Mittwoch, 10. April 2019

Neues vom Pferdehof - Frühjahrsmüdigkeit

Ach, du bist es...


Warum störst du mich?


Ich bin müde...


Es ist Frühling, meinst du?


Na gut, ich sehe mir das dann später mal an...

Dienstag, 9. April 2019

Der Maulbeerbaum


Die zehnjährige Immy zieht mit ihren Eltern aus dem weit entfernten Sydney nach England, damit einerseits Immys Mutter in einer Spezialklinik in Cambridge arbeiten kann. Andererseits bedeutet dies auch einen Neuanfang für die Familie. Denn die emotionalen Probleme von Immys Vater bedrohen den Familienzusammenhalt. Als ehemaliger Hausarzt leidet der Vater nach einem Vorfall mit einem seiner Patienten, in dessen Folge zwei Menschen ums Leben kamen, an Depressionen und kann nicht mehr arbeiten.

Auf der Suche nach einem neuen Heim entdecken sie ein ansehnliches Cottage in einem kleinen Dorf, das ihren Vorstellungen entspricht. Nur der uralte, knorrige und völlig blattlose, ja dadurch dunkel und sehr wild aussehende Maulbeerbaum im Garten lässt sie in der Entscheidung wanken. Und dann ist da noch die Legende, dass eben jener Baum Mädchen am Vorabend ihres elften Geburtstages "stiehlt".

Während das ganze Dorf sich von dem Baum fernhält, und obwohl bereits zwei Mädchen spurlos verschwunden sind, glauben Immys Eltern nicht daran und ignorieren die Warnungen. Immy selbst fühlt sich vom Haus und den Gerüchten über den unheimlichen Baum angezogen, bald hört sie ein seltsames Lied in ihrem Kopf.

"Am Maulbeerbaum geh nur behutsam vorbei,
sonst holt er die Töchter sich,
eins, zwei, drei.
Im Dunkeln und heimlich – spurlos sogar,
erleben sie nie ihr zwölftes Jahr."

Die Familie zieht in das Haus, und Immy und ihre Eltern versuchen, ihre neue Existenz aufzubauen. Der elfte Geburtstag von Immy rückt stetig näher, und mittlerweile sieht Immy Dinge und Bilder, die nicht wirklich da sind. Immer öfter fragt sie sich, ob sie das Rätsel lösen kann oder ob auch sie ein Opfer des Baumes wird...


Der Maulbeerbaum“ von Allison Rushby ist eine rätselhafte Geschichte, bei der Logik und rationales Denken ein wenig beiseite geschoben und die Fantasie des jugendlichen Lesers angeregt werden. Eine aufgeladene Stimmung und unerklärliche, paranormale Ereignisse schaffen einen gruseligen und packenden Spannungsfaktor, der altersgerecht und zu keinem Zeitpunkt verstörend oder gar abschreckend ist. Tatsächlich ruft der Baum unterschiedliche Emotionen hervor. Steht zu Beginn dessen Bösartigkeit im Vordergrund und geht damit Ablehnung einher, überwiegt später das Mitleid.

Die Autorin erzählt von alltäglichen Problemen, dem Umgang mit Mobbing und psychischen Erkrankungen, den Auswirkungen auf die Menschen und ihre Beziehungen, den Versuchen, dies alles zu bewältigen.

Allison Rushbys Figuren sind glaubwürdig und realitätsnah. Immy wächst bei fürsorglichen und liebevollen Eltern auf, die nicht losgelöst von eigenen Schwächen betrachtet werden. Die Autorin macht ihren jugendlichen Lesern bewusst, dass es eben im Leben der Erwachsenen nicht nur perfekte Momente gibt, sondern auch solche, in denen sie keine Antworten haben, dass sie manchmal nicht einmal die Fragen kennen. Dass sie manchmal sich selbst nicht mehr (er)kennen.

Immy ist unglaublich reif für ihr Alter und setzt sich entschlossen und mutig mit den Tatsachen auseinander. Streit oder Konflikte sind überhaupt nicht ihr Ding. Vorhandener Ängste und das auf sie einwirkenden übernatürliche Geschehen halten sie nicht davon ab, das Geheimnis des Baumes zu ergründen.

