Donnerstag, 16. April 2020

Wie viele willst du töten


Ellery Hathaway ist Polizistin im verschlafenen Woodbury. Ihre Entscheidung, dort zu leben, kommt nicht von ungefähr. Vor vierzehn Jahren wurde sie vom Serienmörder Francis Michael Coben verschleppt und sollte sein siebzehntes Opfer werden. Sie ist die einzige, die dessen Grausamkeiten überstanden hat und gerettet werden konnte.

Als innerhalb von drei Jahren jedes Mal um ihren Geburtstag herum Menschen aus der Stadt verschwinden, und sie Glückwunschkarten erhält, befürchtet Ellery, dass – obwohl sie ihren Vornamen und ihre Haarfarbe änderte – jemand ihr Geheimnis kennt und dass auch zwischen den Entführungen ein Zusammenhang bestehen muss. Gehör findet sie bei ihrem Vorgesetzten nicht, zumal von den vermissten Personen keinerlei Spuren zu finden sind. Nun naht wieder ihr Geburtstag, und Ellie vermutet, dass es eine erneute Entführung geben wird. Sie wendet sich an Reed Markham, jenem Special Agent des FBI, der sie damals aus ihrem Gefängnis, einem Wandschrank, befreit und somit gerettet hat, dem sie vertraut und ebenso zutraut, sie zu unterstützen, mit seinem Fachwissen die Wahrheit aufzudecken.


Joanna Schaffhausen überzeugt in “Wie viele willst du töten” mit einer gut ausgearbeiteten Geschichte, die atmosphärisch dicht, aber auch mit Düsternis erzählt wird und geschickt aufgebaut ist. Während wir zu Beginn gemeinsam mit einer unbekannten Person aus der Entfernung die Entführung beobachten, hält sich die Autorin im Verlauf des Geschehens mit detaillierten Angaben zurück. Lediglich die Fakten, dass Ellery, die einst Abigail hieß, verschleppt und gefoltert wurde, legt sie offen. Was genau der Serienmörder Coben ihr angetan, was sie so verändert hat, bleibt wage, rätselhaft und im Dunkeln. Weiter wissen wir nur, dass sie gerettet wurde. Doch wurde sie das wirklich? Wir sehen die Narben an ihren Handgelenken und ahnen, dass die Realität dessen, was passiert ist, außerordentlich erschütternd sein muss und bekommen Spielraum für eigene Interpretationen, inwieweit sich die Ereignisse vor vierzehn Jahren auf Ellies geistige Gesundheit ausgewirkt haben.

Ellery ist verschlossen und zurückhaltend, von ihrer Vergangenheit weiß hier in Woodbury niemand etwas. Sie scheut Kontakte außerhalb der Arbeit und pflegt ledigleich wenige Beziehungen, wie die zu Bump, ihrem Hund, und einem Mitarbeiter des Tierheims, aus dem Bump stammt.

Trotz ihrer unzweifelhaft wegen des in der Jugend erlittenen Schicksals vorhandenen psychischen Probleme ist die junge Frau eine glaubwürdige Heldin, die ihre Dämonen der Vergangenheit in ihrem stillen einsamen Haus mit den zugenagelten Wandschränken hartnäckig in Schach zu halten versucht. „Sie ist wie eine Soldatin, die aus dem Krieg heimgekehrt ist… Sie ist stark. Angeschlagen. Erstaunlich witzig, wenn sie sein will.“ (Seite 143)

Reed Markham ist nach all den Jahren immer noch stolz darauf, dass er Ellie aus Cobens Fängen befreien konnte. Indes die Gegenwart sieht eher traurig aus. Seine Ehe ist gescheitert und nach einem fehlerhaften Profiling mit fatalen Folgen wurde er beurlaubt. Seine Unsicherheit, wieder zu versagen, verbirgt er, will er Ellie - auch wegen ihrer besonderen Beziehung – helfen und zugleich erfahren, was aus ihr geworden ist.

Schnell wird klar, dass viele Dinge nicht so sind, wie sie scheinen. Die Jagd nach dem Killer, die Geheimnisse und verschiedenen Möglichkeiten weiß Joanna Schaffhausen wendungsreich und mit langsam, stetig ansteigendem Spannungsbogen in Szene zu setzen.

"Wie viele willst du töten" erweist sich als faszinierende komplexe psychologische Studie, die sich vor allem auch einmal mit den Auswirkungen eines Verbrechens beschäftigt.

