außerhalb des Palastes erkunden und Abenteuer erleben. Als einzige Freundin bringt ihre Zofe Emma Freude in ihre Tage. Luna hat ein hohes Gerechtigkeitsempfinden und ist mutig, aber nicht angstfrei. Tatsächlich geht die Autorin nicht zimperlich mit ihrer Protagonistin um und konfrontiert diese mit emotional einschneidenden Ereignissen.

Hayes Hallender als Gegenpart erhält zunächst weder von Luna noch vom Leser Sympathiepunkte, erscheint er auf Grund seiner Taten in keinem positiven Licht. Der junge Mann lässt sich nicht in die Karten schauen. Denn seine Herkunft hat ihn gelehrt, vorsichtig zu sein bei dem, was er tut und denkt. Deshalb mutet er eher undurchsichtig und gefühlskalt an, verbirgt seine „gute“ Seite, die der Leser gemeinsam mit Luna ergründen muss...

Mit "Die Nacht der fallenden Sterne" unterhält Jennifer Alice Jager alle Freunde von märchenhafter Fantasy auf originelle und erquickliche Art und Weise.

Dienstag, 25. Februar 2020

Entwicklung

 

Vor zwei Wochen sah es noch so aus.


Aber der Frühling ist auf dem Vormarsch.


Und nach den gelben Krokusse sind auch die blauen im Kommen.





Sonntag, 23. Februar 2020

Nur wer loslässt, hat das Herz frei

Gina Zoberski versucht zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes Drew ihr Leben zu meistern. Jeden Tag erstellt sie umfangreiche To-Do-Listen und bereitet in ihrem Food Truck, den Drew kaufte und reparierte, köstliche Sandwiches zu. Beschäftigt zu sein, lenkt sie von der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der – für sie doch besorgniserregenden – Zukunft ab. Denn Ginas Tochter May leidet ebenfalls noch immer unter dem Verlust des Vaters, zu dem sie eine besondere Bindung hatte. Das Verhältnis zu Gina indes ist äußerst angespannt.

Genau so betrachtet Gina dasjenige zu ihrer eigenen Mutter Lorraine. Ständig hat diese etwas an der Tochter auszusetzen, und auch mit der Wahl ihres Ehemannes war sie einst nicht einverstanden, weil sie deren Meinung nach unter ihrem Stand heiratete.

Nachdem Lorraine wegen eines schweren Schlaganfalls ins Krankenhaus kommt, weckt dies nicht nur Erinnerungen an Drews Tod. Als Gina und ihre Schwester Victoria die Angelegenheiten regeln, fällt Gina eine zweite Ausfertigung ihrer Geburtsurkunde in die Hände, auf der ein völlig unbekannter Name steht. Bald sind die Schwestern einem alten Familiengeheimnis auf der Spur, das sie – da ihre Mutter nicht mit ihnen kommunizieren kann – zu ergründen versuchen...


Amy E. Reichert gelingt mit „ Nur wer loslässt, hat das Herz frei“ das Kunststück, eine empfindsame und berührende Geschichte zu erzählen, in der traurige Momente mit hoffnungs- und humorvollen gepaart werden. Zentrales Thema sind Mutter-Tochter-Beziehungen: einmal von Lorraine und Gina, deren Schicksale sich ähneln und doch jeweils andere Entwicklungen nehmen. Hier ermöglichen es Rückblenden, an der Vergangenheit teilzuhaben.

Gina weiß nicht wirklich etwas über ihre Mutter. Jene komplizierte Person, deren Großteil des Daseins um den schönen Schein drehte, ist ihr stets ein Rätsel geblieben, obwohl sie immer den Eindruck hatte, dass Lorraine nicht glücklich ist. Erst jetzt bietet sich die Gelegenheit, hinter die Fassade zu schauen.

Und dort befindet sich eine junge Frau, die innig geliebt hat. Eine, die nach dem Tod des Ehemannes eine Entscheidung treffen muss, wie sie sich und die Kinder versorgen kann. Sie hat keine Ausbildung und keine Möglichkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen. Es stellt sich als ein schwieriges Unterfangen dar, das ohne Unterstützung zu schaffen. Hinzu kommt Angst, allein zu sein. So entscheidet sie sich für die finanzielle und gesellschaftliche Sicherheit und spielt allen eine perfekte Familie vor.