Dabei trifft sie immer wieder auf Gefühle, die sie einordnen muss. Gerade die Konfrontation mit dem, was ihr Vater durchmacht, nötigt ihr einen Lernprozess ab. Es ist schwer für ein Mädchen ihres Alters, ihren einst aktiven, an allem beteiligten Vater nun als traurige und defensive Person zu sehen, die sich dem Leiden hingibt.

Allison Rushby verdeutlicht an der Figur von Immy, wie wichtig es ist, verständnisvoll, leidenschaftlich und hilfsbereit für etwas einzutreten.

Und so zeigt sich „Der Maulbeerbaum“ letzten Endes als eine beachtliche und faszinierende Parabel für das Helfen, Verantwortung, Heilung, Vergebung und Wertschätzung des Lebens und verdeutlicht, dass Hass und Wut nicht funktionieren.

4,5 Sterne


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Erschienen ist das Buch im Verlag Urachhaus, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.

Montag, 8. April 2019

Ein Traum in Rosa





 


So lasse ich mir den Frühling gefallen.
Und meine Freunde, die Bienen, sind auch wieder fleißig...





Sonntag, 7. April 2019

Geheilte Herzen


Einst sind Nate Braden und Rick Fisher gemeinsam aufgewachsen, die besten Freunde gewesen und zum Militär gegangen. Sie haben wie Pech und Schwefel zusammengehalten. Doch es ist nur Nate, der von einem Einsatz aus Afghanistan zurückkehrt, und Nate trägt schwer an seiner vermeintlichen Schuld, als Offizier eben jenen Einsatz befohlen zu haben, bei dem Rick ums Leben kam. Genau diese Schuldgefühle hindern ihn, seiner schon seit Jahren vorhandenen Liebe zu Jewel, Ricks Schwester, ein Chance zu geben.

Obwohl auch Jewel, die ja Nate ihr ganzes Leben lang kennt, sich nach ihm sehnt,  und das seit sie denken kann und Nate sie als Sechzehnjährige auf einer Silvesterparty geküsst hat. Ihre Gefühle sind jetzt – sechs Jahre später – nicht weniger geworden. Allerdings ist es nicht nur der Verlust des Bruders, der das Dasein ihrer Familie beeinflusst. Jahre zuvor war ihr Vater bei einem Fischereiunfall verunglückt, und Rick hatte dessen Part übernommen. Nach dem Tod des Bruders ist es nun Jewel, die der Mutter in großem Maße bei der Versorgung und Betreuung der drei jüngeren Geschwister Patrick, Krissy und Taylor zur Seite steht.

Es ist von Anfang an spürbar, dass Jewel und Nate perfekt zueinander passen. Schließlich knistert es zwischen beiden ordentlich, die Luft ist voller sexueller Spannung und die Emotionen treten offen zu Tage. Jedoch will Nate Jewels Liebe nur im Austausch gegen Ehrlichkeit erlangen. Und so sagt er ihr, dass er Rick in den Tod geschickt hat…


Melissa Foster ist eine routinierte Schreiberin. Mit ihren Romanen „Love in Bloom“ - „Herzen in Aufbruch“, die in mehrere Einzelreihen unterteilt wird, hat sie sich eine umfangreiche Fangemeinde geschaffen. „Geheilte Herzen“ ist der erste Band der „Die Bradens in Peaceful Harbor“-Serie und eine sehr gefühlsbetonte Geschichte, in der es der Autorin gut gelingt, die innere Gedankenwelt ihrer Protagonisten auszuloten. Sie macht in einer ruhigen Art und Weise deutlich, wie Krieg und Verlust das Leben vieler Menschen beeinträchtigen und verändern, was es bedeutet, Verständnis und Vergebung, auch sich selbst gegenüber, zu entwickeln.