Mittwoch, 15. April 2020

Kleines Fotorätsel am Mittwoch

Kommt etwas näher heran.


Da blühe ich...


... wie eine kleine Sonne.


Wisst ihr, wie ich heiße?


Dienstag, 14. April 2020

Die letzte Dichterin

Mina Fabelreich ist Dichterin und Geschichtenerzählerin aus Leidenschaft und hofft darauf, eines Tages in Fernab, jener Stadt in Phantopien, in der die letzte Magie des Landes zu Hause ist, auftreten zu können. Zu ihrer Freude erhält sie tatsächlich eine Einladung zum Dichterwettstreit, den Königin Malwine Wüstenherz ausrichtet. Lediglich finden muss sie die Stadt, die für alle Fremden unsichtbar ist. Der jungen Frau wird bald klar, dass sie ihr Ziel nur in Begleitung von Schatzsucher Finn Minengräber, der seine eigenen Träume hat, gelangen kann und macht sich gemeinsam mit ihm auf den Weg. Werden sich in Fernab die Wünsche der beiden erfüllen?


„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck ist eine fantastische Geschichte, die einen durch die Schilderung aus wechselnden Blickpunkten von Anfang an in das Geschehen einbindet, obwohl sie im Großen und Ganzen eher mit leisen Tönen daherkommt und erst im letzten Drittel mit überraschenden, lebhaften und intensiven Szenen aufwartet.

Die Autorin beweist mit ihrer Idee eines Phantopiens, dem die Magie verloren geht, Kreativität. Die Veranschaulichung einer Welt und ihrer Bewohner, zeugt von Vielfalt, hätte allerdings durchaus ab und an umfassender gestaltet werden können. Es ist jedoch eine Freude, der detaillierten, bildintensiven und stimmungsvollen Erzählweise zu folgen, die sich in einem poetischen und atmosphärischen Rahmen nicht nur ihrer Heldin Minna widmet.

Hervorzuheben sind die sorgfältig entwickelten Charaktere der Geschichte, zu denen insbesondere die ehrgeizige Königin gehört, die anfangs mit einer Darstellung als das personifizierte Böse auftritt und im Verlauf des Geschehens aufschlussreiche Facetten offenbart.

Daneben begeistert Minna mit ihrer Leidenschaft und ihrem Enthusiasmus für das Dichten, ihrer Zurückhaltung und ihrem Bestreben, mit ihrer Kunst bei den Menschen etwas zu auszulösen. Sie kann ihre Zuhörer in den Bann ziehen, weil sie über eine besondere Form von „Magie“ verfügt. Für ihren Begleiter Finn verkörpert sie die Hoffnung, dass die alten Werte Phantopien nicht gänzlich untergegangen sind. Dass es noch Menschen gibt, denen es Ansehen und Reichtum nicht wichtig sind, denen es gleich ist, ob ihr Spiegelbild attraktiv oder unvollkommen ist, die nicht mitleidig auf verkrüppelte Menschen wie ihn herabsehen. Minna zeigt, dass Geschichten und alte Bücher bedeutsamer sind als Goldkugeln und Diamantschmuck, dass man auch den sternfernen Träumen folgen und an seinen Überzeugungen festhalten kann und nicht an den Werten festhalten muss, die Gewohnheit und Misstrauen vor Veränderung vorgeben.

Finn und seine Elster Schwarzklaue erobern schnell das Herz. Der junge Mann mit seiner verkrüppelten Hand ist einer jener Menschen, die nicht perfekt sind und ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben. Auf der Suche danach verläuft nicht alles glatt, und viele Stolperfallen kreuzen seinen Weg. Aber Finn möchte wie Minna seine Träume verwirklichen, und darum agieren die beiden auch mit einer gewissen vorwärtstreibenden Kraft miteinander.

„Die letzte Dichterin“ von Katharina Seck besticht mit einem fantasievollen, durchdachten Plot und ausgezeichneten Charakterstudien, wodurch in der Gesamtbetrachtung ein Lesevergnügen der besonderen Art geboten wird.

4,5 Sterne

Montag, 13. April 2020

Sehnsucht nach Meer







Für alle, die das Meer lieben, aber zur Zeit nicht dorthin dürfen. Wir haben den Osterspaziergang bereits vor zwei Wochen absolviert, und wie ihr seht nahmen es die Männer mit dem Sicherheitsabstand sehr genau ;-)... 