In der Gegenwart rücken Gina und May in ihrer angespannten Situation in den Mittelpunkt. In intensiver Art und Weise widmet sich Amy E. Reichert der vierzehnjährigen May, die in einem Strudel aus Trauer und dem ersten Auftauchen von Gefühlen zu ihrem Mitschüler Connor gefangen ist. May wütet. Es ist vor allem die Sprachlosigkeit, mit der ihre Mutter dem Tod des Vaters begegnet, die May zu schaffen macht. Die beiden reden nicht über den von ihnen schmerzlich vermissten Menschen. Drew ist für seine Familie stets da gewesen und hat ihr Halt gegeben. Ohne ihn stolpern sie durch den Tag, schlagen wild um sich, treffen einander gelegentlich. Sie haben nicht mit dem Verlust abgeschlossen. May isoliert sich und sehnt sich gleichzeitig danach, sich gemeinsam mit der Mutter an Drew zu erinnern. Gina sieht zwar in der Regel das Positive und versucht mit viel Optimismus und dem Erstellen ihrer Listen, von ihrer Unsicherheit abzulenken, ob sie ein neues Kapitel ihres Lebens beginnen soll. Allerdings die Worte zu finden, auf ihre Tochter zuzugehen, fällt ihr schwer.

Amy E. Reichert erzählt mit viel Feinsinn und Sensibilität. Vielleicht schrammt sie ein, zweimal nahe an kitschigen Situationen vorbei, aber einerlei, das tut sie mit so viel Liebe, das einem das eigene Herz auf besondere Weise anrührt und darum verziehen werden kann.

Außerdem greift sie auf weitere Stützen des Romans zurück: Roza, die warmherzige polnische Nachbarin, auf die sich alle verlassen können, und Ginas Schwester Victoria „Vicky“, die mit ihrem unbeschwerten willensstarken Wesen punktet und zur Stelle ist, obwohl auch sie nicht frei von Problemen ist. Das ausgeglichene Verhältnis der Schwestern trägt viel zum Gelingen der Geschichte bei.

"Nur wer loslässt, hat das Herz frei" ist eine emotionale Lektüre über Familienbande, Verlust, Loslassen, Vergeben und Neuanfang, die einen trotz aller Trauer mit einem guten Gefühl und Zuversicht entlässt.


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Erschienen ist der Roman im Heyne Verlag, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.

Freitag, 14. Februar 2020

Be my Valentine!

Dagegen hatte mein Freund Pan heute nichts einzuwenden 😃...


Dienstag, 11. Februar 2020

Gewagt...

Einige Pflanzen sind bereits auf Frühling eingestellt und wagen das Risiko, ihre "Nasen" in den Wind zu halten.







Heute war der Himmel zwar nicht so blau, aber einen Muntermacher pro Tag braucht doch jeder...

Dienstag, 4. Februar 2020

Arthur und der schreckliche Scheuch


Während ihre Eltern campen, verbringen die elfjährigen Zwillinge Rose und Arthur Trout jeden Sommer eine Woche bei ihrem Opa. Sie bauen Höhlen, baden im Meer, essen dreimal am Tag Cornflakes und tun alles, was ihnen Spaß macht. Alles könnte also wie immer sein. Doch seit Rose ihr Handy hat, ist sie nicht mehr witzig und albern, sondern langweilig. Während sie sich mit YouTube, Make-up und ihren Freundinnen beschäftigt, interessiert Arthur sich noch für die Helden seiner Kindheit: Star Wars und Drachen. Aber ohne Rose ist er einsam. Da hilft ihm auch seine übermäßig blühende Fantasie nicht.

Eines Tages verkündet der Großvater eine Überraschung: Arthur und Rose könnten sich den Dachboden zu ihrem eigenen Reich gestalten. Der einzige Haken ist, dass sie ihn „ausmisten“ müssten. Hier sind sich die Geschwister einig. Kurz vor Beginn des Schuljahres an einer neuen Schule haben sie keine Lust auf solche Aufräumaktionen.

Als sie sich trotzdem durch jahrelang angehäuften Kram und Müll wühlen, entdecken sie neben Relikten aus ihrer Kindheit wie dem Schaukelpferd Prosecco auch eine Landkarte, über das einzelne Wort ARRO prangt. Und nach und nach kehrt Arthurs Erinnerung zurück: Arro ist jene Welt mit Magiern, Meerjungfrauen und Abenteuern, die sich Rose und Arthur vor vier Jahren geschaffen haben. Und der Eingang ist ein altes Klappbett.

Rose kann sich für die albernen Kinderspiele nicht mehr begeistern und weigert sich, daran überhaupt nur zu glauben oder gar einen Gedanken zu verschwenden.

Dann passiert schier Unmögliches: Der Großvater verschwindet. Kreuch, der schreckliche Vogelscheuchenmann hat ihn verschleppt.

Rose hält das für einen Witz, so dass Arthur gezwungen ist, sich allein auf die Suche nach dem Großvater zu machen, vor allem weil dieser unbedingt sein Asthmaspray benötigt. Wenn das nicht schon schlimm genug wäre, droht auch noch die Welt von Arro zu zerfallen. Arthur wird es auch mit seinem Minja-Freund Min zusammen nicht schaffen, seinen Opa zu retten. Wird Rose ihm beistehen?