Nate Braden ist ein integrer und freundlicher Mann, beachtenswert im Aussehen und von ehrenwertem Charakter, indes innerlich zerrissen. Er leidet heftig darunter, das er es war, der den Befehl für den Einsatz gab, bei dem ein Scharfschütze seinen besten Freund Rick tötete. Noch Jahre nach dem Tod des Freundes quälen ihn vehemente und in gleichbleibender Schärfe Gewissensbisse. Aus diesem Grund verbietet er sich, Jewel zu lieben, obwohl er sich zu ihr schon seit ewiger Zeit hingezogen fühlt. Aber er ist der Meinung, sich diese Empfindungen nach dem schmerzlichen Verlust nicht zugestehen zu dürfen.

Dabei entsprechen auch Jewels Gefühle ganz den seinen, und so ist sie verwirrt, dass Nate nicht über eine Freundschaft hinaus gehen will. Die junge Frau hasst Grenzen, weil sie Enge und Stillstand mit sich bringen. Sie hat in den letzten Jahren eine Menge Verantwortung übernommen, die gemessen an der Situation extreme Züge angenommen hat. Denn Jewel lebt in ständiger Angst vor Situationen, die sie nicht kontrollieren kann und die sie von ihrer Familie trennen würden. Sie ist schon so lange stark für andere und will einen Mann, der ihr Geborgenheit, Verlässlichkeit geben kann, der für sie da ist und ihr hilft, wenn sie Hilfe braucht. Dies alles sieht sie in Nate, und sie wünscht sich einen direkten Weg für sie beide, ohne Schranken und Hindernisse.

Neben den beiden Hauptfiguren hat Melissa Foster ein Händchen für die erdachten Familienverbände. Nicht nur die Geschwister von Jewel, sondern ebenfalls die Braden-Familie, deren Mitglieder in den kommenden Bänden im Mittelpunkt der Serie stehen werden, charakterisiert sie bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit auch mit viel Humor. Das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Personen ist durch die vorherrschenden Unterschiede im Wesen mit besonderer Energie und lesevergnüglichem Schwung ausgestattet.

Geheilte Herzen“ ist eine leise Liebesgeschichte. Tatsächlich passiert nicht viel, und leider ist das ständige Philosophieren über Schuld und Begehren und diesem Verlangen nicht nachgeben zu wollen, mitunter etwas anstrengend und mühselig mit einem leichten Hang zur Wiederholung. Erfreulicherweise bekommt die Autorin zum Ende hin die Kurve und lässt den Konflikt dann nicht ins Unermessliche ausarten. Und spätestens der Satz „Dein Herz ist jetzt hier und darauf kommt es an.“ versöhnt mit den kleinen vorgenannten Schwächen.

3,5 Sterne

Freitag, 5. April 2019

Frühlingsgeläute...



... "ertönt" gerade im schwanenweißen Garten.
Die Kuhschelle blüht, und die Bienen sind gleich zur Stelle.





Mittwoch, 3. April 2019

Vor einem Jahr...


... sah es im schwanenweißen Garten noch so aus.





Ich begrüße es sehr, wenn wir dieses Jahr davon verschont bleiben ;-)...


Dienstag, 2. April 2019

Staat X. Wir haben die Macht!


Es geht los, #StaatX

Die Türen der Schule schließen sich, für eine Woche sind die Schüler im Schulgebäude auf sich gestellt, übernehmen die Verantwortung und verteilen unter sich die Macht in Politik, Justiz und Wirtschaft. Staat X ist ein Experiment. Ohne Kontrolle und Eingreifen der Erwachsenen werden die Schüler erfahren, wie ein richtiger Staat funktioniert und entscheiden, was geschieht, organisieren das alltägliche Leben in der Regierung, Polizei, im Kino, den Geschäften, Lokalen und Zeitungsredaktionen.

Bereits bei der Wahl des Präsidenten zeigt sich jedoch, dass hinter den Kulissen an der Machtspirale gedreht wird. Denn nicht die verantwortungsbewusste Johanna, die einen Hauptanteil des zweijährigen Vorbereitungsprozesses getragen hat, darf den Staat führen, sondern Lars wird das höchste Amt im Staat bekleiden.