Sonntag, 12. April 2020

"Das Zeitalter der Frauen bricht an..."

Berlin kommt Ende 1918 nicht zur Ruhe. Gerade ist der erste Weltkrieg beendet worden, der unvorstellbares und schreckliches Leid über die Völker gebracht hat. Und noch hält die Novemberrevolution die Menschen in Atem, in deren Folge das deutsche Reich zu einer Republik geworden ist. Die instabile Regierung hat die Lage nicht im Griff. Aufruhr, andauernde Scharmützel und Straßenschlachten, in denen quasi jeder gegen jeden kämpft, lösen weiteres Chaos aus.

In dieser Zeit trifft die junge Fritzi in der Großstadt ein. Die Tochter eines Müllers aus Rieseby in der Nähe von Eckernförde ist auf der Suche nach Benno, dem Vater ihrer Tochter Christel. Vier Jahre lang hatte sie darauf gehofft, dass ihre Jugendliebe wieder heimkehrt. Nun will sie nicht länger warten und ihm nach all der Zeit offenbaren, dass er Vater ist und sie heiraten soll.

Als sie Benno endlich findet, ist dieser gar nicht begeistert. Der Matrose hat auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg Unterschlupf bei Vera gefunden und sich in die Schneiderin verliebt. Vera trägt die Verantwortung für Familie und Haushalt, auf ihren Schultern lastet nach dem Tod des Vaters allein die Sorge für die Mutter, bis ihr Bruder Georg aus dem Krieg zurückkehrt und sie die Werkstatt erneut eröffnen können. Als Georg dann in der Tür steht, erschrickt Vera über die Veränderung des jungen Mannes.

Fabrikantentochter Hanna hat andere Pläne als ihre Familie. Nach vier Jahren, die sie als Hilfsschwester in Kriegslazaretten arbeitete, möchte sie jetzt Schwester "mit allem Drum und Dran" werden. Zwar entschädigt ihr gutes Verhältnis zum Vater, der bislang stets ihr einziger und mächtigster Verbündeter ist, sie für die fehlende Zuneigung ihrer Mutter Irene, aber ob er auch ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung ohne einen Ehemann verstehen wird, ist fraglich. Und ob er gar die Liebe seiner Tochter zu einer Frau akzeptiert, mehr als unwahrscheinlich...


„Das Zeitalter der Frauen bricht an..“ (Seite 151)

Mit „Die Frauen vom Alexanderplatz“, wobei sich der Titel als unpassend gewählt entpuppt, beleuchtet Elke Schneefuss das Schicksal von drei jungen Frauen unterschiedlicher sozialer Herkunft, die im Angesicht des Endes des ersten Weltkriegs, der Novemberrevolution und der Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Umbrüche ihr Leben mehr oder weniger selbst in die Hand nehmen und auf der Suche nach Erfüllung und eigenem Glück sind und dabei Hindernisse und Niederlagen Hindernisse überwinden müssen.

Die Einbindung des historischen Hintergrundes ist sicher und äußert sich in Momentaufnahmen, die dem Geschehen eine gewisse Würze geben und es möglich machen, die Menschen im Wandel der Zeit zu begleiten. Dabei gibt die Autorin bei der Schilderung in drei abwechselnden Erzählsträngen ihren Heldinnen Hanna, Vera und Fritzi, die sich bis auf eine Ausnahme niemals begegnen, den nötigen Raum der Entfaltung, wenngleich hierdurch bisweilen die Intensität, besonders bei der Darstellung von Emotionen verlorengeht. Wiederholungen in Gedankengängen und Dialogen wirken zudem gelegentlich angestrengt, seien allerdings verziehen, da die Autorin ansonsten mit ihrem lebendigen Schreibstil gut unterhält.

Alle Frauen vereint, dass sie sich nicht mehr an die überkommende Moralvorstellungen und Konventionen halten und die ihnen als weibliche Person gesetzten Grenzen sprengen oder überschreiten wollen.

Mit bewundernswerter Geduld und ebensolchem Geschick, vielleicht auch beschwerlicher Hartnäckigkeit verfolgt Hanna mutig und konsequent ihren Traum vom Ergreifen eines medizinischen Berufes und der Erfüllung ihrer Liebe zu Cora.