„Arthur und der schreckliche Scheuch“ von Jenny McLachlan ist ein herzerwärmendes Buch, das nicht nur die jungen Leser für sich einnimmt. Erwachsene dürften ebenfalls angetan sein und nostalgisch bei dem Blick in die eigene Vergangenheit werden, als sie ihrer eigenen Fantasie jede Menge Raum gaben.

Die Geschichte, die durchaus an „Die Chroniken von Nania“ und Peter Pan erinnert, entfaltet ihren ganz eigenen zeitgemäßen und frischen Reiz. Jenny McLachlan hat eine detaillierte, bunte Welt mit unterschiedlichen Landschaften, Drachen, Meerjungfrauen, Einhörner und anderen Wesen kreiert. Dort erleben ihre Helden ein mitreißendes und aufregendes Abenteuer, das gefährliche Ereignisse für sie bereithält und sie dabei mit ihren Ängsten konfrontiert. Die Handlung ist einfallsreich und originell, allerdings etwas vorhersehbar bei der schnellen Lösung der Konflikte. Bei allem kommt trotz einiger düsterer und gruseliger Momente der Humor nicht zu kurz. Die Beschreibungen sind einfach, aber wirkungsvoll und vorstellungsintensiv.

„Arthur und der schreckliche Scheuch“ wird aus der Sicht des elfjährigen Jungen erzählt, der einem mit seiner Art schnell ans Herz wächst. Auch Rose überzeugt in ihrer Charakterzeichnung. Denn der Autorin gelingt es, ein Gleichgewicht an Vorzügen und Fehlern der Geschwister herzustellen, ohne einen zu bevorzugen. Beide sind wichtig und können nur gemeinsam mit ihren Freunden in Arro – unter anderem eigensinnigen Drachen, einem tollkühnen Magierninja, dem es an magischen Fähigkeiten, allerdings nicht an Selbstbewusstsein mangelt, einer Meerjungfrauenhexe und den Verlorenen Mädchen – Gefahren bestehen und Probleme lösen. Daneben punktet der unkonventionelle Großvater, nicht allein wegen seines aufmerksamen Umgangs mit seinen Enkelkindern.

Insgesamt ist „Arthur und der schreckliche Scheuch“ mit seinem Land Arro eine Hommage an die Kraft der kindlichen Vorstellung und an die Magie, die mit zunehmendem Alter leider zu verloren gehen droht, aber natürlich auch an die Liebe zur Familie, die Freundschaft und Loyalität. Sie stupst uns Erwachsene an, die moderne Welt wieder einmal unbeschwert und mit fantasievollen Augen zu betrachten.

„Achtung, fertig, Arrooo!“

4,5 Sterne


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Erschienen ist das Buch bei Dragonfly, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke ich.

Sonntag, 2. Februar 2020

Frühe Farbtupfer


Die ersten Farbtupfer im Garten sind da: Winterlinge. Und das ist sehr früh, aber auch kein Wunder, denn es sieht wahrlich nicht nach Winter aus. Hoffen wir, dass die Natur damit zurechtkommt, dass das Klima "verrückt" spielt...



Freitag, 31. Januar 2020

IMPRESS Challenge 2020 - Januar

In diesem Jahr starte ich erneut den Versuch, an einigen Lesechallenges teilzunehmen. Zu diesem gehört die


Ziel ist es, nicht nur Bücher nach entsprechenden Jahresaufgaben zu lesen und zu rezensieren, sondern auch weitere Monatsaufgaben zu erfüllen. Ich bin motiviert, was die Lektüre betrifft, denn einige Impress-Titel befinden sich in meinem SUB, auf die ich nach und nach zurückgreifen werden. Ich bin selbst neugierig, wie viele Bücher ich schaffen werde.


Impress ist ein digitales Imprint für Fantasy-Lektüre, das der Carlsen Verlag 2013 eingeführt hat. Im Oktober 2016 kam als weiteres Label Dark Diamonds hinzu, das sich vor allem an an Leserinnen zwischen 18 und 25 Jahren richtete und das beliebte Genre New Adult Fantasy bediente.

Im Dezember letzten Jahres erfolgte der Zusammenschluss beider Labels, und zukünftig werden alle romantischen und fantastischen E-Books für junge Erwachsene (oder jung gebliebene) in den Genres Romantasy, Coming-of-Age oder New Adult Romance bei Impress veröffentlicht. 


Es wurde also auch Zeit für ein neues Logo. Mir gefällt, dass die Punkte beibehalten wurden, die aber einen unterschiedlichen Farbverlauf zeigen, der auch wie früher von Buch zu Buch variiert. Dass nun Großbuchstaben verwandt werden, finde ich persönlich sehr gut, weil ich für mich einprägsamer ist.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Sieg für die Liebe

Ty aus dem in Peaceful Harbor ansässigen Braden-Clan ist ein weltberühmter Bergsteiger und Naturfotograf und genießt sein Leben in vollen Zügen. Die Frauen umschwärmen ihn, aber bislang war keine darunter, die mehr als ein leichtes Herzklopfen verursachte und ihn an die atemberaubende ewige Liebe glauben ließ.