Und auch sonst versuchen einige, hinter dem Rücken der Kontrollorgane ihr eigenes Ding zu drehen. Bald werden Grenzen überschritten, und das Experiment Staat X nimmt bedrohliche, wenn nicht gar lebensbedrohliche Züge an...


Staat X. Wir haben die Macht!“ ist ein Buch für Jugendliche, und Carolin Wahl dürfte mit ihrem Schreibstil eben jene besonders ansprechen. Sie verwendet trotz der vorhandenen Ernsthaftigkeit einen lockeren und mühelos zu lesenden Ton, der gleichwohl glaubhaft und authentisch klingt, den gegenwärtigen Zeitgeist und die Probleme in der Gesellschaft widerspiegelt und eine Identifizierung möglich macht. In maßgeblichen Momenten schlägt er um und lässt die Brisanz der Ereignisse erkennen. Dadurch schafft sie es, den erwachsenen Leser ebenfalls einzubeziehen.

Die Handlung selbst ist zunächst ruhig angelegt, erfährt dann im Verlauf des Geschehens eine ansteigende Beschleunigung. Während zu Beginn Staat X als interessantes Schulprojekt, in dem jeder seine Aufgabe hat, startet, geschieht schon an Tag 1 Unvorhergesehenes, das Ursache für folgenreiche Kettenreaktionen ist.

Carolin Wahl gelingt es hervorragend, sich mit den in einem Staat vorherrschenden Gegebenheiten auseinanderzusetzen, den demokratischen Gedanken, aber auch die Herausbildung von dunklen Seiten und diktatorischen Verzerrungen darzustellen, wenn es um Politik, Wahlmanipulation, die Pressefreiheit und deren Einschränkung, die Beeinflussung von Personen und auftretende Willkür geht. Die Autorin vermag es, in zum Teil erschütternder Weise zu vermitteln, wie Menschen agieren und reagieren, wenn sie mit Macht konfrontiert werden.
Vor allem vier Schüler unterschiedlichen Charakters präsentieren in wechselnden Kapiteln ihren Blick auf Staat X:

Adrian, allseits beliebt und angesehen. Tatsächlich aber sehnt er sich nach Anerkennung und echter Zuneigung. Die Schule ist der einzige Ort, an dem er sich nicht so klein fühlt, wo er seine Unsicherheit und Zerrissenheit überspielt und zu einer Person wird, die andere wollen und brauchen.

Melina, liebenswürdig und zurückhaltend, hasst jede Art von Aufmerksamkeit. Sie hat mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen, und auf ihrer Haut bilden unsichtbar für die anderen dünne, weiße Narben ein Muster aus Schmerz.

Vincent fühlt sich leer und allein. In seinem Leben nehmen Antriebs- und Perspektivlosigkeit viel Raum ein. Als Polizist in Staat X fühlt er sich binnen kürzester Zeit einer Truppe zugehörig. Da entsteht etwas, an dem er festhalten kann, was er nicht für möglich gehalten hat.

Lara, die Neue, ist der perfekte Sonnenschein. Doch sie weiß, was es heißt, eine Außenseiterin zu sein, weil sie schon so oft die Schule wechselte. Sie muss über ihren eigenen Schatten springen, um zu tun, was mit ihrem Wesen nichts gemein hat. Jenem Wesen, das Zahlen liebt, die Naturwissenschaften, also Dinge schätzt, die logisch und einfach sind und klaren Strukturen folgen.

Daneben lebt Staat X auch von all den weiteren differenziert ausgearbeiteten Schülerpersönlichkeiten, die sich in das stimmige Gesamtkonzept einfügen.


Staat X ist eine Fiktion, beinhaltet allerdings unbestreitbar Parallelen zum realen Zeitgeschehen, regt unweigerlich zum Nachdenken an und ist deshalb nicht nur als (Schul)Lektüre sehr zu empfehlen.


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Erschienen ist das Buch im Loewe Verlag, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.

Montag, 1. April 2019

Wilde Blüten




Die ersten "wilden" Pflaumen- (obere Bilder) und 
Schlehenblüten (unteres Bild) wurden gesichtet...