Vor allem ihre Vera lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und ist nach anfänglichem Zögern sehr couragiert, nachdem ihr Bruder heimgekehrt. Georg ist im Krieg ein anderer geworden, der Wandel, den er durchgemacht hat, ist katastrophal. Mitten in einem Gebiet, in dem jede Menge Kommunisten und Sozialisten wohnen, agieren er und seine Männer von der Reichswehr und gefährden Hab und Gut und Leben der Menschen.

Fritzis Leben im Dorf als ledige Mutter ist kein Zuckerschlecken. Die Leute schneiden sie, es wird viel getratscht. Sie möchte dem Gerede ein Ende bereiten und eine „ehrbare“ Frau werden. Moralisch ist sie im Recht. Doch schmerzhaft begreift sie, dass Benno nicht mehr der Mann an ihrer Seite sein wird, weil man Liebe nicht erzwingen kann. Indes findet sich das Glück manchmal unerwartet an anderer Stelle…

Elke Schneefuss' „Die Frauen vom Alexanderplatz“ ist als beispielhafte Lektüre für den Aufbruch dreier Frauen in einer neuen Zeit durchaus zu empfehlen.

Frohe Ostern

Ich wünsche euch, dass ihr trotz allem die Feiertage genießen könnt. 


Bleibt gesund!

Mittwoch, 8. April 2020

Er knospt...


... und sieht ein wenig futuristisch aus.







Dienstag, 7. April 2020

PIPER WUNDERVOLL - Die Aschebringerin


In der Zukunft des Jahres 2450 ist die Erde nur noch traurige Vergangenheit, und die Menschheit hat sich vor zweihundert Jahren nach der Zerstörung der Erde durch einen Asteroidenschauer in einer weit entfernten Galaxie eine neue Heimat suchen müssen. Aber das Leben auf dem künstlich erschaffenen Planeten Alpha bedarf einiger Anstrengungen. Um die Bevölkerung versorgen zu können, muss die zum Überleben wichtige Energie von den benachbarten 23 Monden geholt werden, die dort in Generatoren gespeichert wird. Der „Transport“ geschieht durch das Öffnen von Portalen, und die sogenannten Portalläufer kommen ins Spiel. Eine von ihnen, die zu den besten ihres Faches gehört – ist Yashira Willow. Sie besitzt das Portalsprung-Gen, und wenn sie im Wettkampf startet, ist der Erfolg vorprogrammiert.

Doch während des Portal-Running-Championships Finale, das über die Top Ten des Jahres entscheiden soll, geht alles schief. Yashira, die nie auf dem Mond Epsilon hätte „landen“ sollen, rettet sich und dem (wie sich später herausstellt) seit drei Jahren verschollenen Portalläufer Riley Chase gerade noch so das Leben, bevor der Mond in einem Feuer verglüht. Was folgt erscheint wie ein böser Traum, ist indes bittere Realität: Yashira wird von der umjubelten Sportlerin zur gesperrten Außenseiterin. Die Begründung: Sie hätte Riley nicht mit durch das Portal ziehen dürfen. Allein ihr neuer Name „Aschebringerin“, der Tatsache geschuldet ist, dass sie bei ihrer Rückkehr von Epsilon allein mit Ascheflocken des zerstörten Mondes in den Händen durch das Portal zurückkehrte, bleibt ihr.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, steckt Yashira bald in ernsten Schwierigkeiten. Nach ihr wird gefahndet, weil sie erschütternden und furchtbaren Wahrheiten auf der Spur ist. Sie muss fliehen und ihre Heimat verlassen. Zusätzlich verunsichern sie ihre Gefühle für Riley und die Frage, ob sie ihm trauen kann.


„Der Pfeil bin ich, Yashira Willow, die Aschebringerin. Einst Weltenspringerin, Goldbringerin, beste Portalläuferin seit der zweiten erdgeschichtlichen Stunde null. Früher gefeiert, geliebt, bejubelt – heute gehasst, gejagt, verstoßen.“

Mit „Die Aschebringerin. Sprung zwischen den Welten“ legt P. J. Ried ein ambitioniertes Debüt vor, das mit einem kühnen und abenteuerlichen Geschehen punktet. Die Menschen, durch eigenes Verhalten gezwungen, die Erde zu verlassen, haben sich in einer anderen fernen Galaxie die Möglichkeit gesucht, weiter zu existieren. Geschaffen haben sie Alpha, umgeben von 23 Monden.