Bis er Aiyla Bell kennenlernt. Die junge Frau liebt das Abenteuer und hat in den letzten zehn Jahren die ganze Welt bereist, um Fotos für hochwertige Bildbände zu machen, und nebenher als Skilehrerin und Wanderführerin gearbeitet. Als sich die beiden im schweizerischen Skigebiet Saint-Luc begegnen, verbringen sie fünf himmlische Tage und vier Nächte miteinander und verstehen sich blendend, ohne sich körperlich zu berühren. Doch als Ty Aiyla bittet, ihn auf seiner nächsten Reise zu begleiten, lehnt sie ab. Obwohl sie sich verliebt hat, will sie sich nicht in die Liste seiner Eroberungen einreihen. Hingegen möchte sie es dem Zufall überlassen, ob sie sich eines Tages wiedersehen werden. Darum tauschen sie keine Telefonnummern und Adressen aus.

Das Schicksal meint es tatsächlich gut mit ihnen: Auf dem Charity-Event Mad Prix in den Bergen von Colorado, bei dem fünf verschiedene sportliche Disziplinen in der freien Natur absolviert werden sollen, treffen sie Monate später erneut aufeinander. Ihre bereits geknüpfte innige Verbindung ist sofort wieder da, und vor allem Ty zeigt sich nun fest entschlossen, Aiyla dieses Mal nicht gehen zu lassen. Wären da nicht sein Ruf als notorischer Frauenheld und Aiylas Befürchtung, das Leben, für das sie hart gearbeitet hat, für Ty verändern zu müssen. Ty nutzt indes seine Chance, und er und Aiyla kommen sich näher als je zuvor. Kaum ist diese Hürde genommen, wird ihre Welt abermals auf den Kopf gestellt. Nicht nur der jungen Frau steht eine extreme Prüfung bevor, sondern auch der gerade beginnende Liebe der beiden.


Was ich an den Büchern von Melissa Foster bislang schätzen gelernt habe, ist die Tatsache, dass sie sie trotz mancher Probleme immer mit einer Unbeschwertheit und einem gewisse Zauber erzählt. Ihre Figuren sind attraktiv, heiß und leidenschaftlich und befinden sich mitten Leben. Die wenigen vorhandenen Fehler ihrer Charaktere tragen zu einem zeitgemäßen Bild bei, sind jedoch nicht so ausgeprägt, dass sie die Darstellung verkomplizieren. Allerdings hat die Autorin mit „Sieg für die Liebe“ ihre eigenen und die typischen Grenzen des literarischen Genres der leichten Liebesgeschichte überschritten und durch die Thematisierung einer bedrohlichen Erkrankung mehr als sonst gewagt.

„Sieg für die Liebe“ stellt sich der Herausforderung, eine komplexe und zugleich wichtige Geschichte zu sein, die ein intensiveres und emotionaleres Erlebnis verspricht. Im Großen und Ganzen erfüllen sich auch die diesbezüglichen Erwartungen, wenngleich sich Melissa Foster bei der Schilderung bestimmter Umstände zurückhält.

Denn „Sieg für die Liebe“ ist kein Schicksalsroman. Es stehen auch hier wieder Liebe und Romantik und der Wunsch im Mittelpunkt, innige Gefühle, die ans Herz rühren, wahr werden zu lassen. Daneben ist es eine Freude, den Zusammenhalt der Braden-Familie zu erleben, von der deren Unterstützung und Akzeptanz zu lesen.

Die bezaubernde, außergewöhnliche, entschlossene Aiyla und der charmante, achtsame, verlässliche Ty reihen sich ein in die Riege der großartigen Paare, die Melissa Foster je ersonnen hat. Sie sind einzigartige und glaubwürdige Persönlichkeiten, die zusammen Hindernisse überwinden müssen. Gerade weil ihre gemeinsame Reise von Schmerzen, Angst und Tränen begleitet wird, aber auch von Freude, Lachen und Glück geprägt ist, gehören sie zu meinen Lieblingen aus Melissa Fosters Braden-Universum. Vielen Dank dafür.

Montag, 20. Januar 2020

Endlich wieder Häkeln...

Nachdem ich letzten Herbst für die Mädels der Adventskalender-Kooperation Kleinigkeiten gehäkelt habe, überkam mich die Muße für ein größeres Projekt.


Hier die ersten Ergebnisse in zwei Grüntönen, wobei das Foto die Farbe leider nicht richtig zeigt. Weitere folgen...