Freitag, 29. März 2019

Noch einmal...




... an der Saaler Kieskuhle. Auch hier blühen die Weiden, und der Frühling ist im Kommen...




Mittwoch, 27. März 2019

Der silberne Traum

Als die Elfe Fiadora in ihrer Verkleidung als Elf mitten im Nordmeer auf einem Schiff erwacht, hat sie keinerlei Erinnerungen an ihr bisheriges Leben geschweige denn, wer sie wirklich ist und wie und warum sie auf die „Windjammer“ des Klaubauters Koggs gekommen ist. Unglücklicherweise ist die Besatzung, die aus gestandenen (See)Männern besteht, in die Fänge einer Sirene geraten, und nur Fi als weibliches Wesen blieb von dem verführerischen Gesang verschont. Mit Hilfe der Möwe Kriwa und des Meermannes Nikk, der auf der Suche nach einem Heilkraut für seinen Vater, Meerkönig Aqualonius ist, gelingt die Befreiung.

Aber die Situation erweist sich auch danach alles andere als einfach. Die Nebelköngin Morgoya hat sich Fis Heimat, das Elfenreich Albion, und seine Bewohner untertan gemacht. Doch davon ahnt Fi erst nach und nach etwas, ebenso dass sie mit einer wichtigen Mission beauftragt wurde. In Begleitung ihrer neuen Freunde, zu denen neben Kriwa, Koggs und Nikk der Däumlingsmagier Eulertin und zu Fiadoras Verdruss auch die Gargyle Dystariel gehören, beginnt ein abenteuerliche Zeit, die der Elfe einiges abverlangt und in der schwierige und knifflige Situationen gemeistert werden müssen.


Mit „Der silberne Traum“ hat Thomas Finn ein sogenanntes Prequel, also eine Vorgeschichte zu seinen Chroniken der Nebelkriege geschrieben. Durch den Verlag Feder & Schwert wurde die Reihe in zeitlich chronologischer Folge in einer erlesenen Neuausstattung aufgelegt.

„Der silberne Traum“ lässt sich ohne Kenntnis der später folgenden Trilogie lesen. Hier findet sich alles, was von fantastischen Geschichte erwartet wird: ein einfallsreiche Handlung, in der unscheinbare, sensible Helden, attraktive und entschlossene Helfer, charismatische Bösewichter, also eine Mischung außergewöhnlicher mythischer Wesen wie Seekobolde, Meermänner, Elfen, Feen, untote Piraten, Humeride, Gargylen und Däumlinge agieren.

Thomas Finn stattet seine Figuren einerseits mit klassischen, andererseits mit originellen skurrilen Eigenschaften aus. Kauzige Liebenswürdigkeiten finden sich auch in der Namensgebung, was des Öfteren zu amüsiertem Schmunzeln führt.

Der Autor schildert die Ereignisse bis auf wenige Ungeschicktheiten leicht verständlich und stringent, gleichwohl in bemerkenswert facettenreichen bunten Bildern. Mehrfache Andeutungen, Hinweise, Verknüpfungen mit Motiven aus alten Sagen und Legenden, dargestellte Schauplätze und auftretende Namen in seiner sorgfältig entwickelten Welt haben nicht nur für den jugendlichen Leser einen hohen und unterhaltsamen Wiedererkennungswert. So gelangt man beispielsweise über die Elbe vorbei an den Harzenen Bergen nach Hammaburg und kann diesen Weg auf der wunderschönen Landkarte von Matthias Rothenaicher verfolgen.

Ein bisschen Grusel ist ebenfalls erlaubt. Es gibt riskante Manöver und Kämpfe, doch insgesamt hält sich der Autor hier zurück, setzt hingegen auf Entdeckungen und Enthüllungen, um die Handlung und letztlich die Neugier auf die eigentlichen Chroniken der Nebelkriege voranzutreiben. Und die sind nach der Lektüre von „Der silberner Traum“ ein Muss…

4,5 Sterne



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Erschienen ist der Roman im Verlag Feder & Schwert, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.