An sich ist die Idee der Kolonialisierung fremder Planeten nicht neu. P. J. Ried offeriert einen in den Grundzügen durchdachten Hintergrund und eine individuelle, außergewöhnliche Handlung bei sich steigender Erzähldynamik. Dabei greift die Autorin unterschiedliche Thematiken auf und bringt zum Beispiel Ablehnung und Konfrontation mit Andersartigen und Andersdenkenden, Radikalität und Manipulation zur Sprache und zieht hieraus eine imposante Dramatik, wenngleich die Gewichtung schwankend ist: Teilweise beschäftigt sich die Autorin damit sehr intensiv, andererseits wird bei vielerlei Dingen nur an der Oberfläche gekratzt. An dieser Stelle zeigen sich dann auch die Schwächen der Geschichte. Leider ist nämlich die Anzahl der Monde, die zusammen mit dem Planeten Alpha ihre Bezeichnung den Buchstaben des griechischen Alphabet verdanken, mit 23 zu hoch. Weniger hätten gut getan, zumal sich die Beschreibungen verständlicherweise lediglich auf einige Monde konzentrieren. Die Chance, in die Tiefe zu gehen, wurde so bedauerlicherweise etwas verschenkt.

Vereinzelt gilt das auch für die Figuren, obwohl positiv hervorgehoben werden soll, dass die Autorin für die Nebenrollen ihre Fantasie spielen lassen und unterschiedliche Charaktere kreiert hat.

Im Mittelpunkt steht vor allem Yashira. Das Geschehen bekommt durch die Schilderung aus ihrer Sicht eine sehr persönliche Note. Die engagierte und strebsame Sportlerin verliert von einem Tag auf den anderen ihr Ziel. Außerdem wird sie komplett aus ihrem bisherigen Leben gerissen und gezwungen, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. P. J. Ried findet einen gelungenen Weg der Darstellung und zeichnet ein umfassendes Bild ihrer Protagonistin. Daneben werden die romantischen Empfindungen, die Yashira für Riley zu entwickeln beginnt, nachvollziehbar und in einer zurückhaltenden, nicht in den Vordergrund drängenden Art vermittelt. Wobei die Autorin Yashira und damit auch den Leser im Unklaren lässt, ob Riley die Gefühle erwidert.

Überhaupt wirkt Riley durch die spärlichen Informationen, die die Autorin präsentiert, sehr geheimnisvoll und mysteriös, was einen besonderen Reiz ausmacht.

„Die Aschebringerin. Sprung zwischen den Welten“ entpuppt sich als motiviert geschriebenes Zukunftsabenteuer mit einer energischen Heldin, die sich selbst treu bleibt.


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Erschienen ist das Buch im Piper Verlag, dem ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares danke.

Montag, 6. April 2020

PIPER WUNDERVOLL

"Geschichten kennen kein Format, aber es gibt Geschichten, die ihre Wirkung am besten digital entfalten können.." schreibt der Piper Verlag und veröffentlicht unter bisher vier digitalen Labels Lektüre für unterschiedliche Stimmungen der Leserschaft: PIPER GEFÜHLSVOLL, PIPER SCHICKSALSVOLL, PIPER SPANNUNGSVOLL und PIPER HUMORVOLL.

Hinzu kommt nun PIPER WUNDERVOLL.


PIPER WUNDERVOLL richtet sich an all jene, die sich für Fantasy begeistern können und auch von Romantik verzaubern lassen möchten. Daher präsentiert PIPER WUNDERVOLL fantastische und romantische Geschichten und öffnet ein breites Themenspektrum von aufregenden Zeitreisen, mitreißenden Zukunftsgeschichten und wundervoller Urban-Fantasy.

Die ersten Titel sind heute sowohl als E-Book als auch als Taschenbuch erschienen, weitere werden monatlich folgen...


Es wird sich zeigen, ob PIPER WUNDERVOLL für Lesefreunde Titel bietet, die sich ein wenig Magie in ihrem Alltag erhoffen. Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg und stelle euch morgen "Die Aschebringerin" von P. J. Ried vor...


Mittwoch, 1. April 2020

Alles meins...


... dachte sich wohl Frau Hummel...


... bei ihrem Besuch der Weide und...


... flog emsig von Blütenkätzchen zu Blütenkätzchen...


... um den Nektar einzusammeln.